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Wurzen Nicht auf Tagesreise schicken
Region Wurzen Nicht auf Tagesreise schicken
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08:51 17.09.2009
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. Das fordert Wurzens Oberbürgermeister Jörg Röglin vor dem Hintergrund der kürzlich angestoßenen Diskussion um den Standort der Wirtschaftsförderung Leipziger Land GmbH (Will). Röglin sagte, dass sich Wurzen durchaus als Zweigstelle der Will anböte.

Ende August waren Gerüchte aufgekommen, die Verwaltungsspitze des Landkreises wolle den Sitz der Will von Borna ins Muldental verlagern.

Angebliche Ideen hatten Landrat Gehard Gey und Will-Chef Rolf Müller-Syring allerdings als nicht existent zurückgewiesen. Vielmehr, so betonten beide, solle sich die Will unter den neuen Gegebenheiten – gemeint ist der größer gewordene Kreis nach der Verwaltungsreform, d. Red. – „neu profilieren“. Dabei gelte es insbesondere, „neue Geschäftsfelder im Muldental zu entwickeln“. Das schließe auch eine engere Zusammenarbeit mit dem Haus der Wirtschaft in Grimma ein. Das Objekt habe zwar eine andere strukturelle und inhaltliche Ausrichtung, stehe aber der Wirtschaft als Informationszentrum seit Jahren zur Verfügung. Weitere regionale Einrichtungen, so Gey und Müller-Syring, seien ebenfalls in das Netzwerk der Wirtschaftsförderung einzubeziehen.

Hier setzt der Wurzener Rathauschef Jörg Röglin an. Grundsätzlich begrüße er die jüngste Diskussion um die Wirtschaftsförderung im Landkreis. „Mit der Will, die ihren Ursprung im Leipziger Land hat, und dem Haus der Wirtschaft in Grimma verfügt die Region über zwei Anlaufpunkte für Unternehmen und Investoren, die ihre Zusammenarbeit stärken müssen.“ Die kürzlich aufgekommene Standortdebatte bezeichnete der Ortschef als „unnötig“. Vielmehr gelte es, die Kräfte zu bündeln und sich zu ergänzen. „Das A und O guter Wirtschaftsförderung sind kurze Wege für Unternehmer und Investoren“, so Röglin. In dieser Hinsicht gebe es für Interessierte aus dem Wurzener Bereich momentan zum Haus der Wirtschaft in Grimma keine Alternative.

Das Wurzener Stadtoberhaupt regte deshalb an, dass bei der von Gey und Müller-Syring betonten Einbeziehung weiterer regionaler Einrichtungen „Wurzen verstärkt in den Fokus der Netzwerker geholt werden muss“. Die Stadt sei mit ihren Firmen einer der stärksten Industriestandorte im Kreis. „Sollte die Will“, so Röglin, „also von Borna aus ihre Arbeit auf den gesamten Kreis ausweiten und neue Anlaufpunkte planen, wäre es wünschenswert, die Investoren und Gewerbetreibenden aus Wurzen und Umgebung nicht auf Tagesreisen nach Borna zu schicken.“ Wurzen böte sich auf Grund seiner Lage, seiner aktuellen Bedeutung als Industriestandort durchaus als Standort einer Will-Zweigstelle an, so der Rathauschef.

Drago Bock

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