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Wurzen Nässe im Gebäude – Kita „Wichtelmühle“ soll saniert werden
Region Wurzen Nässe im Gebäude – Kita „Wichtelmühle“ soll saniert werden
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17:16 01.02.2017
Essenszeit bei den Mühlenmäusen in der Nischwitzer Kita „Wichtelmühle“: Von rechts: Mia, Jessica, Bastian, Safira, Marla und Leonie (v. re.). Quelle: Foto:
Thallwitz

Per einstimmigem Beschluss hat der Gemeinderat Thallwitz zu seiner jüngsten Sitzung den Weg für die Sanierung der kommunalen Kindertagesstätte „Zur Wichtelmühle“ im Ortsteil Nischwitz geebnet. Wie Bürgermeister Thomas Pöge (parteilos) informierte, gab es im Vorfeld „Auflagen, die mit der Betriebserlaubnis zusammenhängen“. Grund dafür ist der Mehrzweckraum im Objekt, der wegen Nässe gesperrt worden wäre. Daher entschloss sich die Verwaltung zu einer umfangreichen Sanierung der Immobilie in der Straße der Einheit 22.

Zum Umfang der Arbeiten gehört das Dach und die Fassade. Außerdem, so Pöge, soll das derzeit außen liegende Treppenhaus integriert sowie die Heizung erneuert werden. „Für die notwendigen Gelder schöpfen wir den uns als Gemeinde zustehenden Anteil aus dem sächsischen Investitionskraftpaket aus.“ Die Gesamtinvestitionssumme beträgt laut Pöge 340 000 Euro, darunter 220 000 Euro an Förderung.

Zugleich verabschiedeten die Abgeordneten – ebenfalls ohne Gegenstimme und Enthaltung – die erste Änderung der Satzung über die Erhebung von Elternbeiträgen der drei gemeindeeigenen Kindereinrichtungen inklusive Hort. „Wie ja bekannt ist, teilen sich die Ausgaben der Unterbringung in Krippe, Kindergarten und Hort zu einer festgelegten Von-Bis-Spanne das Land Sachsen, die Kommune und die Eltern“, erläutert der 47-jährige Verwaltungschef. Ursache für den Anstieg der Beiträge liege vor allem in den Investitionen, den höheren Personalkosten sowie dem veränderten Betreuungsschlüssel. Insofern musste nun auch Thallwitz den Prozentsatz angleichen. Nach neuem Statut zahlen Eltern jetzt für neun Stunden pro Kind und Monat in der Krippe 203 Euro (20 Prozent), 118 Euro im Kindergarten (24 Prozent) und 66 Euro im Hort (24 Prozent). Aus dem Gemeindehaushalt fließen für den Krippenplatz pro Monat 615 Euro, für den Kindergarten 193 Euro und für den Hort 87 Euro. Zum Vergleich nennt Pöge noch den Landeszuschuss: je 169 Euro für Krippe und Kindergarten sowie 113 Euro für den Hort. „Alles in allem wenden wir für die Kitas viereinhalb Millionen auf – 1,25 Millionen an Personalkosten und 350 000 Euro an Sachkosten. Die Zuschüsse umfassen 609 000 Euro und der Elternbeitrag bewegt sich bei 270 000 Euro.“

Den Schlusspunkt der Ratsversammlung setzen schließlich zwei Personalien – zum einen die Wahl des Friedensrichters der Gemeinde Thallwitz und zum anderen die Bestellung eines Ortschronisten. Das Vertrauen, für die nächsten fünf Jahre als Schlichter und Mediator in Streitfällen zu fungieren, erhielt Andreas Mühlner, „der bereits seit vielen Jahren eine sehr gute Arbeit leistet“, betont Pöge. Und die Geschichte im Auge behalten wird Christel Neustadt. Sie übernimmt das Ehrenamt des Ortschronisten von Bernd Möhring, der aus Altersgründen kürzer treten will.

Von Kai-Uwe Brandt

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