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Wurzen Offene Gartenpforten an Parthe und Mulde
Region Wurzen Offene Gartenpforten an Parthe und Mulde
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12:01 07.06.2018
Die schönsten Gärten im Parthe- und Muldenland öffnen ihre Pforten für Besucher. Quelle: Alexander Prautzsch
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Landkreis Leipzig

Diesmal gehen die Gartentüren ganz weit auf: Zum Tag der offenen Gartenpforte gibt es erstmals ein gemeinsames Programmheft, das Angebote im Partheland und Leipzig, im Muldental sowie der Region Delitzsch vereint.

Los geht’s im Partheland

Den Auftakt bestreitet am 10. Juni das Partheland, wo Neugierige zwischen 10 und 17 Uhr in private Gartenparadiese eingeladen sind. Am 16. Juni präsentieren sich die offenen Gärten im Muldental ebenfalls von 10 bis 17 Uhr. Am 17. Juni locken zum Finale die Nordsachsen hinter den Gartenzaun. Die Idee dahinter: Besucher aus den jeweils benachbarten Regionen in die eigene zu locken. „Wir kooperieren bereits seit drei Jahren mit dem Partheland“, erklärt die Delitzscher Stadtsprecherin Nadine Fuchs. Nun werden die Verbindungen noch intensiviert und alle Aktionstage von einer ganzen Aktionswoche zusammengefasst, in der weitere Veranstaltungen laufen.

22 Paradiese stehen zur Besichtigung offen

Im Partheland laden am Sonntag zum achten Mal private Gartenbesitzer in ihre sonst nicht zugänglichen grünen Oasen ein. Das Programm umfasst 22 große und kleine Gartenparadiese – initiiert zwischen Taucha, Brandis, Zwenkau und Markranstädt.

Im Muldental wiederum werden insgesamt 13 Anlagen präsentiert, berichtet die Grimmaerin Annett Antonia Gräske, die die Aktion 2011 in Grimma ins Leben rief. Darunter der 4200 Quadratmeter große englische Garten am Göschenhaus, der sieben Hektar umfassende Wilhelm-Ostwald-Park in Großbothen oder der Schlossgarten am Rittergut Kössern. Einblicke gewährt auch der Pfarrgarten in Großbardau, den eine naturverbundene und kreative Frau seit acht Jahren gestaltet. „Die Besucherzahl hat gezeigt, wie stark das Interesse für das Grün nicht nur im eigenen Garten ist, sondern auch, wie bedeutend der grüne Lebensraum in unserem Umfeld ist“, so die Organisatoren.

Große Resonanz in den Vorjahren

Die Vielfalt der grünen Paradiese könnte bunter nicht sein. Asiatische Gärten, Kiesgärten, Selbstversorgergärten, Teichanlagen und dergleichen mehr dürfen bestaunt werden. Fachsimpeln in ungezwungener Atmosphäre kommt dabei seit Jahren gut an. Die Resonanz der Vorjahre hat gezeigt, dass sich schon mal über hundert Besucher in einem Garten tummeln können. An Themen dürfte ebenso kein Mangel herrschen. Auch hier ist die Palette groß, reicht von der Zucht exotischer Ziergehölze, über den Kampf gegen Schädlinge bis zu leckeren Garten- Rezepten.

Offene Gärten

Tag der offenen Gartenpforte am 10. Juni von 10 bis 17 Uhr m Partheland:

Familie Globig, Lessingstraße 2, Naunhof: Der außergewöhnliche Vorgarten mit kleinem Galeriehaus und dem circa 500 qm großen Gartenwohnzimmer überrascht den Besucher. Gezeigt wird eine Vielzahl von Hortensien, umrahmt von Rosen und Lavendel.

Altes Kranwerk, Lutherstraße 10, Naunhof: Ein Naturgarten auf einem Industriestandort der wild-romantischen Art mit interessanten Ausstattungen und besonderem Ambiente. Das Radlercafé mit fairen Bio- und Regionalprodukten hat ebenso wie jeden Sonntag geöffnet.(Geöffnet 13 bis 18 Uhr)

Johanna-Magarete und Eberhard Volke Hohe Straße 18, Markkleeberg: Rosenpanorama und Staudenborder in einer ehemaligen Kiesgrube.

Botanischer Garten für Arznei- und Gewürzpflanzen Großpösna-Oberholz: Störmthaler Weg 2, Großpösna, Über 700 Heil-, Gewürz- und Nutzpflanzen auf parkähnlichem Gelände

Alte Gärtnerei Weinert, Püchauer Straße 2, Taucha/Dewitz: Der 600-Arten-Schaugarten bietet zahlreiche Gehölze und Stauden zum Kennenlernen, Erleben und Kaufen. In der kleinen Galerie können wechselnde Ausstellungen betrachtet werden. (Geöffnet ab 13 Uhr bis Sonnenuntergang)

Tag der offenen Gartenpforte am 16. Juni von 10 bis 17 Uhr im Muldental:

Englische Parkanlage am Göschenhaus Schillerstraße 25, Grimma: Seit 1800 wurde der zum Haus Göschens gehörende Garten, im Stil eines Englischen Parks mit vier Terrassen gestaltet. Eingebettet in die lose Anordnung der Bepflanzung finden sich am Pavillon Pyramidenpappeln und eine Theaterwiese mit Naturbühne. Durch den Weinlaubengang gelangt man zum Weinberg.

Wildromantische Oase, Alte Schulstraße 12, Großbardau: Seit acht Jahren wird am Großbardauer Pfarrhaus gegärtnert und eine ursprünglich verwilderte Wiese eines alten Nutzgartens Stück für Stück in eine wildromantische (Rosen-)Oase verwandelt.

Wilhelm Ostwald Park, Grimmaer Straße 25, Großbothen: Mit seinem Steinbruch, der Streuobstwiese, den drei kleinen Teichen sowie den vielfältigen Staudenbeeten lädt der Park interessierte Gartenliebhaber zu einem Spaziergang ein. Ab 14 Uhr können Besucher bei Kaffee und Kuchen auf der Außenterrasse zu Kaffeehausmusik dem Jazz Duo Dresden lauschen.

Schlossgarten, Zum Kössener Rittergut 9, Kössern: Vier unterschiedliche Gartenwelten befinden sich am Rittergut: Der ehemalige Wirtschafts-Innenhof mit dem Hochplateau, der an die Muldenaue angrenzende Terrassengarten, der nach historischem Vorbild rekonstruierte Brunnengarten und der verwilderte Park.

Kleiner Kräuter- und großer Obstgarten, Teichstraße 10, Kaditzsch: Unter alten Obstbäumen entdecken die Besucher des großen Haus- und Nutzgartens eines historischen Bauerngutes heimische Wildblumen wie Margeriten und verschiedene Gräser.

Naturschaustätte „Mohdschegiebchn“, Turmweg 232a, Kaditzsch: Über 50 verschiedene Kräuter wachsen im Garten der Naturschaustätte, die jeweils mit Informationstafeln zu Eigenschaften, Wuchsbedingungen und Verwendung Aussage geben. Darüber hinaus kann man mehrere Heidesträucher, Rhododendren und Azaleen-Sträucher bestaunen.

Kräutergarten an der Wassermühle, Höfgener Dorfstraße 8, Höfgen: Hier erhält man einen Eindruck, welch schöne und nützliche Pflanzen einst in vielen dörflichen Gärten unentbehrlich waren. Neben zahlreichen Heil- und Gewürzpflanzen beherbergt der Garten auch einige besondere alte Obstbaumsorten.

Garten mit Weitblick in den Fürstentümern, Kuckeland 10: Der Steingarten besticht durch unterschiedlich farbliche Gesteinsarten, Strukturen und Figuren. Der große Fischteich mit Wasserfall lädt mit Räucherei und kleinen Sitzplätzen zum Entspannen ein. Raritäten sind die selbst gezogenen Bonsaibäume aus verschiedenen Laub- und Nadelgehölzen sowie Hortensien und Rhododendren

Schmetterlingswiese – Essbare Wiese, Martin Luther Str. 37, Lossatal/Thammenhain: 8000 Quadratmeter wird derzeit zu einer „essbaren Wiese“ umgestaltet. Die Wiese wird nur mit Sensen als Schmetterlingswiese gepflegt und kultiviert. Einheimische Gehölzarten wurden als Futterpflanzen auch für Menschen angepflanzt. Eine Spezialität des Inhabers ist sein Wissen über essbare Wildkräuter.

Weitere Informationen unter www.zv.partenaue.de, www.offene-gartenpforte-muldental.de und www.offene-gaerten-delitzsch.de

Von Heike Liesaus und Simone Prenzel

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