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Nach Gasexplosion in Wurzen: Abriss und Neubau kosten 1,3 Millionen Euro

Planungen laufen an Nach Gasexplosion in Wurzen: Abriss und Neubau kosten 1,3 Millionen Euro

Rein optisch hat sich am zerstörten Haus in der Friedrich-Ebert-Straße 11 in Wurzen noch nichts getan. Aber hinter den Kulissen laufen die Vorbereitung zur Schadensbeseitigung auf Hochtouren. Das bestätigte der Eigentümer, die Wohnungsgenossenschaft Wurzen (WGW), vertreten durch den Geschäftsführer Peter Sauer.

Ein noch immer zerstörerisches Bild: Daran ändert sich erst Ende August etwas, so dass die Straßensperre aufgehoben und auch die Bushaltestelle wieder angefahren werden kann.
 

Quelle: Frank Schmidt

Wurzen.  Rein äußerlich hat sich an dem zerstörerischen Bild des Hauses in der Friedrich-Ebert-Straße 11 in Wurzen noch nichts getan. Aber hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen zur Schadensbeseitigung auf Hochtouren. Das bestätigte der Hauseigentümer, die Wohnungsgenossenschaft Wurzen (WGW), vertreten durch den Geschäftsführer Peter Sauer.

Wie berichtet, kam es am 25. Juni in den frühen Morgenstunden zu einer Gasexplosion, die ein Todesopfer forderte und weitere sieben Mieter in den insgesamt neun Wohnungen vorübergehend obdachlos machte. Bei dem Rettungseinsatz wurden auch zwei Kameraden der Feuerwehr verletzt, indes sind sie aber wieder wohlauf.

Die genaue Unglücksursache ist laut Sauer noch nicht abschließend geklärt.

„Aber in der Zwischenzeit haben alle betroffenen Mieter wieder eine neue Unterkunft gefunden, das Gros bei uns in der WGW, eine Familie anderswo“, informierte Sauer über den aktuellen Sachstand. In den vergangenen Wochen wurden – unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen – Keller sowie noch begehbare Wohnungen beräumt, um vor allem persönliche Sachen der Mieter zu retten. Für den Wiederaufbau ist eine Kostenaufstellung vorgenommen worden, in der sowohl ein Teilabriss als auch ein Komplettabriss mit anschließendem Wiederaufbau berücksichtigt wurde. Denn der Wiederaufbau, so betonte Sauer, steht außer Frage.

„Es hat sich erwiesen, dass ein Komplettabriss und Neuaufbau kostengünstiger wird. Grund sei, dass nach heutiger Baugesetzgebung auch der verbleibende Teil brand-, wärme- und schallschutztechnisch genauso zu behandeln ist wie bei einem Neubau – das ist einfach so“, erklärte Sauer das aufwendige Prozedere, welches so auch mit der Versicherung abgesprochen sei.

Die Planungen sowie Ausschreibungen sind auf den Weg gebracht. Demnach soll am 22. August der Abriss beginnen. Mit dem Wiederaufbau, so Sauer, wird jedoch nicht mehr vor Einbruch des Winters begonnen, da es keinen Sinn mache, mit einem Rohbau in mögliche Frostperioden zu kommen, die nur Bauverzögerungen mit zusätzlichen Kosten zur Folge hätten. Stattdessen werde die Baustelle, zu der im begrenzten Umfang auch links und rechts die Nachbarhäuser gehören, winterfest gemacht.

Erst damit erfolge die Aufhebung der Vollsperrung in der Friedrich-Ebert-Straße, so dass dann auch die dortige Bushaltestelle wieder angefahren werden kann. Die Baulücke werde bis zum Baubeginn voraussichtlich im Frühjahr 2017 temporär mit Bauzäunen abgesichert. Zielstellung sei, im Herbst 2017 ein bezugsfertiges Gebäude zu haben. Auflage sei, die alte Frontansicht so wieder herzustellen, wie sie vor der Explosion aussah.

Jedoch werden laut Sauer statt der bisher neun nur noch sechs Wohnungen auf drei Etagen gebaut. Sei man bisher von einem Schaden von circa 700. 000 Euro ausgegangen, bezifferte er die Bausumme nun auf etwa 1,3 Millionen Euro, die von der Versicherung gedeckelt werde. Inwieweit sich die Versicherung das Geld vom noch zu ermittelnden Verursacher zurückholt, stehe auf einem anderen Blatt Papier, sagte Sauer abschließend.

Von Frank Schmidt

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