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Neue Attraktion im Geopark: Felsenbauer erschaffen Vulkan-Landschaft in Röcknitz

Kletter-Spaß im Geopark Neue Attraktion im Geopark: Felsenbauer erschaffen Vulkan-Landschaft in Röcknitz

Hoch hinaus geht es in Röcknitz (Gemeinde Thallwitz). Felsenbauer aus der Lausitz haben aus 35 Tonnen Spritzbeton eine Kletterlandschaft modelliert, die unter dem Namen „Fred Porphyrstein“ jetzt offiziell eröffnet wurde und als neue Attraktion des Geoparks gilt.

Spielvergnügen im Geopark Porphyrland: Mehrere Lava-Rutschen krönen den neuen Rast- und Spielplatz am Röcknitzer Geoportal.

Quelle: Frank Schmidt

Thallwitz/Röcknitz. Die steilen Wände eines feuerspeienden Vulkans können Kinder jetzt in Röcknitz erklimmen. Im Auftrag der Gemeinde Thallwitz entstand für rund 200 000 Euro ein Rastplatz, der seinem Namen „Fred Porphyrstein“ alle Ehre macht. Rund ums Thema Vulkanismus dreht sich das Spiel-Eldorado am Eingang zum Herrenhaus. Während vor Jahrmillionen Urgewalten die Landschaft des heutigen Geoparks formten, vertraute die Kommune auf die Felsenbauer der Cottbuser Firma „built a rock“.

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Für rund 200 000 Euro entstand im Auftrag der Gemeinde Thallwitz ein neuer Rastplatz am Röcknitzer Herrenhaus. Die Attraktion bereichert das Angebot im Geopark Porpyhrland und nimmt Bezug auf die geologische Vergangenheit und die Klettertradition der Region.

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Im Zentrum des Rastplatzes erhebt sich der neue Hingucker des traditionsreichen Steinarbeiterdorfes – der Röcknitzer Krater. Nach dem obligatorischen Banddurchschnitt gab es am Dienstagnachmittag kein Halten mehr. Auch die Röcknitzerin Gesine Matthäus hatte Mühe, ihre Enkel Janis und Sinja hinter dem Absperrband zu besänftigen. Wie Dutzende andere Mädchen und Jungen enterten sie anschließend den Vulkan, rutschten nach Herzenslust auf roten Lava-Linien und genossen die Aussicht vom Kraterrand. Wer nicht hoch hinaus wollte, erkundete das Innere des Vulkans. Über zwei Kriechröhren erreicht man eine Höhle, in der sich ein Schlauchophon versteckt – zur internen Krater-Kommunikation.

„Klettern als Thema des Rastplatzes bot sich mit Blick auf den Geopark an“, erklärte der Thallwitzer Bürgermeister Thomas Pöge. Die Gemeinde ist nicht nur Austragungsort des jährlichen Bergfilmfestivals, Kletterfreunde des Deutschen Alpenvereins nutzen auch die Wände im Steinbruch Holzberg bei Böhlitz. Diesen Klettertrend greift der neue Treffpunkt am Geoportal Röcknitz spielerisch auf. Vom Kriechen, Rutschen, Klettern, Hangeln, Schaukeln, bis zum Steigen werden die Kinder motiviert, die steinige Erlebniswelt zu erobern. „Wir erhoffen uns, dass dadurch noch mehr Besucher auf den Geopark Porphyrland aufmerksam werden“, so dessen Managerin Kerstin Fiedler. Röcknitz sei damit das erste Geoportal der Region mit einer Attraktion speziell für Familien. „Während die Eltern die Ausstellung zur geologischen Vergangenheit im Herrenhaus besuchen, kann der Nachwuchs den Vulkan erklimmen. Diese Kombination dürfte einzigartig sein“, schwärmte die Diplom-Geologin. Der Wermsdorfer Designer Lars Hoschkara, von dem erste Entwürfe stammen, zeigte sich zur Eröffnung begeistert: „Es ist einfach nur toll, wie die Umsetzung gelungen ist.“

Die Felsenbauer legten sich bereits auf ihrem Firmengelände in Cottbus mächtig ins Zeug, damit der Vulkan etwas her macht. „So wurde die gesamte Anlage im Maßstab 1:25 nachgebaut, um an Einzelheiten zu feilen“, verriet Thomas Pöge. Selbst die Farbgebung wurde nicht dem Zufall überlassen. Diplom-Geograf Wolfram Heidenfelder, einer der Geopark-Akteure der ersten Stunde, kam mit Porphyrgestein vorbei, um einen möglichst authentischen Ton zu treffen. Obwohl die Spielplatzbauer aus der Lausitz deutschlandweit Kletterträume wahr machen, war der Röcknitzer Auftrag eine besondere Herausforderung. „Es war unser erster Vulkan, bei dem wir uns natürlich angestrengt haben“, lächelte Vertriebschef Ragnar Nowak. Die Firma errichtet ihre Kletterfelsen aus Spritzbeton. „Damit sind wir in der Lage, alle Wünsche optimal umzusetzen.“ So wurden am Vulkan Klettergriffe einmodelliert und eine Boulderwand errichtet. Lediglich der TÜV bremste den Höhenflug aus. „Bei öffentlichen Spielplätzen ist bei drei Metern Schluss. Sonst wäre der Vulkan noch höher geworden.“ Credo des Firmenchefs Jens Brand: „Es reicht nicht, wenn Kommunen irgend etwas im Katalog ankreuzen und anliefern lassen.“ Besser sei, die Beteiligten in Gestaltung und Umsetzung einzubeziehen.

Und diese Zusammenarbeit klappte in Röcknitz perfekt. Einige Teile, wie die Slackline-Kombination und eine Sonnen-Uhr, wurden in Cottbus vormodelliert, bevor sie per Lkw zum Ausbruchsort transportiert wurden. Den Rest erledigten die Steindesigner an Ort und Stelle. Insgesamt wurden rund 35 Tonnen Spritzbeton verbaut und 16 Kubikmeter Felsen erschaffen.

Heimvorteil haben übrigens die Steppkes der Röcknitzer Kita. Sie müssen nur aus der Tür fallen, um die neue Kletterwelt erobern. „ Es ist einfach nur toll, wie sich die Gemeinde und unser Bürgermeister dafür ins Zeug gelegt haben“, lobte Kita-Chefin Ulla Klandt. Zum Dank hatten Eltern und Erzieher das passende Backwerk parat: Phantasievolle Vulkan-Kuchen, die sich die Gäste der offiziellen Erstbesteigung schmecken ließen.

Von Simone Prenzel

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