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Neues Domizil für Straßen-Instandhalter nimmt Konturen an

Landkreis Leipzig Neues Domizil für Straßen-Instandhalter nimmt Konturen an

Für die 30 Mitarbeiter der Straßenmeisterei Wurzen wird derzeit im Gewerbegebiet Wurzen-Nord ein neuer Betriebshof errichtet. Die Fertigstellung ist für Ende Oktober /Anfang November geplant.

In vollem Gange sind die Bauarbeiten für die neue Straßenmeisterei im Gewerbegebiet Wurzen-Nord.

Quelle: Thomas Kube

Wurzen. Ein Kran dreht sich weithin sichtbar auf der Baustelle der neuen Straßenmeisterei in Wurzen. Am Rande des örtlichen Gewerbegebietes war im Juli vorigen Jahres der Grundstein für das Domizil der Straßen-Instandhalter gelegt worden. „Am weitesten ist das Betriebsgebäude gediehen“, berichtet Claudia Krause bei einem Gang über die Baustelle. Die Mitarbeiterin im Straßen- und Hochbauamt des Landratsamtes betreut das Vorhaben von den ersten Entwürfen bis zur Fertigstellung. Mit rund fünf Millionen Euro stellt der Neubau die derzeit größte Investition des Landkreises dar. „Und auf lange Sicht ist auch kein umfangreicheres Vorhaben in Sicht“, schätzt die Verantwortliche ein.

Der Handlungsbedarf, für die 30 Mitarbeiter einen neuen Betriebssitz zu finden, war seit Jahren bekannt. Die Straßenmeisterei in der Domstadt gilt als Problemfall. Zu klein, die Gebäude zu alt, keine Erweiterungsflächen. Zudem gab es am jetzigen Domizil kaum Unterstellmöglichkeiten für die Technik und keine ausreichenden Lagerkapazitäten. Bisher sind die Mitarbeiter auf drei Adressen verteilt. Neben dem Hauptsitz wird das Salz in einer Halle in Kornhain gelagert – acht Kilometer weit weg. Ein weiteres Objekt muss für Technik angemietet werden.

Künftig finden in Wurzen alle optimale Bedingungen vor. Peter Schneider, Chef der Straßenmeisterei, verfolgt den Baufortschritt und dokumentiert mit Fotos. „Das wird für alle Mitarbeiter eine große Erleichterung“, sehnt er die Fertigstellung herbei.

Auch für die Anwohner des jetzigen Domizils dürfte der Umzug ein Freudentag werden. „Bei Eiseskälte müssen die Kollegen früh um 3 Uhr ihre Fahrzeuge anlassen. Das ist für die Nachbarn natürlich kein Vergnügen.“ Am neuen Standort werde sich das gesamte Arbeitsregime viel optimaler gestalten, ist Schneider überzeugt. Eine große und eine kleine Kfz-Halle bieten für den gesamten Fuhrpark Platz. Man ist schnell auf der neuen Wurzener Umgehungsstraße. Und unmittelbare Anwohner werden auch nicht in ihrem Schlaf gestört, wenn die Trupps noch in der Nacht ausrücken.

Gebaut wird unter anderem noch an der  großen Kfz-Halle für den Fuhrpark der Straßeninstandhalter

Gebaut wird unter anderem noch an der großen Kfz-Halle für den Fuhrpark der Straßeninstandhalter.

Quelle: Thomas Kube

Das 12 550 Quadratmeter große Gelände zwischen Schütz- und Bäßlerstraße erwarb der Kreis von der Stadt Wurzen. Im Betriebsgebäude „befinden sich künftig auf zwei Etagen die Aufenthaltsräume, auch Garderoben, Sanitär- und Duschräume sowie eine kleine Teeküche“, erläutert Claudia Krause. Letzte Handwerker wuseln über die Flure. Frische Farbe wird dem Treppenhaus verpasst.

Ansonsten kommt das Gebäude ohne Schnickschnack aus. Lediglich an der Fassade wird passend zur orangen Arbeitskluft der Beschäftigten auch die Farbgebung etwas aufgelockert. Exakt 444 Quadratmeter misst das Betriebsgebäude. Auch die Maße der großen und der kleinen Fahrzeughalle sind mit 630 beziehungsweise 414 Quadratmetern beachtlich. Hinzu kommt eine 500 Quadratmeter große Lagerhalle. „Die große Kfz-Halle wird teilweise beheizt sein“, erläutert Claudia Krause, das auch hier Erleichterungen zu erwarten sind. Waschanlage, Werkstatt und Schilderlager gehören ebenso zum Objekt.

„Rund 60 Prozent des Gesamtvorhabens sind fertiggestellt“, schätzt die Bau-Verantwortliche ein. „Der milde Winter hat uns natürlich in die Karten gespielt.“ Auch sämtliche Firmen würden gut mitziehen, freut sich die Mitarbeiterin des Sachgebietes Hochbau und Liegenschaften. „Das hat man bei Baumaßnahmen dieser Größenordnung nicht immer.“ Noch nichts zu sehen ist lediglich vom Salzlager, das bis zum Sommer noch errichtet wird. Die Halle soll Platz für 1200 Tonnen Trockensalz bieten. Zusätzlich werden die Winterdienstfahrzeuge mit Sole betankt. Hierfür werden noch ein Soleerzeuger und ein Vorratstank installiert. „Die Beladung der Fahrzeuge wird dann viel einfacher“, erklärt Peter Schneider.

Die Fertigstellung der Straßenmeisterei soll laut Landkreis spätestens Ende Oktober/Anfang November erfolgen.

Von Simone Prenzel

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