Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Nerchauer Keglern gelingt der große Wurf
Region Wurzen Nerchauer Keglern gelingt der große Wurf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:32 14.12.2009
Anzeige
Nerchau

Ohne Fleiß kein Preis – sollte das Sprichwort aus der Mode gekommen sein? Abteilungsleiter Lutz Dinger lacht: „Ein Training war wirklich kaum möglich. Aber gefaulenzt hatten wir deswegen noch lange nicht. Fast vier Monate über brachten wir unsere Kegelbahn auf den neuesten Stand, leisteten 375 ehrenamtliche Aufbaustunden.“

Kein Geringerer als Dieter Mätzold, Ehrenpräsident von Kreissportbund und Nerchauer Sportverein, war bei der feierlichen Übergabe der energetisch sanierten Bahn anwesend. Mätzold, einst selber dreifacher Kegelkreismeister, bedankte sich nicht nur mit feuchtem Händedruck, er hatte Handfestes dabei: Mit der Ehrennadel des Landessportbundes zeichnete er Lutz Dinger, Tino Schindler, Tilo Grüneberger, Annegret Sieber, Torsten Stieler und Michael Block aus. Michael Block und Tino Schindler kamen bereits allein auf 110 Arbeitsstunden. Sie malerten die Wände und wachsten die Bahnen neu. Dabei scheuerten sie auf allen Vieren – „wie früher die Trümmerfrauen“, scherzt Schindler. Die harte Arbeit stählte die Muskeln, das mittwochs als Baubesprechung getarnte gesellige Beisammensein schweißte die Truppe zusammen. Das sei das ganze Geheimnis des Erfolgs.

Wo auch sollte trainiert werden. Die gesamte Kegelbahn wurde im wahrsten Sinne des Wortes umgekrempelt. Fußboden, Fenster, Fassade – alles neu. Dazu kamen Dach und Dämmung. Insgesamt wurden 47 000 Euro verbaut. 20 000 Euro steuerte die Sächsischen Aufbaubank bei, 25 000 Euro die Stadt, den Rest legten die Kegler drauf. Bürgermeister Uwe Cieslack: „Die Kegler – und das ist besonders lobenswert – hatten die Fördergelder ganz selbstständig beim Landessportbund beantragt.“ Dadurch konnten sie auch ausgewiesene regionale Handwerker wie Wolfgang Keller, Frank Katzer, Axel Curth, Matthias „Mecke“ Züchner und Mario Schwarze beauftragen. Alle feierten sie bei Schnittchen und Saft mit. Vorbei schaute auch Kegelbruder Michael Maedchen, der auf der Bahn im Laufe der Jahrzehnte eine Dampf-, dann eine Pump- und nun auch noch eine Brennwertheizung einbaute.

Heiß waren die obligatorischen Fachsimpeleien: So hatte die Farbenfabrik noch bis 1992 sowohl Kegelbahn als auch Turnhalle mit Dampf beheizt. Außerdem organisierte der Trägerbetrieb über den VEB Kalichemie die Anschaffung eines für damalige Verhältnisse sensationellen Schweizer Aufstellautomaten, der in Nerchau von ungarischen Experten montiert wurde. Dieser einst valutaintensive Schweizer Aufsteller hat längst einen Nachfolger gefunden. Ein Beweis dafür, dass die Nerchauer keine ruhige Kugel schieben, sondern in die Vollen gehen.

Haig Latchinian

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es war eine Sommeridee, die jetzt mit den ersten Schneeflocken in die Tat umgesetzt wurde. Beflügelt vom Gemeinschaftsgefühl im Dorf im Rahmen der 725-Jahr-Feier wollten die Sachsendorfer spätestens in der Vorweihnachtszeit den Zusammenhalt im Ort erneut sichtbar werden lassen.

14.12.2009

Ein roter, beleuchteter Truck lockte am Freitag unzählige Menschen in die Wurzener Innenstadt. Wenn es auch an den beiden Folgetagen keinen solchen Besucheransturm gab, alleiniger Lichtblick des ersten Wurzener Festwochenendes war der Zwischenstopp des strahlenden Lasters nicht.

13.12.2009

Bis zum 20. Dezember geht es nun in Wurzens Innenstadt weihnachtlich zu. Gestern Abend 19 Uhr: Oberbürgermeister Jörg Röglin eröffnet den Weihnachtsmarkt. Stimmungsvoll ist‘s schon am Nachmittag.

12.12.2009
Anzeige