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Wurzen Grünes Licht für Bauwillige in Altenbach
Region Wurzen Grünes Licht für Bauwillige in Altenbach
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12:06 15.03.2019
Bauen ist jetzt hier möglich: rechts und links der Straße "Am Badeteich" in Neualtenbach. Quelle: Google Maps
Bennewitz/Altenbach

Gleich für zwei kleinere Baugebiete ebnete der Bennewitzer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Weg – für die Gebiete „Am Anger“ in Altenbach und „Am Badeteich“ in Neualtenbach. Nach der öffentlichen Auslegung wurden jetzt die Bedenken und Anregungen der Träger öffentlicher Belange abgewogen – von Bürgern gab es keine Einsprüche – und die Bebauungspläne jeweils einstimmig als Satzung beschlossen.

Mehr Bürger in Bennewitz

Beide Gebiete sind keine Neubaugebiete auf der grünen Wiese, sondern es werden bereits genutzte Flächen weiterentwickelt. Die Gemeinde Bennewitz möchte auf diesem Weg bauwilligen Interessenten Bauland zur Verfügung stellen. „Nach aktuellem Stand (September 2018) gibt es in der Gemeinde Bennewitz einen zusätzlichen Bedarf von circa 80 Grundstücken, die momentan nicht zur Verfügung stehen“, konstatiert das Macherner Planungsbüro Hanke, das beide B-Pläne erarbeitet hat. Das 1990 entstandene große Wohngebiet „Auf dem Wiesenberg“ in Altenbach ist ausgebucht. Eine Nachverdichtung der dörflichen Struktur in den letzten 20 Jahren hat ebenfalls dazu geführt, dass es nur wenige offene Grundstücke gibt. Entsprechend positiv entwickelten sich die Einwohnerzahlen in der Gemeinde. Waren es Ende 2013 noch 4944, so meldete das Statistische Landesamt Mitte vergangenen Jahres 5016. Ende 2018 wurde in Altenbach-West noch einmal ein größeres Baugebiet für circa 20 Einfamilienhäuser eingeweiht. Für die Entwicklung des Ortsteiles spricht das Ziel des Regionalplanes, neue Baugebiete vorrangig in Siedlungen auszuweisen, die gut über den ÖPNV an benachbarte zentrale Orte angeschlossen sind. Und Altenbach verfügt sowohl über eine Bus- als auch eine S-Bahn-Haltestelle.

Abrundung des Ortsrandes

Das Areal „Am Anger“ umfasst acht Flurstücke, insgesamt 10700 Quadratmeter Fläche. Ziel der Planung ist es, die vorhandene überwiegende Wohnnutzung mit einem geringen Anteil an anderen gewerblichen Nutzungen, die ersterer nicht widersprechen, zukünftig zu erhalten und fortzuentwickeln. Zulässig sind hier noch wenige Einzelhäuser. Da hier keine neuen Flächen beansprucht werden, sondern lediglich der Bestand geordnet wird, sieht die Gemeinde hier keine Zersiedlung der Landschaft, sondern eine Abrundung des nordwestlichen Ortsrandes. Den B-Plan „Am Badeteich“ hatte der Gemeinderat erst im Dezember 2018 zur Auslegung bestimmt, seine Aufstellung allerdings schon 2015 beschlossen. Der Bürgermeister wollte damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Eine Antwort auf die Aufhebung des Baurechts in Sonderbau-, also auch Wochenendgebieten, geben und zugleich eine Basis für die Errichtung von Wohngebäuden schaffen.

Planareal „Am Badeteich“ verkleinert

Das Interesse der Grundstückseigentümer allerdings hielt sich in Grenzen. Von ursprünglich 27 Interessenten blieben nur fünf übrig. Das Planareal wurde deshalb um circa 60 Prozent auf 10500 Quadratmeter verkleinert, die Wochenendgebiete wurden ganz herausgenommen. Der B-Plan ermöglicht nun bis zu elf Wohnbaugrundstücke. Da bereits Bausubstanz vorhanden ist, wird nur eine unwesentlich höhere Verdichtung stattfinden, und es wird auch davon ausgegangen, dass sich das Gebiet deshalb nur punktuell und sehr langsam entwickelt. Um den Grüncharakter zu erhalten, wird die Grundflächenzahl von den in reinen Wohngebieten möglichen 0,4 auf 0,3 reduziert. Da das nördliche Neualtenbach keine städtebauliche Wirkung nach außen besitzt, wird auf Vorgaben, wie zu Dachform, Firstrichtung oder Fassadengestaltung für die hier zulässigen Einzel- und Doppelhäuser verzichtet, lediglich die Vollgeschosse werden auf eines begrenzt.

Von Ines Alekowa

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