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Wurzen Neue Schilder enthüllt: Machern grüßt jetzt an französischer Fernstraße
Region Wurzen Neue Schilder enthüllt: Machern grüßt jetzt an französischer Fernstraße
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06:00 23.09.2016
Ein Schild mit den Namen der Partnerkommunen Machern und LInden wird an der Straße zwischen Paris und Saarbrücken enthüllt. Quelle: privat
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Machern/Macheren

Eine Gruppe Macherner Seniorinnen und Senioren nahm gemeinsam mit Bürgermeisterin Doreen Lieder und Bürgermeister a.D. Frank Lange am XI. Internationalen Seniorentreffen in Macherns französischer Partnergemeinde Macheren teil. Auf seinem Weg nacn Frankreich machte der Bus auch Halt in der hessischen Partnerstadt Linden, wo weitere Teilnehmer zustiegen. Herzlich war der Empfang der Delegationen aus Deutschland und Österreich in Macheren durch die Vizebürgermeister Claude Schäfer und Sabine Dome sowie den Präsidenten des Partnerschaftsvereins „Macheren ohne Grenzen“ Dominique Schmitt. Die insgesamt fünf Tage boten ein abwechslungsreiches Programm.

Der erste Tag stand ganz im Zeichen der internationalen Partnerschaft. Am Ortseingang des Macherener Ortsteils Moulin Neuf direkt an der RN 3 Paris – Saarbrücken kündet jetzt eine neue Tafel von der Städte- und Gemeindepartnerschaft mit Machern und Linden. Macherns Bürgermeisterin Doreen Lieder war bei der Enthüllung gern behilflich. Weitere Tafeln schmücken nun auch die anderen Ortseingängen der 4000-Einwohner-Kommune nahe der deutschen Grenze. Am Nachmittag stand die Besichtigung des europäischen Parlaments in Straßburg mit Teilnahme an der leider nur mäßig besuchten Debatte zur Wahrung der Menschenrechte in Polen an.

Am zweiten Tag wurde den Teilnehmern die wirtschaftliche Vergangenheit und Zukunft der Region Lothringen näher gebracht. „Hier wurden viele Parallelen zu unserer Heimatregion im Leipziger Land deutlich“, schildert Frank Lange. „Nach dem Ausstieg aus der Steinkohleförderung Mitte der 90iger Jahre des letzten Jahrhunderts stand die Region vor einem großen wirtschaftlichen Wandel. Zahlreiche Arbeitsplätze mussten in anderen Bereichen neu geschaffen werden.“

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Lothringer Bergbautradition mit der Besichtigung des Schaubergwerks in Klein Rosseln. Besonders interessant war dieser Tag für den 87-jährigenKarl-Heinz Ulbrich. Der jetzt im Bielefeld wohnende Ex- Macherner war vor 70 Jahren als Hilfshauer im gleichen Revier tätig. Der Rohstoffreichtum an Eisenerz und Steinkohle war es auch, der Lothringen immer wieder zum Spielball der Mächte Frankreich und Deutschland machte. So stand der dritte Tag unter dem Thema Erinnerung und Besinnung. Nachdem zu Beginn des Tages die Kirchen in Macheren besichtigt wurden und eine kleine Andacht abgehalten wurde, ging es zur Ligne Machinot, jener Grenzbefestigungsanlage aus den 30er Jahren, die Frankreich vor einem deutschen Angriff schützen sollte.

Neben dem umfangreichen Programm blieb für Bürgermeisterin Doreen Lieder noch Zeit die Grundschule und den Kindergarten in Macheren zu besuchen, um dort für den Gedanken der Partnerschaft zu werben.

Am letzten Tag beendete das gemeinsame Singen des Liedes „Wahre Freundschaft“, das zur Hymne der Seniorenbegegnung geworden ist, das freundschaftliche Treffen der drei Nationen – in der Hoffnung, viele Teilnehmer im nächsten Jahr zum XII. Seniorentreffen in Machern wieder zu sehen.

Das internationale Seniorentreffen habe sich als tragende Säule in der Städte- und Gemeindepartnerschaft etabliert. „Wer einmal eine der vielen Veranstaltungen besucht hat, spürt die enge Verbundenheit der Teilnehmer, egal ob diese aus Österreich, Frankreich, Hessen oder Sachsen stammen“, heben Frank Lange und Doreen Lieder hervor. „Es ist gerade jetzt in einer schwierigen Zeit für den europäischen Gedanken wichtig, durch derartige Aktivitäten andere Kulturen zu erleben und die Menschen einander näher zu bringen.“

Von Simone Prenzel

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