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Wurzen Neue Drohanrufe: Anrufer löst Alarm in Heimen in Brandis und Zwenkau aus
Region Wurzen Neue Drohanrufe: Anrufer löst Alarm in Heimen in Brandis und Zwenkau aus
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14:46 17.10.2017
Die Seniorenresidenz im Polenzer Schloss wird evakuiert. Quelle: Frank Schmidt
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Landkreis Leipzig

Der Täter, der am Sonntag und Montag Bombendrohungen gegen fünf Altenheime richtete hat offenbar noch nicht genug – Dienstagmittag ging ein Drohanruf in einem Polenzer Seniorenheim ein. 43 Menschen sind betroffen. Wenig später erhielt auch eine Zwenkauer Einrichtung die Drohung, eine Bombe würde im Gebäude versteckt sein.

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Nach Groitzsch in der Nacht zu Montag sind am Montag auch Altenheime in Grimma, Wurzen, Geithain und Markranstädt bedroht worden und mussten größtenteils evakuiert werden.

Die Einsatzkräfte sind vor Ort. Die Polizeidirektion Leipzig bittet die Einrichtungen dringend darum, sofort Kontakt mit der Polizei aufzunehmen und das weitere Vorgehen (Evakuierung) erst mit den eintreffenden Beamten abzustimmen. Die Polizei weist zudem eindringlich darauf hin, dass anonyme Bombendrohungen kein Kavaliersdelikt darstellen. Es drohen beim Bekanntwerden des Anrufers drastische Strafen und der Polizeieinsatz wird ebenfalls in Rechnung gestellt.

Im aktuellen Fall der Bedrohungsserie gegen fünf Altenpflegeheime im Landkreis Leipzig hat die Staatsanwaltschaft Leipzig die Ermittlungen übernommen. Die Polizeidirektion Leipzig konzentrierte sich am Dienstag auf die Vernehmung derjenigen Personen, die die Anrufe des weiterhin unbekannten Täters entgegengenommen haben. Wie eine Pflegedienstleiterin ausgesagt hatte, soll es sich zumindest in einem Fall um einen Mann handeln, der von einem Anschluss mit unterdrückter Nummer die Bombendrohungen gegen die Einrichtungen in Groitzsch, Grimma, Markranstädt, Wurzen und Geithain gerichtet hatte.

Bombendrohungen gegen Altenpflegeheime im Landkreis Leipzig

16./17. Oktober 2017: Nach einer Drohung gegen das Groitzscher Seniorenheim „Katharina von Bora“ am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr, folgen am Montagmorgen weitere Drohanrufe gegen das Grimmaer Caritas-Heim „Claudine Thévenet“ (8.03 Uhr), das Markranstädter Heim „Am Park“ (8.09 Uhr) sowie gegen eine Einrichtung der Altenheimgesellschaft Muldental in Wurzen (15.40 Uhr) und das Geithainer Seniorenheim Am Stadtpark (15.50 Uhr).

7. August 2017: Nach einer anonymen Bombendrohung gegen das Seniorenpflegeheim Borna-West in der Bergmannstraße mussten alle Bewohner der Einrichtung in Sicherheit gebracht werden. Mehrere Dutzend Feuerwehrleute und vor allem Kräfte des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes sorgten dafür, dass die älteren und zum Teil bettlägerigen Menschen vorübergehend in einem Ausweichquartier unterkamen.

13. März 2010: Das Bornaer Altenpflegeheim Carl-Heinrich-Haus in der Lausicker Straße erhält eine anonyme Bombendrohung. Alle 83 Heimbewohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Bombendrohung hatte einen Großeinsatz von mehr als 100 Helfern von Feuerwehr, Polizei und medizinischem Personal ausgelöst.

14. Januar 2010: Das Seniorenheim „Am Stadtpark“ in Geithain muss nach einer Bombendrohung evakuiert werden. Etwa 150 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

27. September 2009: Ein männlicher Anrufer droht dem Seniorenheim „Am Schwarzholz“ in Kitzscher: „In einer Stunde wird eine Bombe hochgehen.“ 67 Bewohner werden in Sicherheit gebracht.

18. Mai 2000: Im Markranstädter Awo-Seniorenheim „Am See“ geht der Drohanruf am Vormittag ein. Eine weibliche Stimme drohte damals: „Halb vier geht eine Bombe hoch, die Alten müssen weg“.

Von Thomas Lieb

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