Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Orgelmusik hautnah – neue Ideen für Wurzens Domkonzerte
Region Wurzen Orgelmusik hautnah – neue Ideen für Wurzens Domkonzerte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:51 17.02.2016
Der Dom St. Marien in Wurzen zieht jedes Jahr Besucher aus Nah und Fern an. Quelle: Andreas Röse/Archiv
Anzeige
Wurzen

Der aktuelle Almanach verspricht jedoch mehr als den furiosen Beginn – und das trotz der zuletzt befürchteten Finanzprobleme. Eben aus jener Krise, so Domkantor und Kirchenmusikdirektor Johannes Dickert, seien die Organisatoren gestärkt herausgegangen. Überdies, merkt Dickert weiter an, erfreuten sich die musikalischen Höhepunkte wachsender Beliebtheit, wie die jüngste Besucherstatistik beweist. Gerade dieses Vertrauen wolle die Kirchenmusik in Wurzen und die Domkantorei dem Publikum gern zurückzahlen – mit attraktiven Veranstaltungen.

Übrigens auch mit etwas Neuem. Denn bei der „Orgelführung im Dämmerlicht“ des vergangenen Jahres fiel Dickert auf, „wie groß sonst bei einem Orgelkonzert der Abstand zwischen den Zuhörern, der Orgel und dem Organisten ist“. Daher fragte er sich, warum das Publikum nicht um den Spielplatz herum Platz nehmen sollte. Zum Beispiel am 6. Oktober, wenn ab 19.30 Uhr die „drei Väter der gegenwärtigen Domorgel“ zu hören und zu sehen sind. Die Idee dazu entstand 2015 bei Arbeiten an der Domorgel. Die technische und klangliche Gestalt des Instrumentes prägen seit nunmehr zwanzig Jahren der Orgelbauer Christian Reinhold (Bernsdorf), der Orgelsachverständige Reimund Böhmig (Dresden) und Organist Dickert.

Darüber hinaus, merkt der 62-Jährige weiter an, habe sich im Dom vieles getan. Wie die neue Beleuchtung, installiert von der Wurzener Traditionsfirma Metalldrückerei Müller in der Torgauer Straße 39. Heute sorgt modernste LED-Technik für Licht in allen Ecken und reduziert den Energiebedarf um gut 25 Prozent. Die Investition für 14 Domleuchten in Höhe von 14 000 Euro war zum 900-jährigen Domweihe-Jubiläum 2014 auch dank zahlreicher Spender möglich geworden. Oder die Sanierung der „historischen Toilettenanlage“ von 1932 – Kostenpunkt circa 10 000 Euro. „Dieses Jahr sollen unter anderem eine mobile Auffahrt für Rollstuhlfahrer, neue Kissen für Bänke und Stühle sowie Verbesserungen an der Orgel angeschafft werden.“

In der Stadtkirche St. Wenceslai, dem zweiten Konzertort, stünden in Zukunft neben den Arbeiten am Geläut die Erneuerung der Heizung an, die Renovierung des Innenraumes der Winterkirche und das Reinigen der Orgel nach fast zwanzig Jahren. „Sie sehen, es tut sich allerorten etwas!“ Doch zurück zu den kulturellen Akzenten, die in den kommenden Monaten geplant sind. Bereits am Sonntag, 21. Februar, ab 16 Uhr lädt die Wurzener Kurrende zum Konzert in die Stadtkirche ein.

Außerdem (in Auszügen): 11. März, 19.30 Uhr – Orgelmusik zum Wochenende in der Stadtkirche; 25. März, 14 Uhr – Passionsmusik mit Werken aus verschiedenen Jahrhunderten in der Stadtkirche; das Konzert mit dem MDR-Kinderchor im Dom am 23. April ab 19.30 Uhr, ein Festkonzert anlässlich 30 Jahre Jugendkantorei am 28. Mai im Dom ab 19.30 Uhr; 26 Jahre Partnerschaft zwischen Warstein und Wurzen – festliches Konzert am 11. Juni ab 19.30 Uhr im Dom; „Gregorianika in Concert“ am 9. Juli ab 19.30 Uhr im Dom; Festliches Konzert mit Opernsänger und Entertainer Gunther Emmerlich am 28. August, Dom, ab 18 Uhr; Gerhard Schöne in Concert“ am 18. September, Dom, ab 18 Uhr: Konzert mit dem Ensemble Amarcord zum Reformationstag am 31. Oktober ab 17 Uhr im Dom.

Weitere Konzertinformationen und Termine unter www.kirchenmusik-wurzen.de und www.dom-zu-wurzen.de

Von Kai-Uwe Brandt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der letzte Weg eines Menschen will menschenwürdig begleitet sein. Der Hospiz- und Palliativdienst der Diakonie Leipziger Land kümmert sich um Schwerstkranke. Es fehlt an ehrenamtlichen Helfern für diese nicht ganz einfache Arbeit. Kerstin Rothenburger, „dem Tod selbst von der Schippe gesprungen“, ist eine von ihnen.

17.02.2016

Nein, Arbeitsplätze sind seit der Einführung des flächendeckenden Mindestlohnes vor einem reichlichen Jahr im Landkreis Leipzig nicht weggefallen. Darin sind sich Vertreter der Kreishandwerkerschaft und des Gewerkschaftsbundes (DGB) einig. Allerdings habe das neue Lohngefüge Folgen für die Verbraucher gehabt.

16.02.2016

Trotz steigender Asylbewerberzahlen ist im Landkreis Leipzig kein grundsätzlicher Anstieg von Straftaten zu verzeichnen. Das hat Landrat Henry Graichen (CDU) mit Blick auf Informationen der Polizei erklärt.

15.02.2016
Anzeige