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Nerchauer Schützen sind nach drei Jahren wieder in ihrem Domizil

Tag der offenen Tür geplant Nerchauer Schützen sind nach drei Jahren wieder in ihrem Domizil

Bis September hofft der Vereinsvorsitzende Steffen Richter, dass das Domizil der Schützen in Nerchau wieder benutzbar ist. Im Herbst soll es einen Tag der offenen Tür an den Muldewiesen geben.

Blick auf die Schießanlage: Die unterirdische Einrichtung ermöglicht Wettkämpfe von 10 bis 150 Meter. Mit der Instandsetzung war die Firma Becker & März aus Tanndorf (Colditz) betraut worden.

Quelle: Thomas Kube

Grimma/Nerchau. Im Domizil des Nerchauer Schützenvereines 1882 geben sich die Handwerker die Klinke in die Hand. Bis zum vereinsinternen Schützenfest im September hofft der Vereinsvorsitzende, Steffen Richter, dass das Domizil der Schützen nicht nur wieder benutzbar ist, sondern in neuem Glanz erstrahlt.

„Die Flut 2013 hatte uns mächtig zu schaffen gemacht“, sagt Steffen Richter. 2013 wurden die Sportanlagen völlig zerstört. „Eigentlich wollten wir das Sächsische Landesschützenfest 2013 ins Muldental holen. 800 Schützen hatten sich schon angesagt. Doch die Flut machte uns einen Strich durch die Rechnung“, erinnert sich der Vereinsvorsitzende an die Situation vor reichlich drei Jahren. Allerdings hat er dieses Vorhaben noch nicht aufgegeben. Doch derzeit reichen die Kräfte dafür nicht aus. Nach der Flut mussten die Vereinsmitglieder auf benachbarte Anlagen in Dürrweitzschen oder Grimma ausweichen.“

Bereits die Flut 2002 hinterließ nur Schlamm und Gestank. Wir bauten alles wieder mit Hilfe von Spenden auf“, erinnert er sich. Eine großzügige Förderung vom Freistaat mit 80 Prozent machte den Sportsfreunden in diesem Jahr wieder Mut. „Aber 20 Prozent Eigenanteil waren für unseren Verein kein Pappenstiel. Wir haben es jedoch geschafft“, freut sich Richter. Die „arche no Va“ aus Dresden habe den Verein mächtig bei dem Eigenanteil unterstützt.

Inzwischen ist der Wiederaufbau des Vereinsdomizils am Muldeufer in vollem Gange. Priorität hatten die unterirdischen Schießanlagen aus dem Jahr 1928. Die Schießanlage ermöglicht Wettkämpfe von 10 bis 150 Meter. Mit der Instandsetzung der Anlage war die Firma Becker & März aus Tanndorf (Colditz) betraut worden. Die Mitarbeiter legten unter anderem die Schießanlage wieder frei und stellten die Dichtigkeit wieder her. Auch mussten die Kugelfänge neu angefertigt werden. Außerdem gestalteten sie die Außenanlagen. Um das Vereinsgebäude künftig besser vor Hochwasser zu schützen, musste unter anderem der Holzfußboden durch eine Art Betonschicht ersetzt werden.

Aktuell gestalten über 60 aktive Mitglieder einen Teil ihrer Freizeit an der Mulde in Nerchau. „Eine Jugendgruppe zu etablieren, wird ein Ziel des Vereins sein“, sagt Steffen Richter. Das wollen die Vereinsmitglieder jetzt wieder forciert in Angriff nehmen. Groß- und Kleinkaliber, Pistole und Gewehr, Schwarzpulverwaffen, Luftgewehr und Wurftaube mit der Flinte – die Nerchauer Sportschützen sind breit aufgestellt. „Als nächstes wollen wir auch Pfeil und Bogen anbieten“, wirbt der Vereinsvorsitzende. Um das breite Spektrum des Vereins vorzustellen, soll es im Herbst einen Tag der offenen Tür geben.

Übrigens ist auch eine funktionstüchtige Kanone im Eigentum des Nerchauer Schützenvereines 1882. Damit werden die Vereinsmitglieder die 3. Grimmaer Airlebnistage am 30. September auf den Nerchauer Wiesen eröffnen. Aber auch beim Gänsefest in Nerchau ist der Schützenverein stets mit von der Partie. Das nächste findet 2018 statt.

Von Cornelia Braun

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Grimma/Nerchau
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