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Pflegeheimbau in Bennewitz: Keinen Partner verprellen

Pflegeheimbau in Bennewitz: Keinen Partner verprellen

Zur Gemeinderatsitzung am Mittwochabend sollte im Bennewitzer Rathaus eigentlich die Absicht bekräftigt werden, zwei Flurstücke in der Albert-Kuntz-Straße zum Bau eines Pflegeheimes an das Internationale Bildungs- und Sozialwerk zu verkaufen.

Bennewitz. Doch dazu kam es nicht. Der Beschluss wurde zurückgezogen. In der nächsten Ratssitzung im Oktober sollen zunächst auch die Muldental-Kliniken Gelegenheit haben, ihre Pläne öffentlich vorzustellen. Heinrich Schnatmann, Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins, hatte Ende Juli im Dorfparlament sein Sechs-Millionen-Projekt vorgestellt: Ein Drei-Etagen-Neubau mit 63 Pflegeplätzen, dessen Bau im Frühjahr 2013 starten könnte. Zudem war von 50 bis 70 Arbeitsplätzen für Fachkräfte die Rede. Inzwischen, so informierte Bürgermeister Matthias Spalteholz, habe die Gemeinde mit Bauordnungsamt und Unterer Wasserbehörde die mögliche Verfahrensweise abgeklärt. Ein Bebauungsplan müsse aufgestellt, der Wasserentwicklung bei Starkregen Rechnung getragen werden – etwa durch einen Baukörper auf Stelzen oder das Weglassen der Keller. Spalteholz betonte, dass das Vorhaben der Muldental-Kliniken in der Kopplung von Altenpflegeheim und betreutem Wohnen für Bennewitz optimal passen würde. Allerdings könne dieser Partner finanziell nicht die Gesamtmaßnahme stemmen wie das Sozialwerk. Eine Splittung müsste erfolgen. „Für unsere Vorstellungen sind die Muldental-Kliniken der bessere Partner. Aber die Chance, die uns Schnatmann gibt, hat man nur einmal", sieht Spalteholz die Vorteile beider Projekte. Er schlägt vor, den gemeinnützigen Verein nicht zu verprellen, aber auch die Verhandlungen mit den Muldental-Kliniken weiterzuführen. „Ich würde mich gern für beide Seiten starkmachen", bekannte der Bürgermeister. „Das ist zu groß, das passt städtebaulich nicht in die Albert-Kuntz-Straße", schätzte Gemeinderat Peter Lipinski (Die Linke) Schnatmanns Pläne ein und empfahl, sie auf Standorte in Altenbach oder Schmölen zu lenken. Das unterstrich auch Karl-Heinz Ligotzki (SPD). Johann Fuhrmann (Die Linke) wies mit Nachdruck darauf hin, dass sich der angepeilte Standort mitten im Überflutungsgebiet befinde. „Dann müssten im Ernstfall mehr als 60 Pflegebedürftige evakuiert werden", gab er zu bedenken und kündigte an, dass er an dieser Stelle gegen eine Bebauung stimmen würde. Siegfried Pohl (CDU) bemängelte, dass die Krankenhaus-Pläne bisher offenbar nur im Arbeitskreis vorgestellt wurden, und wies auf den erheblichen Bedarf an betreutem Wohnen hin. „Die Menschen, die ein Eigenheim aufgeben, suchen die Ortsnähe", favorisierte er die Albert-Kuntz-Straße für diese Wohnform und sieht den Standort für ein Pflegeheim eher in Schmölen.

Ingrid Leps

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