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Wurzen Oper in der Turnhalle
Region Wurzen Oper in der Turnhalle
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05:00 01.06.2011
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. Die Jungen und Mädchen der Grundschule Bennewitz jedenfalls verfolgten fasziniert, wie sich Papageno anschickte, gemeinsam mit dem verknalllten Tamino Prinzessin Pamina zu befreien.

Hochkarätige Solisten, Maskenbildner, Ankleider und Techniker, ein ganzes Orchester von Gewandhausmusikern brachte die Oper Leipzig gestern auf die Beine, um in der Bennewitzer Turnhalle die etwa einstündige Mozart-Version „Papageno und die Zauberflöte" aufzuführen. Gundula Nowack hatte sie speziell inszeniert, um kleinen Zuschauern zwischen sechs und zehn große Musik nahezubringen: in verkürzter Fassung mit sechs Protagonisten, sehr kindgerecht, aber mit den Originaltexten. „Um die Handlung zu straffen, musste ich nur ganz wenig neu schreiben", erzählt die Regisseurin. Zudem war die Mini-Oper so auszustatten, dass sie nicht nur im Konzertfoyer der Oper, sondern auch direkt an Schulen aufgeführt werden kann.

Papageno führt die Kinder ein in die Geschichte. Selbst die große Arie des Sarastro wird in der ursprünglichen Länge belassen. Doch dann, so Nowacks Strategie, taucht gleich wieder der fröhliche Vogelfänger auf, um die kleinen Zuschauer zum Lachen zu bringen. Und natürlich müssen die Kinder auch nicht die ganze Zeit über stille sitzen: Bei der Feuer-Wasser-Probe zum Beispiel ist ihre Mithilfe ausdrücklich gefragt.

Das Mitmachen ging aber gestern zur Feier des Kindertages und des fünfjährigen Bestehens der Bennewitzer Grundschule bei dem Theater-Projekt schon viel früher los. Jungen und Mädchen durften bei Aufbau des Podiums und der Kulissen helfen, sich selbst auf Geige oder Kontrabass versuchen. Zudem erlebten sie aus erster Hand, wie sich Eun Yee You unter den Händen von Maskenbildnerin Astrid Storch in Prinzessin Pamina verwandelte, während auf der anderen Seite der Spiegel Milko Milev im bunten Gewand des Vogelfängers bühnentauglich geschminkt wurde.

Das gefiel Gina Schubert-Schmidt und Alexa Becker aus der 4b ausgesprochen gut. Jannik Dürlich, der im Wurzener Spielmannszug mitmischt, vermisste allerdings die große Pauke, die er so mag. Musik scheinen die Schüler in Bennewitz ohnehin zu lieben. Auf Papagenos Frage, wer denn Flöte spiele, schnellten erstaunlich viele Hände in die Höhe.

Die Jungen und Mädchen jedenfalls entdeckten gestern in Sarastros Märchenreich mit großartigen Stimmen und gut aufgelegten Gewandhausmusikern die wundervolle Musik Mozarts. Die Umstände waren so überaus glücklich gewählt, dass es eine Liebe fürs Leben werden könnte.

Ingrid Leps

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