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Wurzen Nach der Apfelernte: Obsthof Wurzen denkt schon an die Erdbeeren
Region Wurzen Nach der Apfelernte: Obsthof Wurzen denkt schon an die Erdbeeren
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11:51 20.12.2016
Knackige Apfel aus heimischen Gefilden: Betriebsleiter Thomas Helbig macht schon einmal Appetit auf mehr. Quelle: F
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Wurzen/Roitzsch

Knackig und frisch auf den Gabentisch: Rund 3000 Tonnen Äpfel stehen nach Saisonschluss Ende Oktober in den Büchern der Obsthof Wurzen GmbH mit Sitz im Ortsteil Roitzsch. Zwar fiel die Menge etwas geringer als im Vorjahr aus, sei aber trotz alledem von bester Qualität, berichtet Geschäftsführer Paolo Dallago. Der gebürtige Italiener leitet das Unternehmen gemeinsam mit Peter Thuile seit dem Besitzerwechsel Ende  2015. Damals erwarb die Märkische Erzeuger- und Vermarktungsorganisation aus Wesendahl (Brandenburg) den Betrieb Wurzen Obst GmbH und firmierte unter neuem Namen.

Seither ist einiges geschehen. Im August des Jahres entstand zum Beispiel der zweite Hofladen mit 100 Quadratmeter Fläche in Panitzsch an der Bundesstraße 6. Eben hier und in Roitzsch, An der Obstplantage 13, verkauft der Obsthof seine regionalen Produkte. Darunter die gut zehn Apfelsorten der jüngsten Ernte – von Boskop und Pinova über Elstar und Jonagold bis Topaz und Rubinette. Nachdem die Früchte gepflückt sind, betont der 42-Jährige, der in seiner Heimat den Obstanbau von der Pike auf gelernt hat, wandern sie direkt in die Kühlzellen, um möglichst lange haltbar zu bleiben. „Ganz ohne chemische Zusatzstoffe.“ Es werde einzig und allein Sauerstoff entzogen. „Übrigens eignet sich der Boskop sehr gut als Bratapfel im Advent“, empfiehlt Betriebsleiter Thomas Helbig.

Insgesamt bewirtschaftet der Obsthof Wurzen 120 Hektar, zum Großteil Pachtflächen. Auf sieben Hektar wachsen Pflaumenbäume, auf fünf gedeihen Birnen und kleinere Areale nutzt der Betrieb mit 30 festangestellten Mitarbeitern für Süß- und Sauerkirschen. „Nächstes Jahr wollen wir unsere Erdbeerfelder für Selbstpflücker von 21 auf 30 Hektar im Umkreis von Torgau bis Panitzsch erweitern und zugleich die 14 Stände aufpeppen, die dann mehr bieten als nur die süßen Früchte“, kündigt Helbig an. Unter anderem Erdbeersahnelikör.

Um bereits früher als bisher – nämlich je nach Wetterlage zwischen dem 10. und 15. Mai – mit der Saison zu starten, legen die Wurzener Obstbauern Vlies aus und decken die Pflanzen mit Folie ab. „Außerdem können sich Kunden in Zukunft telefonisch über eine Selbstpflücker-Hotline tagesaktuell informieren, wo welche Felder reif sind“, preist der 60-jährige Diplomingenieur für Obstbau eine weitere Neuerung an. Ohne Hilfskräfte sei jedoch die Arbeit während der Ernte nicht zu bewältigen. Bis zu 200 Frauen und Männer helfen in den Spitzenzeiten aus. „Wir sind deshalb immer interessiert, auch an Festangestellten mit entsprechender Qualifikation. Oder an Verkäuferinnen zur Erdbeersaison, die sich schon jetzt bei uns bewerben dürfen.“

Als Erfolg werten Dallago und Helbig den Standortausbau mit der neuen Panitzscher Hofladen-Filiale. „Insbesondere das Hoffest am 10. September kam hier sehr gut bei den Gästen an“ und soll 2017 in die Zweitauflage gehen. Schon deswegen hält die Obsthof Wurzen GmbH das Geschäft an der B 6 in der Woche bis zum 23. Dezember und nach den Weihnachtsfeiertagen bis zum 30. Dezember geöffnet. „Jeder Kunde darf sich über ein Heißgetränk freuen und natürlich auf die frischen Äpfel der Saison sowie auf das Angebot regionaler und sächsischer Erzeuger“, so Dallago.

Von Kai-Uwe Brandt

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