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Wurzen Parthenstrolche begeistern zum Borsdorfer Inselfest
Region Wurzen Parthenstrolche begeistern zum Borsdorfer Inselfest
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05:00 08.06.2010
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. Eine solche Kulisse muss man anderswo erstmal suchen, dachte sich die Gemeinde und lud am Wochenende zum 2. Inselfest in den Borsdorfer Park am Schwanenteich.

„Tiefschwarz tropft die Nacht durch die Bäume", ein junges Mädchen irrt verzweifelt umher, bis es endlich an ein Häuschen gelangt: „Oh, wer hier wohl wohnen mag?" Die meisten Zuschauer wissen natürlich, was Sache ist – stehen doch sieben Stühlchen, Becherchen, Tellerchen auf dem Tisch – halten sich jedoch, bis auf ein paar ganz junge, mit der Antwort zurück. Schließlich handelt es sich um ein einstündiges Märchenspiel und da kommen auch schon weitere Hauptpersonen anmarschiert: „Hey ho, hey ho, wir sind vergnügt und froh. Die Arbeit ist für heute aus. Wir gehen nach Haus." Und schon sind auch die berühmten Worte zu hören: „Wer hat auf meinem Stühlchen gesessen. Wer hat von meinem Tellerchen gegessen? Wer hat aus meinem Becherchen getrunken?" Schneewittchen ist’s – wer sonst! Und das staunt nicht schlecht über Brummbär, Hatschie, Heppel alias Niklas, Julian, Justin und die vier weiteren Zwerge. Das Märchen um den vergifteten Apfel und die böse Königin nimmt seinen bekannten Lauf: Prinz Hannes gibt rechtzeitig den Retter und am Ende bekommt sogar die intrigante Königin jede Menge Beifall. Zu Recht – sind doch Emely, Melanie, Theo und all die anderen vom Hort „Parthenstrolche" mit viel Spaß dabei. Blumen, Lob und Applaus gibt es auch für Donald Tänzer, der das Märchen mit den Grundschülern einstudierte. Befragt, was das Schöne an der Regiearbeit gewesen sei, muss er nicht lange überlegen: „Die Spielfreude und Begeisterungsfähigkeit der Kinder", findet Tänzer, der selbst Mitglied des Vereins Theater Macher(n) ist und mehrere Jahre im Forumtheater Wien gespielt hat. Hortleiterin Veronika Raschke und Erzieherin Pia Kunz wissen vor allem die vielen positiven Effekte des Projekts zu schätzen: „Ausdruck, Ausdauer, Motorik werden geschult – und nicht zu vergessen Geduld wird geübt." Zudem musste manch Buchstabensalat geknackt werden – bitte nachsprechen: „Ich bin der Seppel und verdreh als einziger, was ich versteh. Ich meine, ich verdrehe Stuchbaben, ein Herr kann ja nicht alles zwaben." Die Kunst der kleinen Sprachakrobaten kann auch Thomas Uhlmann würdigen. Der Borsdorfer „Ureinwohner" hat von 1948 bis 1950 selbst in einer Laiengruppe gespielt: der Freien Bühne Borsdorf. „Hier auf der Eichelwiese haben wir Stücke von Erich Kästner aufgeführt." 30 bis 40 Mittwirkende seien es damals gewesen. „Schön, dass der Park wieder belebt wird." Für das Inselfest hat ihn der Borsdorfer Bauhof auf Vordermann gebracht. „Wir haben die Bühne gebaut und auch die Namensgeberin heraus geputzt", erzählt Eckard Lübcke. Auf das kleine Eiland setzten zu fortgeschrittener Stunde noch die „Partheplautzer" samt Bürgermeister Ludwig Martin über, um von dort musikalische Grüße aufs Festland zu schicken. Für Aufsehen sorgte auch ein merkwürdiges Objekt: Steht dort nicht unser Parkscheinautomat, trauten die Borsdorfer ihren Augen kaum. Warum? Wieso? Bauhofleiter Lübcke lächelt verschmitzt: „darüber können die Borsdorfer ja mal nachdenken. Bis zum nächsten – dann gibt’s wieder was zum Rätseln."

Ingrid Hildebrandt

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