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Wurzen Muldentaler Trabantfreunde oben ohne an der Wurzener Rodelbahn
Region Wurzen Muldentaler Trabantfreunde oben ohne an der Wurzener Rodelbahn
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00:18 02.08.2017
Oben ohne: Steffen Schreber von den Muldentaler Trabantfreunden ist mit Tochter Lena im Cabrio vor dem Rodelbahn-Vereinsheim vorgefahren. Quelle: Roger Dietze
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Wurzen

Während sich andere in seinem Alter daran machen, über die Jahrzehnte hinweg Angehäuftes „auszumisten“, holt sich Frank Zapf Dinge, die andere Zeitgenossen ausrangiert haben, ins Haus. Beziehungsweise in seine Garage. In dieser restaurierte der heute 73-Jährige zwischen 2012 und 2013 ein Simson-Moped SR2E aus dem Baujahr 1963, das er vor der sicheren Verschrottung bewahrt hatte. „Ich sah das gute Stück bei einer Schrottsammlung und habe kurz entschlossen den Anhänger geholt und es aufgeladen.“ Am Sonnabend konnten die Besucher der 6. Auflage des in der Wurzener Kleingartenanlage Rodelbahn veranstalteten „Oldtimertreffens à la DDR“ das gute Stück in Augenschein nehmen.

„Die Lackierung war preislich noch akzeptabel, aber die originalgetreue Linierung ist richtig ins Geld gegangen“, so der Rothersdorfer, der diesen seinen fahrbaren Untersatz nach eigenem Bekunden auch im Alltag einsetzt. „Allerdings nur dann, wenn es nicht regnet“, betonte der rüstige Senior.

Regen war an den beiden vergangenen Tagen zumindest im Muldental kein Thema. Die großen Niederschlagsmengen der jüngsten Vergangenheit und die damit verbundene Hochwassergefahrenlage mögen allerdings so manchen Oldtimerfan davon abgehalten haben, dem Oldtimertreffen fernzubleiben, das auch zum sechsten Mal der Bennewitzer Kai Krähahn sowie Rodelbahn-Gastronom Jens Goudschmidt organisiert hatten. „Ausgewirkt haben dürfte sich zudem ein Oldtimer-Treffen in Torgau, das zeitgleich stattfand“, vermutete Krähahn.

Er hatte vor fünf Jahren auf Anregung von Goudschmidt die Wurzener Veranstaltung in die Wege geleitet. „In dem Wissen, dass mein Schwiegervater eine kleine Fahrzeugsammlung sein Eigen nennt, fragte er bei mir an, ob wir uns die gemeinsame Organisation eines solchen Treffens vorstellen könnten“, erinnerte sich der Bennewitzer Oldtimerfreund. „Ich sagte, dass wir ein wenig Werbung machen und dann mal schauen würden.“ Damit, dass bei der Premiere, über den Tag verteilt, knapp 200 Fahrzeuge Station vor dem Rodelbahn-Vereinsheim machen würden, hätte niemand gerechnet. „Die gute Resonanz war für uns ausschlaggebend dafür, die Sache zu wiederholen.“

Mittlerweile tummeln sich am letzten Juli-Wochenende auch Oldtimer-Liebhaber aus dem benachbarten Ausland sowie jede Menge motorisierte „Wiederholungstäter“ bei der Zusammenkunft im Trauschkenweg. Als Stammgast gilt unter anderem Lars Haselau, der sich mit Lebenspartnerin Jana Scherer am Sonnabend zum vierten Mal auf den Weg von Hohenstein-Ernstthal nach Wurzen gemacht hatte. Wie im vergangenen Jahr waren sie mit einem zum Wohnmobil umgebauten Feuerwehr-W-50 aus dem Jahr 1980 gekommen, der damals mit der Bezeichnung LF 16 seinen Dienst versehen hatte. „Das Fahrzeug war bis 2009 bei der Feuerwehr Ludwigsfelde im Einsatz, bis es ein Landwirt aus Großpösna erwarb, der es schließlich bei Ebay versteigert hat“, skizzierte der 49-jährige Mittelsachse den Weg des betagten Löschfahrzeuges in seinen Besitz. „Mein mittlerweile verstorbener Vater hat dann bezüglich eines Erwerbes zu mir gesagt: Jetzt oder nie.“

Von Roger Dietze

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