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Wurzen Parthenfest: Feuer, Pudel, schnelle Runden
Region Wurzen Parthenfest: Feuer, Pudel, schnelle Runden
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04:15 10.09.2018
Rummelplatzatmosphäre herrschte beim Parthenfest an der Trabrennbahn in Panitzsch. Quelle: Bert Endruszeit
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Borsdorf/Panitzsch

Eine ganz heiße Sache zog am Sonnabend auf dem Parthenfest die Besucher in ihren Bann. In einem kleinen Topf brachte der Borsdorfer Wehrleiter Jens Beckmann Pflanzenöl zum Kochen. Nur wenige Momente später hatte sich das Öl selbst entzündet. „Das kommt im Haushalt durchaus vor“, berichtete er. Welch fatale Folgen dann ein Löschversuch mit Wasser haben kann, konnten die Zuschauer sofort sehen – ein riesiger Feuerball schoss blitzartig empor. „In einer normalen Küche hätte das verheerende Folgen“, warnte Beckmann.

Da war wieder für Jeden etwas dabei beim Parthenfest in Borsdorf

Die einzig sinnvolle Löschvariante sei daher ein Ersticken der Flammen mit einem Deckel. „Aus einem Liter Wasser entstehen 1700 Liter Wasserdampf, der sich dann mit den Ölmolekülen verbindet und eine riesige Flamme erzeugt.“ Meist lege sich dann auch noch ein Ölfilm auf die Möbel und brenne dort weiter. Glücklicherweise kommen solche Brände nicht oft vor, die Präventionsarbeit der Feuerwehr trage hier offenbar Früchte. „Vor drei Jahren hatten wir mal einen Fall, bei dem sich ein Schokoladenfondue in Brand gesetzt hatte“, erinnerte er sich.

Hundefriseure gehen Gassi

In tierischer Begleitung kam Nicole Schönwald auf die Panitzscher Trabrennbahn. Die Engelsdorferin hatte ihre beiden Großpudel Gina und Ria mitgebracht, beide im so genannten T-Clip-Schnitt frisiert. Die Rolle des Hundefriseurs spielt sie dabei selbst. „Da gehört schon etwas Übung dazu, aber es geht.“ Seit kurzem ist sie auch offizielle Züchterin dieser Hunderasse. Warum gerade Großpudel? Nicole Schönwald muss da nicht lange überlegen. „Das sind meiner Meinung nach die schlauesten Hunde. Und sie sind ideal für Allergiker, denn sie verlieren keine Haare, man muss sie dafür aber auch selbst schneiden.“ Diese Hunderasse sei nun mal sehr pflegeintensiv und daher nicht so verbreitet, doch sie sei im Kommen. „Die Tiere werden auch als Blinden- und Therapiehunde eingesetzt. Gerade habe ich eine Hündin verkauft, die künftig Blinde unterstützen wird“, sagt die Züchterin.

Autorennbahn begeistert Jung und Alt

Während auf dem benachbarten Rummelplatz viele rasante Mitfahrmöglichkeiten lockten, luden René Pönisch und Andreas Rollka vor dem Tribünengebäude zu Rennen im Miniaturformat ein. Die beiden hatten eine rund 20 Meter lange achtspurige Rennstrecke für Modellautos aufgestellt. „Die Anlage haben wir seit rund fünf Jahren, aufgebaut wird sie aber nur selten, so zum Beispiel auf dem Colditzer Weihnachtsmarkt“, sagte Pönisch. „Das passt alles in einen Auto-Anhänger, der ist dann aber auch voll.“ Eingesetzt wurden für den Bau der Rennstrecke größtenteils Originalbauteile eines namhaften Herstellers, nur die Steuerung wurde angepasst. „Ab und zu fällt hier mal eines der Autos aus der Bahn, dann tüfteln wir, wie die besser in der Spur bleiben können.“

In großen Dimensionen denken auch die Modellbahner vom Leipziger Verein „Friedrich List“. Sie präsentierten ihre 14 Meter lange Eisenbahnanlage, bei dem der Borsdorfer Bahnhof den Mittelpunkt bildet. Die Anlage existiert schon rund drei Jahrzehnte. „Damit waren wir schon viel unterwegs, bis nach Magdeburg und Görlitz“, sagte Thomas Balzer. Das Besondere: Fast alle Häuser seien Marke Eigenbau, und auch die wenigen noch stehenden Bausatz-Exemplare werden Schritt für Schritt durch Eigenkreationen ersetzt.

Von Bert Endruszeit

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