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Ortschaftsrat diskutiert über Sinn und Unsinn von Tempo-30-Zonen in Brandis

Beratung Ortschaftsrat diskutiert über Sinn und Unsinn von Tempo-30-Zonen in Brandis

Der Ortschaftsrat von Brandis hat mit seiner Beratung über weitere Tempo-30-Zonen statt neuer Schilder einige Frage- und auch Ausrufezeichen gesetzt.

In der Diskussion: Die Lange Straße in Brandis soll Tempo-30-Zone werden

Quelle: Frank Schmidt

Brandis. Grundlage dieser Beratung ist ein bestehendes Verkehrskonzept, das sich, so erklärt Tom Schiebold vom städtischen Ordnungsamt, in ständiger Fortschreibung befindet, die sogar „relativ weit oben angebunden“ sei. Zum einen gibt es dazu einen Arbeitskreis Verkehr, zum anderen eine Bürgerbefragung. Und im Ergebnis dessen war das Verkehrskonzept dieser Thema im Ortschaftsrat geworden.

Das Gremium gibt nur Empfehlungen an den Stadtrat ab. Aber in der Diskussion wurde deutlich, dass eine Erweiterung der Tempo-30-Zonen nach Ansicht der Räte nur bedingt Sinn machen würde. Konkret geht es um die Weststraße, Lange Straße und Töpfergasse sowie um die Beuchaer Straße, in der zur Hälfte bereits langsam gefahren werden muss, sowie um die Straße Am Bahnhof.

Erklärtes Ziel sei „eine einheitliche Geschwindigkeitsausweisung im Innenstadtbereich, in der Hoffnung“, so Schiebold, „dass davon mehr Brandiser Bürger partizipieren.“ Besonders der Fußgänger- und Fahrradverkehr soll sicherer werden. Ortschaftsrat Tobias Reich (CDU) merkte an, „dass Tempo 30 in der Innenstadt völlig okay ist.“ Aber einige zur Diskussion stehende Straßen seien Außenring, weshalb er nach „zwingenden Gründen auf der Basis von Unfallstatistiken fragte, die mehr Sicherheit fordern“. Dazu konnte Schiebold ad hoc keine Angaben machen.

Dennoch bestehe das Erfordernis, „den Verkehr in der Stadt zu entschleunigen“, warf Ortschaftsratsvorsitzender Ulrich Gäbel (Linke) ein. „Aber dann könnte man auch gleich ein 30-Schild unter allen Ortseingangstafeln anbringen lassen und die Stadt zur 30er-Zone erklären“, sagte Reich unter Zustimmung der anderen Ortschaftsräte. Und das würde letztendlich dazu führen, „den Verkehr in der Stadt nicht sicher zu machen, sondern zu lähmen.“ Besonders zur Lange Straße gab es Diskussionen. Hier verspürten die Ortschaftsratsmitglieder fraktionsübergreifend Bauchschmerzen. Zumal dort erst viel Geld in die Hand genommen wurde, um die Trasse als gut befahrbare Vorfahrtsstraße auszubauen.

„Für die Lange Straße mit den übersichtlichen Zufahrten für die drei Nebenstraßen und Fußwege rechts und links sehe ich keinen Grund, die Geschwindigkeit zu reduzieren, denn hier kann man ohne Gefahren Tempo 50 fahren. Und ähnlich sehe ich das auch in der Weststraße.“ Tempo 30, so machte Reich seine Sichtweise klar, würde rechts vor links bedeuten, was aber nicht unbedingt mehr Sicherheit bringen würde, eher mehr Unsicherheit, weil diese Regelung nicht von allen beachtet werde. „Ich finde es nicht so toll und kann diese Vorschläge nicht befürworten“, legte sich Reich fest.

Von Frank Schmidt

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