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Wurzen Parkverbot in der Friedrich-Ebert-Straße sorgt für Frust bei Anwohnern
Region Wurzen Parkverbot in der Friedrich-Ebert-Straße sorgt für Frust bei Anwohnern
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13:12 21.02.2018
Das neue Parkverbot in der Friedrich-Ebert-Straße verärgert Anwohner, die hier bislang ihre Autos abstellen konnten. . Quelle: Foto: Kai-Uwe Brandt
Wurzen

Ein Verkehrsschild sorgt für Ärger – insbesondere bei den Nachbarn. Denn mit der Übergabe des Sanierungsvorhabens in der Friedrich-Ebert-Straße 67 – 81, dem sogenannten U-Komplex, und der Erneuerung des Fußweges gibt es fürs Parken entlang der Trasse seither von montags bis freitags Knöllchen. Bislang aber nutzten gerade die Mieter ringsum den Straßenrand stadteinwärts, um ihre Autos abzustellen. Trotz der jetzigen Not müssen sie nun sogar auf eine große Fläche schauen, die einzig und allein den Bewohnern der Wurzener Gebäude und Wohnungsgesellschaft mbH (WGW) vorbehalten ist.

„Mit Bezug des ersten Blocks in Nord II, Friedrich-Ebert-Straße 35 – 45, im Jahr 1984 konnten wir zwischen Ringelnatz-Grundschule und Querstraße gefahrlos parken, da für die Bewohner eben dieses Blocks keine Stellflächen vorgesehen waren – weder im Bereich der Schule noch im U“, schildert eine Betroffene die momentane Situation. Zwar richtete die WGW innerhalb des Karrees unlängst vier Kurzzeitparkplätze ein, allerdings nur zwischen 9 und 18 Uhr.

Daher wandte sich die Frau an den Großvermieter und erfuhr dort, dass der Frust im Umfeld bekannt sei, die WGW indes nichts tun könnte. Das kommunale Unternehmen wäre schließlich nicht verpflichtet, kostenfreie Stellplätze auf ihrem Areal für Dritte anzubieten. Als Auslöser des aktuellen Verbotes gab die Mitarbeiterin weiterhin an, dass der neue Gehweg wohl zu breit gebaut wurde und nunmehr die Busse nicht mehr durchkämen, wenn Autos auf der Straße stehen. „Mir stellt sich die Frage, was sich die Planer beziehungsweise die verantwortlichen Stellen dabei gedacht haben? Sollen die betroffenen Anwohner und ihre Gäste vielleicht im Dehnitzer Weg parken?“

„Grundsätzlich ist der Fußweg städtische Angelegenheit“, antwortet WGW-Geschäftsführer Peter Sauer auf Nachfrage. Mit dem Stadthaus gab es im Vorfeld lediglich Absprachen bezüglich einer Absenkung der Bordsteinkanten, um den Transport von Mülltonnen zu erleichtern. Von einem Fußweg mit angeblich anderen Ausmaßen wisse er nichts.

Cornelia Hanspach, Sprecherin der Stadtverwaltung, klärt auf. Wie sie sagt, seien der Gehweg und die Straße in ihrer Breite unverändert geblieben. „Aber: Es war schon immer an dieser Stelle zu eng für den Bus.“ Der Ärger vor Ort nach dem aktuellen Parkverbot sei aus Sicht des Stadthauses nachvollziehbar, „doch das Problem ist nicht der Mangel an Kapazitäten von Stellflächen, sondern wohl eher die Kosten“. Hanspach spielt damit unter anderem auf das WGW-Gelände an. Dort sind laut Sauer von den insgesamt 104 vorhandenen Parkplätzen noch 20 frei. „Wer aus dem Umfeld möchte, kann sich gern bei uns melden, um eventuell einen zu mieten.“ Natürlich hätten künftige Bewohner im U-Komplex bei Interesse Vorrang.

Von Kai-Uwe Brandt

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