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Wurzen Planung für Macherner Grundschule liegt vorerst auf Eis
Region Wurzen Planung für Macherner Grundschule liegt vorerst auf Eis
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00:18 16.12.2016
Einige Stellen auf dem Macherner Schulhof sind wegen Unfallgefahr bereits seit längerem gesperrt. Quelle: Büro Knoblich
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Machern

Die mit Abstand größte Investition der Gemeinde Machern in den kommenden beiden Jahren ist die Sanierung des Schulhofs an der Macherner Grundschule. Für rund 390 000 Euro steht das Vorhaben im Etat. Im Technischen Ausschuss sollten am Montagabend eigentlich weitere Planungsschritte beauftragt werden. Zur Abstimmung stand die Vergabe eines Auftrages für rund 33 000 Euro an das Büro Knoblich aus Zschepplin. Doch die Mehrheit der Gemeinderäte sah im Angebot des Büros noch Verhandlungsspielraum und ließ auch Zeitdruck als Argument nicht gelten.

Hanka Lesser, Mitarbeiterin der Bauverwaltung, erklärte, die weitere Zusammenarbeit mit Knoblich biete sich an. „Immerhin hat er schon die bisherigen Vorplanungen betreut“, warb sie für eine Entscheidung. Nunmehr gehe es darum, die weiteren Leistungsphasen 3 bis 5 an den Mann zu bringen. Diese sollten laut Angebot für 33 000 Euro erfolgen. Weitere rund 20 000 Euro stünden für die Leistungsphasen 6 bis 8 für den vorderen Schulhof und 15 000 Euro für den hinteren Schulhof zur Debatte.

„Wir reden hier über eine ziemliche Stange Geld“, machte Gemeinderat Detlef Keller (CDU) deutlich. „Deshalb sollte noch einmal alles versucht werden, das Optimum für die Gemeinde herauszuholen.“ Andere Redner beschworen die Gefahr herauf, dass Machern für das Vorhaben keine Fördermittel bekommen könnte. „Dann wären die Planungskosten zum Fenster rausgeworfen“, warnte Gunter Bergt (Linkspartei). Laut Hanka Lesser sei dieses Risiko äußerst gering. „Die Maßnahme ist in die Liste des Förderprogramms Brücken in die Zukunft bereits aufgenommen.“ Im Januar will das Rathaus anhand der bereits erstellten Unterlagen den konkreten Förderantrag stellen, im Februar werde dieser vom Landratsamt an die zuständige Bewilligungsstelle weitergeleitet, hieß es.

Hanka Lesser hatte unter anderem erklärt, dass der Preis durch die Honorarzone 4 zustande komme. Diese Einordnung schreibe die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) bei der Gestaltung einer derartigen Freifläche vor. Gemeinderat Robert Steinbauer (Freie Wählergemeinschaft) sah hier aber durchaus einen Ansatzpunkt, um noch etwas einzusparen.

Tenor der Debatte war am Ende, nichts zu überstürzen. Die Verwaltung solle noch einmal nachverhandeln. Bei allem sitzt der Kommune die Zeit im Nacken. Geplant ist eigentlich, die Arbeiten auf dem vorderen Schulhof in den Sommerferien 2017 durchzuführen, der hintere Hof soll dann 2018 folgen. „Wir stehen auch deshalb unter Zeitdruck, weil die Sommerferien im nächsten Jahr relativ zeitig – bereits im Juni – beginnen“, erklärte Lesser. Der Ausschuss entschloss sich dennoch, den Auftrag noch nicht auszulösen. Über die Vergabe der Leistungen soll nun auf der ersten Sitzung des Gremiums am 9. Januar entschieden werden. Die Räte hoffen, dass dann eine niedrigere Summe als die vorerst 33 000 Euro zur Debatte stehen.

Von Simone Prenzel

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