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Panitzsch: Diskussion um morgendliches Parkchaos vor der Grundschule

Panitzsch: Diskussion um morgendliches Parkchaos vor der Grundschule

Um die Parksituation vor der Panitzscher Grundschule drehte sich die Diskussion auf der vorgestrigen Gemeinderatssitzung in Borsdorf. Weitere Themen waren die B 87 n und der Mietvertrag mit dem Kunstverein Panitzsch.

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Offizielle Übergabe: Ein neuer Einsatzwagen steht der Zweenfurther Ortsfeuerwehr seit September zur Verfügung. Das Fahrzeug kostet rund 40 000 Euro.

Quelle: Andreas Röse

Borsdorf. Der morgendliche Ansturm vor der Panitzscher Grundschule sei ein Ärgernis, monierte Gemeinderat Armin Dittrich (CDU) im Rahmen der Fragestunde. Bürgermeister Ludwig Martin (CDU) entgegnete, dass noch nicht alle Bauarbeiten abgeschlossen seien und Baufahrzeuge noch für zusätzliche Engpässe sorgen würden. "Wir haben die Schule bei dem Thema um Mitwirkung gebeten", informierte das Gemeindeoberhaupt. "Ich hoffe, die Situation wird sich mit fortschreitendem Schuljahr auch entspannen." Erfahrungsgemäß sei es so, dass Eltern von Erstklässlern ihr Kind in der Anfangszeit "am liebsten zum Platz tragen". Hier werde sich sicher noch einiges einspielen. Bauamtsleiter Marcus Planert verwies darauf, dass mit dem Umzug der Borsdorfer Grundschüler nach Panitzsch auch eine deutliche Aufstockung der Parkkapazitäten einher gehe. "Wir haben 45 Parkplätze neu geschaffen. Bislang standen nur zwölf zur Verfügung." Insgesamt würden 270 Kinder die Schule besuchen, "wir können aber nicht 270 Parkplätze schaffen", setzte Planert auch auf die Einsicht der Eltern.

Für Martins Begriffe gehe es jeden Morgen auch nur um wenige Minuten, in denen Chaos herrscht. "Ortskundige sollten die Sommerfelder Straße dann besser meiden und den Umweg über die Kriekauer Straße wählen", hielt der Ortschef auch diese Alternative für zumutbar.

Ein anderes Verkehrsthema wurde mit der B 87 n tangiert. Martin informierte darüber, dass die Klage der Gemeinde Borsdorf gegen den Freistaat wegen Teilfortschreibung des Regionalplanes abgewiesen worden sei. "Wir werden gegen diese Entscheidung auch nicht in Berufung gehen." Dies ändere nichts daran, dass Borsdorf weiter mit aller Kraft gegen die nach wie vor befürchtete Trassenführung durch die Parthenaue zwischen Panitzsch und Sehlis kämpfen werde.

Mit der Unterbringung des Kunstvereins in der Hauptstraße 10 stand schließlich ein weiteres Panitzscher Thema auf der Agenda. "Der Kunstverein ist an uns herangetreten mit der Bitte, die Kosten für die Galerieräume zu senken", informierte der Rathauschef. Der Verein sei dauerhaft nicht mehr in der Lage, Miete und Nebenkosten von jährlich knapp 2000 Euro aufzubringen, habe der Vorstand mitgeteilt und um finanzielle Entlastung gebeten. In Anlehnung an die zwei anderen Mieter, den christlichen Jugendclub und die Senioren, sei es der Kommune allerdings nur möglich, vergleichbare Mabstäbe anzusetzen, demnach hätte der Kunstverein künftig wie die anderen Nutzer auch 50 Prozent der anfallenden Nebenkosten zu tragen. "Das würde für das Jahr 2012 eine Zahlung von 1737 Euro ergeben, also 256 Euro weniger als bislang", rechnete Martin vor. "Ob der Verein damit zurecht kommt, ist mit der heutigen Beschlussfassung nicht geklärt."

"Der Kunstverein kann sich jetzt positionieren, ob er mit diesem Vorschlag leben kann", meinte Armin Dittrich. Ulrike Wagner-Kehe (SPD) regte an, dass der Mieter vielleicht selbst auf die relativ hohen Nebenkosten insbesondere fürs Heizen Einfluss nehmen könne. Arne Rodloff (CDU) fand, dass die Akteure erwägen sollten, den bisherigen Mitgliedsbeitrag von 50 Euro anzuheben. Der Änderung des Mietvertrages stimmte der Rat mehrheitlich bei einer Gegenstimme zu.

Vor Beginn der Sitzung hatte die Ortswehr Zweenfurth ihr neues Einsatzfahrzeug erhalten. "Technisch ist die Gemeindewehr nun vollständig ausgestattet", erklärte Martin. Nun gelte das Hauptaugenmerk der Nachwuchsgewinnung. Perspektivisch, "jenseits des Jahres 2020", müsse auch über eine Konzentration der Ortswehren nachgedacht werden, warf das Gemeindeoberhaupt einen Blick voraus.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.11.2013
Simone Prenzel

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