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Wurzen Neue Kletterkombi für den Beuchaer Spielplatz
Region Wurzen Neue Kletterkombi für den Beuchaer Spielplatz
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07:14 01.07.2018
Neugestaltung: Der von Linden gesäumte Spielplatz nahe der Grundschule soll in Kürze neue Spielgeräte erhalten. Quelle: Ines Alekowa
Brandis/Beucha

Der Spielplatz in Beucha zwischen Grundschule und Kindertagesstätte soll neue Spielgeräte erhalten. In Nachbarschaft zu den mehrgeschossigen Wohnblöcken an der Kleinsteinberger Straße, wo viele Familien wohnen, hat er sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt und soll mit der Umgestaltung an Attraktivität gewinnen. Der Technische Ausschuss vergab den Auftrag über rund 43 400 Euro an die Firma Kompan, den einzigen Bieter nach öffentlicher Ausschreibung. Die Gesamtkosten für den Platz belaufen sich auf 55 400 Euro, 80 Prozent werden über das Leader-Programm gefördert. Nach dem grünen Licht aus dem Ausschuss wurden bereits erste Absprachen mit Kompan getroffen. Noch in dieser Saison soll der neue Spielplatz eröffnet werden.

Klettertürme, Hängebrücke, Schaukel und Balancierbalken – der jetzige Spielplatz sieht eigentlich noch ganz passabel aus. Doch der Eindruck täuscht. „Mit bloßem Auge ist der Zustand für Laien schwer erkennbar. Aber die Geräte sind verschlissen“, erklärte Bürgermeister Arno Jesse (SPD). Der Aufwand für Wartung und Instandhaltung sei zu hoch. Ersetzt werden soll die 2006 aufgestellte Fichtenholzkonstruktion durch eine „Schauspielarena“ und einen „Schauspielbogen“ – zwischen metallene Bögen gespannte Seile, Netze und Polyestergewebe. Sie bieten laut Hersteller „ein ganzes Universum an abwechslungsreichen Spielaktivitäten mit Abenteuercharakter“. Vielfältige Balance-Herausforderungen wie Schaukeln, Wiegen und Hüpfen kämen dem Bewegungsdrang der Kinder entgegen, förderten deren Gleichgewichtsinn. Die Geräteauswahl, so Bauhofleiter Günther Koch, sei auch unter dem Aspekt der Inklusion erfolgt. Eine Schaukelkombination sowie Sitzgelegenheiten sollen das Ensemble ergänzen.

Für mehr Bewegungsmöglichkeiten: Diese Schauspielarena ist eines der Elemente, das in Beucha aufgestellt wird. Quelle: Corocord Raumnetz GmbH, Berlin

Bärbel Uhlig (BVB) genügte das nicht: „Schade, dass wir nicht bei Holz bleiben“, stellte sie die Frage nach der Ästhetik. Der stellte Koch pragmatische Erwägungen gegenüber: „Wir kriegen das auf Dauer nicht hin, die Holzgeräte alle zwei Jahre zu streichen. Um Ansehnlichkeit und Sicherheit zu gewährleisten, sollten wir auf andere Materialien setzen“, empfahl er. Hans Ross (BVB) unterstrich das mit praktischen Erfahrungen: „In der Musikarche stehen seit sechs Jahren Spielgeräte aus Metall und Kunststoff. Es gibt keinerlei Verschleiß.“ An der Wurzener Straße hat auch die Stadt bereits auf Alternativen gesetzt. „Die werden sehr gut angenommen, es gibt auch weniger Vandalismus“, weiß Mario Winkler (BVB). „Kindern ist das Material egal, Hauptsache, das Ding bewegt sich“, vermutete er. Ulrich Gäbel (Linke) wollte das doch etwas genauer wissen. „Wurden die Kinder mal gefragt?“ Jesse verneinte. „Aber sie würden sich für die Vielfalt an Bewegungsmöglichkeiten und nicht für Holz entscheiden“, zeigte er sich überzeugt. Darüber hinaus vertraue man der Expertise von Kompan, nach eigenen Worten weltweit einer der größten Hersteller für Outdoor-Spielplatzgeräte. Am Ende überwog Pragmatismus. Der Bürgermeister begrüßte das: „Durch Reduzierung des Wartungsaufwandes stehen Kapazitäten des Bauhofes für andere Pflichtaufgaben zur Verfügung.“

Die Stadt hat insgesamt acht öffentliche Spielplätze, für deren Sicherheit der Bauhof zuständig ist. Hinzu kommen weitere vier in städtischen Kindereinrichtungen und Schulen. Zuletzt wurden die beiden Spielplätze an der Wurzener Straße (2016) sowie der auf dem Grünzug hinter der Wohnbebauung Wurzener Straße/Nordstraße (2011) erneuert, ebenfalls mit Fördermitteln. Handlungsbedarf besteht laut Information aus dem Rathaus als Nächstes am Lindenring in Beucha. Dort muss ebenfalls eine komplette Erneuerung erfolgen. Teilweise wurden schon Spielgeräte entfernt, weil die Sicherheit nicht mehr gewährleistet war. Im Doppelhaushalt 2019/2020 sieht die Verwaltung für Investitionen in Spielplätze pro Jahr 50 000 Euro vor – der Etat ist allerdings noch nicht beschlossen.

Von Ines Alekowa

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