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Panitzscher Brücken-Ärger: Über 100 Unterschriften für sicheren Radweg

Sommerfelder Straße Panitzscher Brücken-Ärger: Über 100 Unterschriften für sicheren Radweg

Um die Situation an der Sommerfelder Straße in Panitzsch zu entschärfen, fordern Anwohner der Dreiecksiedlung jetzt einen Radweg und die Sperrung der Trasse für den Autoverkehr aus Richtung Trabrennbahn.

Rolf Erker hat auf die Sorgen-Brücke in Panitzsch aufmerksam gemacht. Inzwischen gibt es über hundert Bürger, die einen Radweg fordern und sich eine einseitige Sperrung der Brücke für den Autoverkehr wünschen.
 

Quelle: Andreas Doering

Borsdorf/Panitzsch. Mit dem Neubau der B 6 östlich von Leipzig wurden auch in Panitzsch und Borsdorf zahlreiche Wegeverbindungen neu geschaffen. Der Panitzscher Rolf Erker machte dabei kürzlich auf ein Ärgernis aufmerksam: Auf der Brücke, die von der Dreiecksiedlung Richtung Trabrennbahn führt, dürfen sich Laster und Pkw begegnen, obwohl der Fahrbahn dafür fünf Zentimeter fehlen.

Inzwischen gibt es zur Gestaltung der Sommerfelder Straße auch eine Unterschriftensammlung in der benachbarten Wohngebiet. „Wir möchten erreichen, dass endlich ein Radweg gebaut wird und wir sicher Richtung Dorfkern gelangen“, berichtet Mitinitiatorin Margitta Moritz. Dafür wäre es den Einwohnern am liebsten, wenn die Straße in entgegengesetzter Richtung von Seiten der Trabrennbahn für den Autoverkehr gesperrt würde.
Zur Vorgeschichte: Eigentlich bestand die Absicht der Straßenplaner vor rund zehn Jahren darin, das Wohngebiet nur über einen schmalen Wirtschafts- und Anliegerweg Richtung Norden anzubinden. Den Durchgangsverkehr wollte man fern halten. Dafür war laut Bebauungsplan aus dem Jahr 1995 eine Ausbaubreite von 4,50 Meter vorgesehen – inclusive einer sicheren Möglichkeit für Radfahrer, an dieser Stelle die neue Bundesstraße zu überfahren. Bekanntlich kam es anders. Jetzt steht zwar eine fünf Meter breite Straße samt Brücke zur Verfügung - der versprochene Radweg allerdings kam gänzlich unter die Räder.

Aus Sicht von Margitta Moritz ist der Radweg dabei dringender erforderlich denn je: „Die Brücke mit dem Rad zu überqueren ist kreuzgefährlich.“ Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Familien mit Kindern in der Dreiecksiedlung zugenommen hat, hält sie eine Lösung für überfällig. „Ich schätze, dass vielleicht 30 Familien mit Nachwuchs im Kita- und Schulalter in unserer Siedlung wohnen.“ Viele davon würden gern mit dem Rad die Sommerfelder Straße nutzen, hätten aber Bedenken auf Grund des fehlenden separaten Radweges. Auch für Mütter mit Kinderwagen sei es nicht sonderlich angenehm, unter den jetzigen Gegebenheiten Richtung Freizeitgelände Trabrennbahn zu gelangen.
So ist es für Margitta Moritz kein Wunder, dass die Unterschriftensammlung ein so eindeutiges Bild ergeben hat. „Bisher haben wir 102 Unterschriften an die Gemeinde überreichen können“, berichtet die Initiatorin. Die Einwohner der Dreiecksiedlung fordern darin, die Festlegungen aus dem Bebauungsplan 1995 endlich umzusetzen. Sprich, sie möchten einen Radweg.

Bürgermeister Ludwig Martin (CDU) hat die Unterschriften inzwischen auf dem Tisch. „Wir haben das Thema bereits im Ausschuss diskutiert“, gibt der Ortschef Auskunft. Es gebe verschiedene Vorschläge, wie mit der Situation umzugehen sei. Eine Verkehrsschau ist für die nächste Zeit geplant, auf der Lösungen mit der Polizei sowie der zuständigen Straßenverkehrsbehörde diskutiert werden sollen. „Möglicherweise werde ich auch eine Einwohnerversammlung anberaumen“, zieht Martin auch diese Variante in Erwägung.

Diskutiert werde in der Verwaltung unter anderem darüber, einen Notweg für Fußgänger und Radfahrer über die Brücke anzulegen oder den großen Vorwegweiser aus Richtung Engelsdorf zu demontieren. „Was auf gar keinen Fall geht, ist ein Brückenneubau. Das wäre unverhältnismäßig und würde den Rahmen sprengen.“

Von Simone Prenzel

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