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Wurzen Oper im Kuhstall und Brahms in der guten Stube
Region Wurzen Oper im Kuhstall und Brahms in der guten Stube
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00:19 13.07.2017
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Brandis/Polenz

 Afrikanische Lieder in der Polenzer Luft? Das kann nur eines bedeuten: Der Verein Einigkeit 4 hat wieder zum musikalischen Hoffest in den über 200 Jahre alten und liebevoll sanierten Dreiseithof in der Straße der Einigkeit geladen. Am Sonntag war es das mittlerweile zwölfte – und die Beliebtheit ist ungebrochen. Was Mariko Mitsuyu und Adam Jones, unterstützt von den Vereinsmitgliedern, jedes Mal in ihrem Haus und Hof auf die Beine stellen, sucht aber auch seinesgleichen. Über sechs Stunden lang unterhielten Amateur- und Berufsmusiker das bunt gemischte Publikum mit einem ebenso bunten Programm von Bachs Brandenburgischem Konzert bis zu zeitgenössischer Musik von John Wilson.

Mit dabei natürlich der Polenzer Frauen- und der Männerchor, aber genauso preisgekrönte Studentinnen der Hochschule für Musik und Theater (HMT) Leipzig und die Mezzosopranistin Masako Furuta vom Chor der Staatsoper Dresden, die das Podium im Kuhstall zur Opernbühne machte. Und eben Jabulani. Das ist Zulu und heißt „Freut Euch!“ Und pure Lebensfreude war es auch, die der Leipziger Chor aus (Nicht-)Studierenden mit Liedern über Natur, Gott und die Liebe versprühte. Wer mitgesungen und -getanzt hatte, konnte sich bei Kaffee und Kuchen unterm riesigen Walnussbaum ausruhen, im Kuhstall in Eberhardt Purruckers Wasser-Fotografien versinken, in der Scheune über Polenzer Geschichte(n) staunen oder einfach nur Schaf und Nachwuchs beim Dösen zuschauen. „Die Veranstaltung ist etwas ganz Besonderes, so vielschichtig. Und alle sind gut gelaunt“, schwärmte Annette Erbrich.

Die Musiklehrerin am Brandiser Gymnasium hatte mit Michaela Hannig und Bettina Erbrich als „3sing4you“ den Kuhstall, wo der Flügel gleich neben den steinernen Futtertrögen steht, mit mehrstimmigen Gospel- und Swingstücken erfüllt. Besonders freute sich Jones jedoch, dass seine Frau und er Gerald Fauth, Professor für Klavier an der HMT, gewinnen konnten. „Das ist schon toll.“ In der guten Stube, deren Holzbalkendecke so niedrig ist, dass der Blüthnerflügel gar nicht voll aufgeklappt werden kann, spielte dieser für Freunde der Klaviermusik, die es sich auf Sofa, Stühlen und Sesseln bequem gemacht hatten, Brahms. Im Übrigen griffen die Gastgeber zwischendurch immer wieder auch selbst zum Instrument. Jones, Professor für Afrikanistik an der Uni Leipzig, spielte Violine und Cello und Mitsuyu, Honorarprofessorin an der HMT, Cembalo und Klavier. Sie war es dann auch, die die Gäste verabschiedete - natürlich musikalisch mit Mozart und Chopin.

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Afrikanische Liederin der Polenzer Luft? Das kann nur einesbedeuten: Der Verein Einigkeit 4 hat wiederzum musikalischen Hoffest in denüber 200 Jahre alten und liebevoll saniertenDreiseithof in der Straße der Einigkeitgeladen.

Von Ines Alekowa

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