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Wurzen Panitzscher Schule nach Brand geschlossen
Region Wurzen Panitzscher Schule nach Brand geschlossen
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05:00 03.04.2012

. „Wir haben mit der Bildungsagentur abgestimmt, dass in dieser Woche kein Unterricht mehr stattfinden kann", erklärte der Borsdorfer Bürgermeister Ludwig Martin (CDU).

 

Schreck in der Morgenstunde: Als der Hausmeister am Montag kurz vor 6 Uhr die Schule betritt, bietet sich ihm ein verheerendes Bild. Überall dichter Rauch. Die Feuerwehr lokalisiert den Brandherd schnell im Lehrerzimmer, das an die über zwei Etagen offene Aula grenzt. Hier hatte übers Wochenende ein Feuer gewütet – das Inventar ist hin, der Raum kohlrabenschwarz. „Der Schwelbrand hat großen Schaden angerichtet", berichtete das Gemeindeoberhaupt. „Glücklicherweise ist das alles passiert, als sich niemand in der Schule befand, keiner ist zu Schaden gekommen." Das, so Martin, sei erstmal das Wichtigste.

Brandursachenermittler nahmen noch am gleichen Tag ihre Arbeit in der Dr. Margarete-Bank-Grundschule auf und entdeckten auch schnell die Ursache allen Übels. „Ein Drucker, der sich im Lehrerkonferenzzimmer befand, ist durchgebrannt." Da die Fenster zur Aula hin angekippt waren, hätte sich das Feuer aus dem gesamten Gebäude mit Sauerstoff versorgt, schildert Martin den Ablauf. Wann genau das Gerät in Brand geriet, stehe noch nicht fest. „Die Feuerwehr hat am Montagmorgen noch Glutnester entdeckt. Wir gehen deshalb davon aus, dass sich der Defekt in der Nacht vom Sonntag zum Montag eingestellt hat." Irgendwann seien die Flammen offenbar von allein wieder erloschen. Von außen sei der Schwelbrand nicht bemerkt worden, da sich das Lehrerzimmer inmitten des zweistöckigen Gebäudes befindet. Äußerlich machte das Haus in der Sommerfelder Straße einen unauffälligen Eindruck. Den Schaden bezifferte Martin dennoch auf „weit über 200 000 Euro".

Brandstiftung könne man definitiv ausschließen, erklärte der Ortschef weiter. Die Schule sei am Freitag ordnungsgemäß abgeschlossen und die Alarmanlage scharf gemacht worden. Erst der Hausmeister habe das Gebäude gestern früh als Erster wieder betreten. „Die Feuerwehr war kurz nach sechs vor Ort", schilderte Gemeindewehrleiter Dirk Müller. „Uns blieben aber nur noch Restlöscharbeiten übrig."

150 Schüler, für die es normalerweise 7.45 Uhr zur ersten Stunde klingelt, konnten nicht wie gewohnt unterrichtet werden. „Wir haben bei den Eltern um Verständnis für die Situation geworben und sie gebeten, für die Kinder nach Möglichkeit eine andere Betreuung zu organisieren", erläuterte Ludwig Martin. Als klar war, wie massiv das Gebäude verunreinigt ist, wurde die Entscheidung getroffen, auch in den nächsten drei Tagen die Schule ausfallen zu lassen. Die acht Klassen erlebten damit schon gestern einen vorzeitigen Ferienbeginn.

„Von Glück können wir sagen, dass in der nächsten Woche schulfrei ist und wir das Gebäude in dieser Zeit wieder herrichten können." Gestern saß Martin wie auf Kohlen, wartete auf grünes Licht von der Versicherung, um die ersten Maßnahmen in die Wege zu leiten. Eigentlich wollte er noch bis zum Abend die ersten Reinigungsaufträge auslösen. Der Ruß ist in der Grundschule in sämtliche Ritzen gezogen – bis in die obere Etage. Eine Spezialfirma bekommt hier in den nächsten Tagen viel Arbeit.

Simone Prenzel

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