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Wurzen Nepalesischer Botschafter auf Bergfilmfestival im Geopark Porphyrland
Region Wurzen Nepalesischer Botschafter auf Bergfilmfestival im Geopark Porphyrland
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00:23 29.08.2018
Den nächsten Griff im Blick: Der im Rahmen des Bergfilmfestivals im Steinbruch Gaudlitzberg ausgetragene Boulder-Wettbewerb forderte auch in diesem Jahr den Teilnehmern alles ab. Quelle: Roger Dietze
Thallwitz/Lossatal

Not macht bekanntlich erfinderisch. Weil die nach wie vor hohe Waldbrandgefahr das Entzünden eines „echten“ Lagerfeuers auch im Muldentaler Norden unmöglich macht, sorgten die Organisatoren des diesjährigen Internationalen Bergfilmfestival im Steinbruch Gaudlitzberg in Gestalt eines Lichtlagerfeuers für das entsprechende Flair nach Sonnenuntergang.

Mit der XXL-Alpin-Seilbahn überqueren die Teilnehmer des Festivals den Steinbruch Gaudlitzberg. Quelle: Roger Dietze

Bis zu diesem Zeitpunkt konnten die rund 850 Besucher der Traditionsveranstaltung, die in diesem Jahr ihr 20-Jähriges feiert, jede Menge Angebote ausprobieren.

Spezialisten an der Boulder-Wand

Während sich an einem der traditionellen Highlights des Bergfilmfestivals, der XXL-Alpin-Seilbahn, schnell eine Warteschlange bildete, verlustierten sich beim Bouldern schwerpunktmäßig die Spezialisten. Anders jedoch als in den Vorjahren, in denen an der Steinbruch-Wand geklettert wurde, war die sportliche Aktivität in diesem Jahr an eine mit zwölf verschiedenen Routen bestückte Boulderwand verlegt worden. „Es ist einfach so, dass wir den Teilnehmern des Boulder-Cups in diesem Jahr etwas Abwechslung bieten wollten, nachdem alle natürlichen Routen in den vergangenen Jahren bereits mehrfach von den Teilnehmern geklettert worden sind“, berichtete Reini, seines Zeichens Trainer beim Deutschen Alpenverein.

Älteste Bergfilm-Veranstaltung

Dessen Leipziger Sektion stand dem Initiator des Bergfilmfestivals, Peter Hugo Scholz, in dessen Händen auch bei der Jubiläums-Premiere die Auswahl der gezeigten Bergfilme lag, zum wiederholten Mal helfend zur Seite. „Als Peter Hugo vor einigen Jahren mit der Bitte um Unterstützung an uns herantrat, haben wir nicht lange gezögert, weil uns der Stellenwert des Festivals bewusst war“, so der 1. Festival-Vorsitzende Henry Balzer. „Es ist das älteste seiner Art, und deshalb sind alle anderen Bergfilm-Veranstaltungen mehr oder weniger gute Kopien“, so Balzer augenzwinkernd. Und das Original lasse man sich einiges kosten. „Wir sind im vergangenen Jahr erstmals leicht aus den roten Zahlen herausgekommen, zuvor stand unterm Strich jeweils ein dickes Minus.“ Immerhin sei man noch für einige Jahre auf der Basis eines bestätigten Naturverträglichkeits-Gutachtens auf der sicheren Seite und nehme für die Chance, das Festival an diesem schönen Fleck Natur durchführen zu können, auch viel Bürokratie auf sich.

„Das Festival ist Stück für Stück gewachsen und mit ihm auch die Besucherzahlen“, so der 58-Jährige, zu dessen Helfer-Team zum wiederholten Mal mit Enrico Dudek, genannt Enni, eine Boulder-Koryphäe gehörte. „Ich komme sehr gern in die Hohburger Schweiz, weil dieses Bergfilmfestival in besonderer Weise den Wettkampf- mit dem Festival-Charakter verbindet“, so der 47-jährige Wahl-Magdeburger.

Weil in diesem Jahr Nepal den Themenschwerpunkt bildete und entsprechend im Rahmen des Film-Wettbewerbes ein Streifen über eine nepalesische Bergsportlerin gezeigt wurde, machte am Freitagabend der Botschafter der kleinen Himalaya-Republik in Deutschland, Ramesh Prasad Khanal, in Begleitung von Landrat Henry Graichen der Jubiläums-Veranstaltung im Geopark Porphyrland seine Aufwartung. Zudem konnte der Streifen als einer von sechs Wettbewerbs-Beiträgen die meisten Stimmen des Publikums auf sich vereinen und erhielt damit die Gaudlitzer Filmtrophäe. Gezeigt wurde im Rahmen des Bergfilmfestivals unter anderem auch der Streifen „Tanz vertikal“ über die sächsische Kletterlegende Bernd Arnold, der seine zugesagte Teilnahme allerdings kurzfristig in Folge einer Rücken-Operation hatte absagen müssen.

Von Roger Dietze

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