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Wurzen Nach Feuer im Hotel Husarenhof in Grimma: Es war Brandstiftung
Region Wurzen Nach Feuer im Hotel Husarenhof in Grimma: Es war Brandstiftung
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15:40 01.09.2016
Betreiber Vladimir Stein und Geschäftsführerin Nadeschka Stolarova sind optimistisch, den Gaststättenbetrieb noch in diesem Jahr wieder aufnehmen zu können. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Grimma

Nun steht es fest. Es war kein technischer Defekt, der den Brand im Hotel Husarenhof in Grimma auslöste. „Die Brandursachenermittler und Kriminaltechniker haben eindeutige Spuren gefunden, die darauf hindeuten, dass der Brand gelegt wurde“, sagte am Donnerstag Uwe Voigt, der Pressesprecher der Polizeidirektion Leipzig.

In den Morgenstunden war das Hotelgelände in Grimma abgesperrt, um Neugierige davon abzuhalten, ins Hotel zu gelangen, aber vor allem aus Sicherheitsgründen. Der Betreiber des Hotels, Vladimir Stein, stand gestern noch unter Schock, als er sich die Ausmaße des Brandes ansah. „Wir waren im Urlaub und haben per Foto davon erfahren, dass das Hotel brennt“, erklärte er. An seiner Seite war die Geschäftsführerin Nadeschka Stolarova, die fassungslos den Schaden im sechsstelligen Bereich begutachtete. „Wir haben erst in diesem Jahr die Zimmer renoviert“, sagte sie.

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Das Hotel Husarenhof in Grimma stand am Montag in Flammen. Es entstand ein Schaden im oberen sechsstelligen Bereich. Wie die Polizei jetzt mitteilte, war ein Brandstifter am Werk. Der Betreiber will das Hotel wieder aufbauen.

Im Bereich des Restaurants deutete kaum etwas darauf hin, dass mehrere Liter Wasser dafür sorgten, dass das Feuer gelöscht werden konnte. Doch der Schein ist trügerisch. Denn schon ein Stockwerk höher hatte das Löschwasser das Mobiliar angegriffen. Trotz geöffneter Fenster stieg der Brandgeruch in die Nase. Umso näher der Dachstuhl kam, um so mehr verrußte Teile von Dachbalken versperrten die Treppe, auf der noch ein Schlauch Zeugnis von dem Einsatz der Feuerwehren ablegte. Von dem einstigen Dachstuhl selbst, war nur noch ein Gerippe übrig geblieben.

Gebäude ist versichert gegen einen Brand

„Wir hoffen, dass die polizeilichen Ermittlungen in 14 Tagen abgeschlossen sind. Wir wollen so schnell wie möglich, mit den Aufräumarbeiten beginnen“, sagte Vladimir Stein. Die Nachfrage, ob eine Versicherung für das Gebäude besteht, bejahte er. Ob es Brandstiftung war, dazu wollte er sich nicht äußern. Allerdings zeigte er sich optimistisch, dass noch in diesem Jahr das Restaurant wieder öffnen kann. „Wenn die Ermittlungen beendet sind, wollen wir sofort loslegen“, erklärte der Betreiber. Allerdings setze das voraus, dass die Statik des Hauses durch den Brand nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Hotelzimmer instand zu setzen, wird dagegen etwas längere Zeit in Anspruch nehmen. Bis zum Brand verfügte das Hotel unter anderem über zwölf Einzel-, Zweibett- und Dreibettzimmer.

Kein Hinweis auf Serienbrandstifter

Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) war geschockt zu erfahren, dass Brandstifter am Werk waren. „Bisher gibt es keine Anzeichen, dass ein Serienbrandstifter wie vor Jahren unterwegs ist. Diesen hat die Polizei gestellt“, sagte er. Gleiches erhoffe er sich in diesem Fall. Gleichzeitig dankte er den Einsatzkräften, die Schlimmeres verhüten konnten. Viele Grimmaer Bürger, wie Reiner Rahmlow hoffen, dass die Gaststätte schnell wieder öffnet. „Wir haben hier viele Familienfeiern gemacht“, sagte er. Selbst sein Rostocker Onkel habe sich erkundigt, wie es weiter geht und ob es Brandstiftung war.

Von Cornelia Braun

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