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Museumsleiterin Jung plant im März 2013 Ausstellung zur Wurzener Villen-Architektur

Museumsleiterin Jung plant im März 2013 Ausstellung zur Wurzener Villen-Architektur

Wurzen.

Wenn sich im März 2013 der Premierevorhang öffnet, gehören die Wurzener Industriellen-Villen zu den Darstellern auf der Ausstellungsbühne in der Städtischen Galerie.

Krietsch, Busse, Fadum, Klug, Bechtold – allesamt Namen mit Klang. Was von den früheren Unternehmern heute noch zeugt, sind ihre Häuser. Oft architektonische Schmuckstücke und 24 an der Zahl, die Museumsleiterin Sabine Jung zum Teil ins öffentliche Rampenlicht holen will. Doch dafür braucht sie Hilfe.

„Das Kulturhistorische Museum wird sich im Frühjahr an der Wanderausstellung ,Industriekultur in Sachsen – erhalten – erleben – erinnern’ mit einem Regionalteil beteiligen", berichtet die promovierte Kunsthistorikerin. Ins Auge fasst sie dabei 15 Objekte, in denen einst die Firmenchefs der Wurzener Unternehmen wohnten und lebten. Die Villen, so Jung, seien nämlich ein „exzellentes Beispiel großbürgerlicher Bau- und Wohnkultur" und bildeten damit ein „interessantes Gesamtbild der früheren städtischen Kultur in einer so bedeutenden sächsischen Industriestadt wie Wurzen". Um den Erfolg fürs neue Projekt zu garantieren, holte sich Jung kompetente Partner ins Boot, mit denen sie bereits gute Erfahrung machte. Darunter Professor Gisela Weiß von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) in Leipzig, Architekt und Autor Bernd Sikora, Kurator der Wanderausstellung, Werkbund Sachsen oder Katja-Margarete Mieth, Leiterin der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen in Chemnitz und Initiatorin der Wanderausstellung.

Wie Jung sagt, sei es Ziel der Villen-Präsentation, den Familien, die als Arbeitgeber der Stadt zur Blüte verholfen haben, im wahrsten Sinne des Wortes ein Gesicht zu geben. „Das gilt ebenso für die Nachbesitzer." Insofern seien derzeit HTWK-Studenten unterwegs, um sämtliche Fakten zu sammeln. Bereits Ende August schrieb Jung überdies Vermieter an, die bei den Recherchen helfen könnten. Doch noch fehlen Puzzleteilchen, um die geplante Dokumentation zu einem Gesamtbild zu formen. „Wir suchen daher Kontakte zu Nachfahren der ehemaligen Besitzer." Zum Beispiel Transportanlagen H. A. Schmidt, Mühlenwerke Krietsch, Familie Zimmermann und Breiter (Kartonage), Familie Krug (Wasserglas), Familie Schütz (Maschinenbau), Familie Juel und Schütz (Teppichfabrik). Immerhin dränge die Zeit, gesteht Jung im Wissen um die Sisyphusarbeit bis März. „Es können sich auch Leute melden, die jemanden kennen, der etwas über die Eigentümer oder Vorbesitzer weiß." Von Interesse seien darüber hinaus alte Fotos oder Infos über die Baumeister.

Trotz der kleinen und großen Historielöcher füllen sich allmählich die Villen-Ordner auf dem Schreibtisch der Museumsleiterin. Unterm Stichwort Villa Klug oder Villa Schumacher, Am Wachtelberg 10, steht geschrieben: 1901 vom Hamburger Architekten Fritz Schumacher für Richard Klug erbaut. Die Gebrüder Klug besaßen die Chemische Fabrik in Dehnitz. Oder Villa Busse in der Dresdener Straße 57. Wohnsitz von Adolf Busse (1873 – 1931), Gründer und Geschäftsführer der Landmaschinenhalle Busse GmbH und der Seniorkulturgeräte Busse in der Marienstraße 3. Und nicht zuletzt das heutige Haus der Kinder- und Jugendvereinigung Leipzig in der Alten Nischwitzer Straße 4 – der Villa Berger. Erbaut 1868. Ab 1900 im Eigentum von Fabrikant Heinrich Beda (Papierfabrik), der sie 1929 an den Besitzer der Wurzener Teppichfabrik, Arthur Bechtold, verkaufte.

All das werden die Besucher der Ausstellung spätestens ab 24. März 2013 erfahren und womöglich in einer kleinen Broschüre, die Jung bis dahin gern noch drucken lassen will, nachlesen können. Allerdings ist ihr jetzt die Mithilfe Wurzener Bürger wichtiger. Sie können sich jederzeit bei Museumsleiterin Jung melden – unter Telefon 03425 / 85 60-405.

Kai-Uwe Brandt

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