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Wurzen Polenzer Dorffest: Unterstützung sogar von zukünftigen Einwohnern
Region Wurzen Polenzer Dorffest: Unterstützung sogar von zukünftigen Einwohnern
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00:20 24.08.2017
Gute Stimmung im geschmückten Festzelt in Polenz. Quelle: René Beuckert
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Brandis/Polenz

Das Polenzer Dorffest hat sich zu einer schönen Tradition entwickelt. Entstanden vielerorts solche Feste erst nach der politischen Wende, kann Polenz auf viele Feierlichkeiten bereits zu DDR-Zeiten zurückblicken. Ortschronist Lothar Heller ist seit 50 Jahren selbst im Ort aktiv und sich sicher, dass es damals schon ein solches Fest gegeben hatte. In diesem Jahr sind die Oranisatoren um Doreen Forbrig mit einem neuen Konzept an den Start gegangen. „Der Heimatverein, in dem ich auch tätig bin, hat neue Mitstreiter gesucht und zahlreiche junge Leute im Ort gefunden, die gern bereit waren das Festkomitee zu unterstützen“, hebt sie hervor.

Ihr Anliegen war es, trotz allem auch Bewährtes zu erhalten und so die Tradition aufleben zu lassen. So brachten sich Frauen- und Männerchor ein und gaben dem Ereignis eine persönliche Note. „Insbesondere wirken die

Stiefelweitwurf ist eins der Angebote beim Polenzer Dorf- und Kinderfest. Quelle: René Beuckert

Polenzer Vereine mit und tragen dadurch zum Gelingen des Festes bei“, so Forbrig lobend. Der Sportverein bot den Kindern und Jugendlichen sogar die Möglichkeit, das DFB-Sportabzeichen zu erwerben. Das Angebot wurde natürlich rege genutzt. „Wir haben für das Dorffest sehr gern zugesagt, denn schließlich ist der Sportverein ein Bestandteil im gesellschaftlichen

Bei der Barfußstrecke können mit Sohle und Zehen die unterschiedlichen Materialien am Boden erfühlt werden. Quelle: René Beuckert

Leben“, sagt Andreas Dietrich vom SC Polenz. Bereits Monate zuvor hatten sie im Festkomitee beraten, was sie neben dem Traditionellen noch anbieten können. Da der Spaß – insbesondere für die Kinder – nicht zu kurz kommen sollte, gehörten zu den sportlichen Disziplinen unter anderem Stiefelweitwurf, Sackhüpfen, Reifenrollen und eine sogenannte Barfußstrecke.

Familie Hubert besuchte mit ihren Enkelkindern das Fest. Die Kleinen durchschritten tatsächlich barfuß den Parcours, der mit unterschiedlichen Materialien gefüllt war. „Für die Enkel ist so ein Fest ein Erlebnis, zumal sie hier selbst auf Entdeckung gehen können“, stellt Bernd Hubert erfreut fest.

Das Festzelt füllte sich am Eröffnungstag zusehends mit Gästen. Rechtzeitiges Erscheinen sichert bekanntermaßen gute Plätze. Matthias Schmidt, Leiter beider Chöre sagt: „Es bereitet mir immer wieder Freude mit den beiden Chören aufzutreten. Wobei es schon beachtlich ist, dass so ein kleiner Ort gleich auf zwei Chöre verweisen kann, die auch gern bereit sind zum Fest aufzutreten. Für die Mitglieder ist das Engagement keine Frage gewesen, denn in einem Dorf sind manche Dinge noch selbstverständlich“, sagt Schmidt.

Damit die Festbesucher gleich einen Ansprechpartner finden ohne lange suchen zu müssen, trugen die Leute vom Festkomitee ein T-Shirt mit dem Vornamen darauf, dessen Rückseite eine Grafik zierte. „Wir werden gleich an dem dunklen T-Shirt erkannt. Es gibt zum Festgeschehen immer einmal eine Frage, die wir gern beantworten“, sagt Andreas Dietrich.

Doreen Forbrig erklärte, dass sich sogar Leute am Fest beteiligen die erst nach Polenz ziehen werden. „Ohne Unterstützung der vielen fleißigen Helfer wäre ein solches Ereignis kaum auf die Beine zu stellen. Wir haben Flyer im Dorf verteilt und persönliche Gespräche mit den Bewohnern gesucht und dadurch eine höher Bereitschaft erfahren, hier mitzutun. Auch Firmen aus dem Ort und der Nachbarschaft haben uns finanziell unterstützt“, betont Doreen Forbrig.

Ein Höhepunkt bildeten Tanzaufführungen mit Standard- und lateinamerikanischen Tänzen. Und am Abend spielte eine Liveband zur Unterhaltung der Festbesucher.

Von René Beuckert

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