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Neuanfang im Park Canitz

Neuanfang im Park Canitz

Ein-Euro-Jobber und Bundesfreiwillige versammeln sich an einem schattigen Plätzchen vor dem Park Canitz. Nach der Flut ist hier viel zu tun: Die Wassermassen haben im westlichen Teil des geschichtlichen Freigeländes und im Museum stark gewütet.

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Bei der Arbeit: Die Freiwilligen Andreas Donath (l.) und Uwe Schmenkel verlegen am Germanenhaus den Boden aus Feldsteinen.

Quelle: Andreas Röse

Torsten Fleischer, Projektleiter des Fördervereins Mittleres Muldegebiet, führt vorbei an Sandsäcken, Geröll- und Schutthaufen. "Wir sind sehr dankbar, dass so viele mithelfen", sagt der 47-Jährige. Insgesamt hat die braune Brühe einen Schaden von 50 000 Euro im Museumsbau und noch einmal soviel im Freigelände hinterlassen. Fleischer zeigt auf den Holzboden im Innern des Museums. Unter den Dielen steht noch immer das Wasser. Wie schon nach der Flut im Jahr 2002 muss der Boden komplett herausgenommen und ersetzt werden. Diesmal aber habe sich der Verein für einen Steinboden entschieden - der ist bei der nächsten Flut einfacher zu reinigen und gegebenenfalls zu reparieren. "Wir müssen damit rechnen, dass das Hochwasser öfter kommt." An seltene Jahrhundert-Ereignisse glaubt in Canitz keiner mehr.

Dieses Jahr kam das Muldewasser mit voller Wucht. Ein Deich direkt am Park war gebrochen. Noch heute klafft ein etwa hundert Meter langes Loch im Wall. Die Talsperrenverwaltung hat provisorische Spundwände aufgestellt. Anhand der abgeknickten Gräser lässt sich die Strömung des Muldewassers vom Deich quer durch den Park verfolgen: Auf dem Weg nach Norden hat es zwei Zelte mitgerissen, die Behausungen der Altsteinzeit nachempfunden waren, den Teich überspült, etwa 4000 Kubikmeter Muttererde von den Feldern getragen, eine Feuerstelle zerstört, mehrere hundert Meter Benjeshecke und einen Kohlemeiler zerstört. "Am dringendsten", sagt Projektleiter Fleischer, "ist nun die Wiederherstellung von Teich und Feuerstelle." Gerade letztere sei ein Highlight im Park Canitz: Hier können Schulklassen Korn mahlen und daraus Fladenbrot backen. Immerhin, für den Teich konnte schon ein Teil der benötigten Erde mithilfe von Spenden beschafft werden. Ein großer Erdhaufen säumt nun den Weg. Mit einer Schubkarre macht sich ein Arbeiter daran zu schaffen.

Im nördlichen Teil des Freigeländes hat das Wasser Lehmwände und -böden der Germanen-Häuser weggespült. "Dank des Engagements von Firmen, der Stadt Wurzen und vieler Freiwilliger konnten in den Hütten bereits neue Böden aus Feldstein verlegt werden", erklärt der Projektleiter, während hinter ihm gehämmert wird. Für die Wiederherstellung des Freigeländes fehlt noch ein Großteil der finanziellen Mittel. Der, so die Hoffnung des Vereins, könnte über weitere Spenden reinkommen.

Am wichtigsten sei die Arbeit der Freiwilligen: Die klopfen gerade am neuen, flutresistenten Steinboden, ehe sie in die Mittagspause gehen.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.07.2013

Lisa Berins

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