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Wurzen Muldentaler Regionalverband der Kleingärtner feiert sein 25-jähriges Bestehen
Region Wurzen Muldentaler Regionalverband der Kleingärtner feiert sein 25-jähriges Bestehen
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11:09 07.03.2018
Zum Ehrenmitglied des Muldentaler Regionalverbandes wurde der Röcknitzer Kleingärtner Peter Durin (2.v.l.) ernannt. Quelle: Regionalverband
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Grimma/Nerchau

Werfen die Muldentaler Kleingärtner einen Blick ins Leipziger Johannistal, dann nehmen sich für sie jene 25 Jahre, die seit der Gründung des Regionalverbandes Muldental der Kleingärtner (RVMTL) verstrichen sind, doch ziemlich bescheiden aus. Denn im Herzen der Messestadt hat Sachsens älteste Kleingartenanlage ihren Sitz, die 1832 im Zuge der Einrichtung von Armengärten gegründet wurde.

4960 Mitglieder in 89 Vereinen

Peter Paschke, Präsident des Landesverbandes Sachsen der Kleingärtner, nutzte dessen ungeachtet die am Sonnabend im Bürgerzentrum Nerchau veranstaltete Jubiläumsfeier des Regionalverbandes dazu, die 89 Muldentaler Kleingärtnervereine mit ihren 4960 Mitgliedern in die große deutsche Kleingarten-Tradition einzuordnen. So erinnerte Paschke, der in gleicher Funktion für den Bundesverband Deutscher Gartenfreunde verantwortlich zeichnet, an den 1808 in Leipzig geborenen Daniel Gottlob Moritz Schreber, der der Kleingartenbewegung zum Durchbruch verhalf. Außerdem ließ er die Naturheilkundebewegung und deren Bedeutung für die Entwicklung des Kleingartenwesens nicht unerwähnt.

Auch viele Kleingärten im Muldental schauen auf eine lange und weit über die 25 Bestandsjahre des RVMTL hinausreichende Tradition zurück, dessen Gründung 1993 als Folge des Zusammenschlusses der Kreise Grimma und Wurzen zum Muldentalkreis erfolgt war. So etwa der im Jahr 1928 unter dem Namen „Schreberverein Naunhof“ gegründete Kleingartenverein „Sonnenschein“, der im Zusammenhang mit dem Verbands-Jubiläum ebenso wie die 102 Jahre alte Wurzener Sparte „Feldschlößchen“ mit der RVMTL-Ehrenschleife gewürdigt wurde.

Verband will sich den neuen Herausforderungen stellen

Weil sich Tradition stets an der Realität messen lassen muss, ist auch das Kleingartenwesen gefordert. „Wir müssen zeitnah Schritte unternehmen, um den erfolgreichen Fortbestand in den nächsten Jahren und der weiteren Zukunft zu sichern und unseren Regionalverband für die Zukunft fit zu machen“, stellte Präsidiums-Mitglied Christian Krafczyk klar. Dafür müsse eine Basis geschaffen werden, die im Verständnis zwischen dem Regionalverband und den Mitgliedsvereinen eine klare Richtung in der gemeinsamen Arbeit vorgibt. „Auf alle Fälle sollten sich alle Beteiligten darüber im Klaren sein, dass der demografische Wandel auch an uns nicht vorbei gehen wird. Zudem werden sich die Probleme rund um die Themen Altersstruktur, Leerstand und fehlende Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, nicht von heute auf morgen lösen können“, so Krafczyk.

Landrat Graichen attestiert Verband „soziale Kompetenz“

In diesem Zusammenhang hob Landrat Henry Graichen (CDU) in seinem Grußwort die Fähigkeit des Regionalverbandes hervor, beim Leerstand neue Wege zu beschreiten. „Der Verband betreut seit mehreren Jahren in guter Zusammenarbeit mit dem Betrieb für Grundsicherung und Arbeitsförderung Maßnahmen zur Aktivierung und Eingliederung für seine Mitgliedsvereine“, so Graichen, der den Kleingartenvereinen eine „soziale Kompetenz“ attestiert. „In den vergangenen Jahren haben sie sich sukzessive zu Begegnungsstätten von Menschen aus verschiedenen Generationen, Kulturen und sozialen Strukturen entwickelt, in all ihren Organisationsformen tragen die Kleingärtner damit erheblich zum sozialen Ausgleich in der Gesellschaft und zur Erhaltung des Gemeinwohls in den Städten und Dörfern bei“, so der Landrat, der unisono mit der CDU-Bundestagsabgeordneten Katharina Landgraf die sehr gute Zusammenarbeit mit dem RVMTL-Präsidium betonte.

Von Roger Dietze

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