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Mysteriöse Bedrohungsserie gegen Altenheime im Kreis Leipzig

Jetzt auch Wurzen und Geithain Mysteriöse Bedrohungsserie gegen Altenheime im Kreis Leipzig

Es ist eine Bedrohungsserie – nachdem Sonntagnacht bis Montagmorgen bereits drei Seniorenpflegeheime in Groitzsch, Grimma und Markranstädt bedroht wurden – ist am Nachmittag ein anonymer Anruf auch im Wurzener und Geithainer Heim eingegangen.

Auch gegen das Seniorenheim der Wurzener Altenheimgesellschaft Muldental ist eine Bombendrohung ergangen.

Quelle: Frank Schmidt

Landkreis Leipzig. In den Nachmittagsstunden gab es neue Droh-Anrufe bei zwei Pflegeheimen in Geithain (15.50 Uhr) und Wurzen (15.40 Uhr).

Innerhalb kürzester Zeit konnten Rettungsdienst und Feuerwehr das Altenheim in der Wurzener Kleegasse evakuieren. Die 38 Bewohner wurden in das nahegelegene Krankenhaus der Muldentalkliniken begleitet. Für sechs bettlägerige Menschen organisierte der Rettungsdienst einen Transport. „Die Senioren wurden in der Cafeteria des Krankenhauses von Seelsorgern betreut“, sagte Jörg Christian Langner, Geschäftsführer der Muldentalkliniken. Die Polizei durchsuchte die Anlage mit Spürhunden.

Bereits in der Nacht zu Montag und am Montagmorgen wurden die Altenheime in Groitzsch, Grimma und Markranstädt bedroht. Dort konnten die Einsatzkräfte im Laufe des Nachmittages Entwarnung geben.

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Nach Groitzsch in der Nacht zu Montag sind am Montag auch Altenheime in Grimma, Wurzen, Geithain und Markranstädt bedroht worden und mussten größtenteils evakuiert werden.

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Zuerst war das Groitzscher Diakonie-Altenpflegeheim „Katharina von Bora“ betroffen – gegen 21.30 Uhr am Sonntagabend, während der Dienstübergabe an die Nachtschicht, ging die anonyme Bombendrohung telefonisch ein. Ein Großteil der Heimbewohner habe bereits geschlafen. Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und DRK waren schnell vor Ort. Gemeinsam mit den Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern brachten die Einsatzkräfte 69 Bewohner in Sicherheit. Die meisten kamen im barrierefreien Wiprecht-Gymnasium unter – einige konnten mit dem Rollator selbst dorthin laufen. Acht bettlägerige Patienten nahm die Bella-Seniorenresidenz Groitzsch auf.

Am Montag, um 8.03 Uhr klingelt das Telefon im Grimmaer Caritas-Seniorenheim „Claudine Thévenet“ in der Käthe-Kollwitz-Straße. Auch dort drohte ein bislang unbekannter Anrufer mit einer Bombe und löst damit eine Kettenreaktion im Rettungsdienst aus. „Zunächst erfolgten Rücksprachen mit der Polizei über das weitere Prozedere bis hin zur Entscheidung, das Seniorenheim zu evakuieren“, sagte ein Polizeibeamter vor Ort.

Betroffen waren nach Angaben des Heimleiters, Manfred Müller, 48 Bewohner zwischen 63 und 102 Jahren, darunter 20 Rollstuhlfahrer und sechs bettlägerige Personen. Zur Evakuierung wurden neben Polizei und Rettungsdienst 20 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Grimma herangezogen, bestätigte Einsatzleiter Michael Grimm. Bei deren Eintreffen befanden sich schon die meisten Bewohner im Freien auf dem Platz vor dem Heim. Mitarbeiter des Hauses kümmerten sich fürsorglich um die Menschen, um ihnen Ängste und Verunsicherungen zu nehmen.

In der Markranstädter Braustraße klingelte der anonyme Anrufer nur wenige Minuten später an: Um 8.09 Uhr erhielt die Einrichtung die Drohung. Die Leiterin des Seniorenzentrums teilte der Polizei mit, dass ein älterer Herr auf dem Handy eines Wohnbereiches anrief und in einem Satz mitteilte, dass im Seniorenzentrum eine Bombe versteckt ist. Dann legte er sofort wieder auf. Eine Rufnummer wurde nicht angezeigt.

In Absprache mit der Heimleitung wurde eine Evakuierung der 103 Bewohner angestrebt und erfolgte anschließend. Die Kameraden der Feuerwehr Markranstädt, der Katastrophenschutz und das Rettungswesen unterstützten die Maßnahme. Außerdem wurden noch 25 Beamte der Bereitschaftspolizei eingesetzt, die das Objekt zusammen mit einem Sprengstoffsuchhund durchsuchten.

Die Polizei ermittelt – es wird von einem Zusammenhang der drei Taten ausgegangen. Die Polizeidirektion Leipzig bittet alle Einrichtungen dringend darum, bei derartigen Drohanrufen sofort Kontakt mit der Polizei aufzunehmen und das weitere Vorgehen (Evakuierung) erst mit den eintreffenden Beamten abzustimmen.

Von Thomas Lieb und Birgit Schöppenthau

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