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Wurzen Nur wenige Helfer beim Frühjahrsputz auf dem Alten Brandiser Friedhof
Region Wurzen Nur wenige Helfer beim Frühjahrsputz auf dem Alten Brandiser Friedhof
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13:01 09.04.2018
Frühjahrsputz auf dem Alten Friedhof: Jens Müller (r.) und Gerd Große beladen den Hänger mit Altholz. Quelle: René Beuckert
Brandis

Der Bürgerverein Brandis hatte am Samstag auf den Alten Friedhof der Stadt, der als Park genutzt wird, zu einem Frühjahrsputz eingeladen. Nicht nur die Vereinsmitglieder wurden zu der Aktion erwartet, auch die Bürger der Stadt waren dazu aufgerufen. Obwohl Jens Müller vom Bürgerverein bestens darauf vorbereitet war, gesellten sich gerade mal zwei Personen dazu.

Zwei Drittel der Anlage schon bewältigt

„Ich bin über die mangelnde Resonanz enttäuscht“, sagt Müller. In den vorangegangenen Jahren hatten immer etwa zehn Leute teilgenommen. Entstanden ist der Frühjahrsputz vor Jahren, als der Ortschronist Frank Schimpke in den Rundgang durch die Stadt den Alten Friedhof mit einbezog, erinnert sich Müller. „Uns fiel der desolate Zustand auf. Kurzfristig entschied der Bürgerverein, die Anlage in einem gemeinsamen Arbeitseinsatz vom alljährlich anfallenden Unrat zu befreien und zugewachsene Grabsteine zu säubern. Zwar sind hier die Bauhofleute aktiv, doch die schaffen bei Weitem nicht alles“, berichtet Müller. Im zurückliegenden Jahr bewältigten die Akteure des Bürgervereins mit ihrem Einsatz so zwei Drittel der Parkanlage. Nun sollte der Rest folgen.

Hundehaufen besonders ärgerlich

Bürger Gerd Große transportierte ständig eine mit aufgelesenem Holz voll beladene Schubkarre von der nahe gelegenen Rasenfläche heran. „Ich fühle mich verpflichtet hier mitzutun, denn schließlich liegt der Alte Friedhof mitten in der Stadt. Viele nutzen ihn zu einem Spaziergang oder durchqueren den Friedhof als kürzeste Verbindung zwischen zwei Straßenzügen.“ Was Große besonders stört, sind die Hinterlassenschaften der Hunde. „Die Leute gehen mit ihren Hunden spazieren und lassen sie auch auf der Wiese herumtollen, doch deren Kot beseitigen nur die wenigsten“, ärgert er sich. Auch heute habe er etliche Hundehaufen entdeckt.

Historische Stätte hat mehr Aufmerksamkeit verdient

Petra Schulze ist von dem einstigen Friedhof genauso angetan. „Hier liegen sogar Vorfahren meiner Familie“, verrät sie. Sie bedauert zugleich, dass viele Bürger sich der Tatsache nicht mehr bewusst sind und das Areal dadurch zusehends verfällt. „Eigentlich müssten viele Brandiser ein Auge auf die historische Stätte haben und alles für deren Erhalt tun“, bemerkt sie. Da der Friedhof ein Teil der Brandiser Geschichte ist, zumal hier die einstigen Schlossherren ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, wäre ein Konzept zur Neugestaltung sinnvoll, meint Petra Schulze weiter.

Blaustern blüht schon

„Bisher machen wir hier nur sauber. Neuanpflanzungen von Sträuchern und Blumen würden der Anlage gut zu Gesicht stehen. Doch das braucht einen gärtnerischen Blick. Die Natur trägt mit Blumen wie dem Blaustern jetzt im Frühjahr schon einiges dazu bei.“ Und tatsächlich ist eine Stelle auf der Wiese mit blauen Farbtupfern übersät, deren Anblick sich kaum einer entziehen kann. Jens Müller sieht die Bäume und Sträucher aber auch aus ornithologischer Sicht. „In dieser Anlage haben zahlreiche Vögel wie Amsel, Meisen und Buchfink, um einige zu nennen, eine Brutstätte gefunden.“

Von René Beuckert

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