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Wurzen Naunhof: Wanke scheitert mit seinem Vorschlag
Region Wurzen Naunhof: Wanke scheitert mit seinem Vorschlag
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05:02 23.08.2012
Vier Kandidaten haben ihre Wahlplakate in Naunhof platziert, wie hier am Bahnübergang.
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Naunhof

Die anderen Kandidaten installierten ihre Tafeln.

„Wir machen einen professionellen Wahlkampf", begründet Hermann Kinne (CDU) seine Entscheidung. „In Naunhof hat es noch nie einen richtigen gegeben. So haben wir uns Rat von Leuten geholt, die etwas davon verstehen. Und sie sagten uns, dass Plakate dazu gehören." Außerdem sei deren Herstellung längst gelaufen gewesen, als Torsten Wanke am 31. Juli mit seinem Vorschlag an die Öffentlichkeit ging. „Plakate brauchen eine lange Vorlaufzeit", so Kinne.

Diesen terminlichen Punkt spricht auch Einzelkandidat Matthias Ruf an: „Als Torsten Wanke mit seiner Idee kam, war bei mir schon alles durch. Meine umweltfreundlich auf einem Holzgemisch hergestellten Plakate lagen fix und fertig vor." Deshalb wirft Ruf dem Linken-Kandidaten vor: „Wenn ich so ein Ansinnen habe, spreche ich im Vorfeld mit den betreffenden Leuten. So viele Kandidaten sind wir ja nicht, als dass das nicht möglich gewesen wäre."

Carsten Graf, von der Unabhängigen Wählervereinigung unterstützter Kandidat, hält sich zum Thema Wahlwerbung auf Plakaten kurz und knapp. „Als ich vom Aufruf von Torsten Wanke erfuhr, war bei mir alles grafisch geplant", erklärt er. „Und wenn man Plakate produziert, dann klebt man sie auch. Das ist die übliche Weise für einen Wahlkampf."

Für den Einzelkandidaten Mario Schaller haben Wahlplakate und eine Spendenaktion nichts miteinander zu tun. „Wir haben in unserer Mannschaft den Aufruf zur Kenntnis genommen und ernsthaft diskutiert. Aber man kann nicht Äpfel und Birnen miteinander vergleichen", sagt er. „Die Spendenbereitschaft von mir ist gegeben. Aber wie und wem lässt man eine Spende auf gerechte Weise zukommen, ohne dass sich eine Einrichtung benachteiligt fühlt?" Bei all diesen Überlegungen habe er, so Schaller, grundsätzlich kein Problem damit, Plakate zu kleben und gleichzeitig etwas zu spenden.

Wanke hält indessen an seiner Idee fest. „Ich ziehe nicht nach, nur weil die Anderen Plakate gehängt haben", sagt er. „Niemals werde ich mit einem inhaltsleeren Plakat von einem Laternenpfahl auf Naunhof herabblicken. Generell finde ich Wahlplakate unschön in einem Ortsbild. Sie sind kein gutes Medium für den Wahlkampf." Das Geld, das für seine Plakate eingeplant war, will Wanke an die Naunhofer Grund- und Mittelschule sowie das Gymnasium spenden. Und zwar in Form von Gutscheinen, mit denen jeweils ein Lehrer und sieben Schüler die Leipziger Erlebnisausstellung „Inspirata" besuchen dürfen. „Sie zeigt, dass Lernen Spaß machen kann", sagt er. Die Anzahl der Schüler habe er auf sieben begrenzt, damit sich die Lehrer intensiver mit ihnen beschäftigen können. „Mit einer ganzen Klasse geht das nicht."

Frank Pfeifer

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