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Park Canitz: Richtfest für Klassenzimmer im Grünen

Park Canitz: Richtfest für Klassenzimmer im Grünen

Richtfest im Park Canitz: An der Stelle des abgerissenen Gutshauses errichteten Zimmerleute aus Bad Lausick in sechs Tagen bei extremer Kälte das Gerüst eines Holzbaus, der als Rastplatz und Klassenzimmer im Grünen genutzt werden kann.

Thallwitz/Canitz. 60 000 Euro lassen sich die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) den offenen Ersatzbau kosten, der zur Eröffnung der Parksaison am 17. April fertig sein soll.

Der Canitzer Architekt Uwe Brösdorf stellte die Besonderheiten seiner Holzkonstruktion vor, die keiner Pflege bedarf und gewissermaßen den Dreiseithof wieder schließen soll. Er wies darauf hin, dass eine offene Lärchenholzschalung die 14 Achsen des Skeletts verbinden wird. Die Umgestaltung des Areals werde mit einem von Platanen umstanden Brunnenplatz und der Erhaltung des Bauerngartens abgeschlossen.

Gerd Winkler, Vorsitzender des Fördervereins Mittleres Muldegebiet, der den Park betreibt, nannte das Richtfest „einen großen Schritt nach vorn“ und lobte die Bad Lausicker Zimmermannsfirma, die ihren Auftrag bei Extremtemperaturen erfüllte, die bis minus 18 Grad reichten. Dabei sei sogar die Hydraulik der Hebetechnik eingefroren.

Thomas Schindler reimte denn auch in seinem Richtspruch vor Mitgliedern des Vereinsvorstandes, KWL-Vertretern und Bürgermeister Kurt Schwuchow selbstbewusst: „Ein schönes Werk ist uns gelungen, gar stattlich steht das Fachwerk da, so frei und leicht und ungezwungen, wie besser ich es nirgends sah.“ Der Zimmermann, stolz darauf, das Handwerk in seinem Familienbetrieb in vierter Generation zu pflegen, hatte allerdings seine Schwierigkeiten, das Sektglas – Scherben bringen bekanntlich Glück – schon beim ersten Wurf aus Dachhöhe zu zerbrechen.

Der Park Canitz, der auf Erfordernisse des Trinkwasserschutzes abhebt, wird seit dem Jahre 2000 durch den Förderverein/ Landschaftspflegeverband Mittleres Muldegebiet betrieben. Auf einer Gesamtfläche von rund vier Hektar wurden ehemals landwirtschaftlich genutzte Gebäude mit Fördermitteln denkmalgerecht instandgesetzt. Parallell entstanden auf einem Freigelände Nachbildungen von Häusern der Slawen und Germanen sowie thematisch gegliederte Gärten.

Der Abriss des Canitzer Gutshauses, den die KWL bereits 2004 beantragt hatten und 2009 realisierten, war in der Öffentlichkeit auf Widerspruch gestoßen. Das Vorhaben wurde über Jahre auf Eis gelegt. Kritiker sahen im Abbruch des Wohnhauses die Einheit des Dreiseithofes zerstört. Als Nutzungskonzept für das Gebäude war bis zum Abriss ein Umwelt- und Bildungszentrum im Gespräch.  

Ingrid Leps

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