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Wurzen Neuer Verein Johannas Höh’ richtet erstmals Pyrnaer Turmfest aus
Region Wurzen Neuer Verein Johannas Höh’ richtet erstmals Pyrnaer Turmfest aus
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00:18 28.06.2017
Eine Tradition lebt fort: Erstmals haben in diesem Jahr die Mitglieder des in Gründung befindlichen Turmvereins Johannas Höh’ das Turmfest ausgerichtet. Quelle: Foto: Roger Dietze
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Wurzen/Pyrna

Vom Turm Johannas Höh’ in Pyrna kann man bei klarem Wetter den Blick weit ins Land schweifen lassen. Eher kurzfristig ausgerichtet waren demgegenüber in den vergangenen Jahren die Planungen des traditionellen Turmfestes. Was einerseits eine Folge der Auflösung des Männerchores Burkartshain war, in dessen Händen die Organisation der Festivität seit dem Mauerfall lag. Und was zum anderen darin begründet lag, dass der kurzfristig in die Bresche gesprungene Burkartshainer Carnevalsclub nicht für eine dauerhafte Weiterführung zur Verfügung stand.

Guter Rat war also teuer, weshalb Ortsvorsteher Peter Poppe im vergangenen Frühherbst zur Krisensitzung einlud, die mit Plänen zur Gründung eines Turmvereins Johannas Höh’ ein erfolgreiches Ende nahm. Am Freitagabend konnte im Rahmen der 25. Auflage der Traditionsveranstaltung auf deren erfolgreiche Zukunft angestoßen werden. „Das ist eine begrüßenswerte Entwicklung, denn es ist sehr schön, dass sich engagierte Leute zusammengefunden haben, die diese regionale Tradition fortsetzen wollen“, freute sich auch die Wurzener CDU-Landtagsabgeordnete Hannelore Dietzschold.

Kopf der knapp ein Dutzend engagierten Leute ist der Pyrnaer Frank Fleischer. „Als in jener September-Runde das Thema Vereinsvorsitz zur Sprache kam, habe ich sofort gespürt, dass alle Blicke auf mir ruhten“, sagt er. Lange musste er damals nicht überredet werden. „Der Turm ist ein schönes Fleckchen Heimat, weshalb ich den Vorsitz auch sehr gern übernommen habe, wenngleich ich zugeben muss, dass ich den verwaltungstechnischen Aufwand ein wenig unterschätzt habe“, so der 53-Jährige.

Er weiß um den Stellenwert des Ausflugszieles in der Region. „An schönen Wochenenden kommen insbesondere zahlreiche Familien hierher, die oft viele Stunden lang bleiben und aufgrund der exponierten Lage ihre Kinder in einem Umkreis von 500 Meter im Blick behalten können“, sagt er.

Am Freitagabend indes hatten sich zumindest, bevor zu vorgerückter Stunde die Nerchauer Musikgruppe „Eismann & Freunde“ am Lagerfeuer aufspielte, mehrheitlich die Vertreter der reifen Jahrgänge auf den Weg zu Johannas Höh’ gemacht. Um es sich dort bei Gegrilltem und musikalisch-instrumentalen Darbietungen des Posaunenchores der evangelischen Kirchgemeinde Nemt-Burkartshain-Nitzschka, des gemischten Chores Kühren und des Männerchores Nemt gut gehen zu lassen.

Letzterer Klangkörper gehört quasi in Pyrna zum Inventar, ist von der Premiere an mit von der Turmfest-Partie. „Umso mehr begrüßen wir es, dass diese schöne Tradition eine Fortsetzung findet“, so der musikalische Leiter Roland Wengler (80), dem sein Vorsitzender Heinz Hempel beipflichtet. „In den vergangenen Jahren stand das Fest ja auf der Kippe. Dass sich jetzt eigens ein Verein gegründet hat, ist eine sehr feine Sache“, meint der 82-Jährige.

Wobei der Turmverein laut seines Vorsitzenden sein Engagement nicht ausschließlich auf die Festivität beschränkt wissen will. „Wir haben in diesem Jahr bereits einige Turmzinnen und Bänke erneuert und wollen auch künftig in diesem Bereich im Rahmen unserer Möglichkeiten aktiv werden“, blickt Frank Fleischer zurück wie auch nach vorn.

Von Roger Dietze

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