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Wurzen Polenzer Gestüt für spanische Pferde setzt sich für Straßenhunde ein
Region Wurzen Polenzer Gestüt für spanische Pferde setzt sich für Straßenhunde ein
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00:18 24.05.2017
Sandra Kogler präsentierte mit Stute Amara, die sie vor drei Jahren auf dem Gestüt erworben hatte, Bodenübungen und zeigte sich sehr vertraut mit ihr. Quelle: Foto: Robin Seidler
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Brandis/Polenz

Auf dem Gestüt für spanische Pferde in Polenz wurde an den vergangenen zwei Wochenend-Tagen wieder Gutes getan. Viele Reitsportfreunde reisten aus nah und fern an und bereicherten die Benefizveranstaltung für griechische und rumänische Straßenhunde.

„Ich bin wirklich froh, dass wieder so viele Vereine den Weg zu uns gefunden haben“, sagte die Geschäftsführerin des Gestüts, Almuth-Bianca Schneider-Matson. An beiden Tagen gab es nicht nur Schauvorführungen mit Pferden im Dressur-Parcours, sondern auch Hintergrund-Informationen sowie Vorstellungsrunden zu den Straßenhunden, die Schneider-Matson ebenso beherbergt. Ein Großteil der Einnahmen des Wochenendes werde an die betreffenden Vereine mit deren Vertretungen in Deutschland, die sich um die Straßenhunde kümmern, gehen, informierte die Geschäftsführerin.

Die Schauvorführungen liefen an beiden Tagen von morgens bis abends. Dabei traten dutzende Pferdesportler auf. Am Sonnabend war unter anderem mit Sandra Kogler und ihrer Stute Amara eine Bekannte aus früheren Zeiten dabei. Sie zeigte mit dem Pferd Übungen am Boden. „Es ist prächtig, wie sich dieses Pferd entwickelt hat“, meinte Schneider-Matson, die die siebenjährige Stute kennt: „Sie stammt von unserem Gestüt hier, und Sandra Kogler hat sie vor drei Jahren erworben.“

Ein eigenes Gestüt war ein langer Traum von Almuth-Bianca Schneider-Matson. Seit 18 Jahren ist sie bereits in Polenz ansässig. Auf dem Gestüt betreut ihr Team insgesamt 70 Pferde – außerdem 43 Straßenhunde, die sie aufgenommen hat. „Zusammen mit den Weideflächen ist unser Areal sechs Hektar groß und damit das zweitgrößte Gestüt für spanische Pferde in Deutschland. Wir haben bei uns vier angestellte Mitarbeiter und dazu zwei ehrenamtliche“, erzählte die Geschäftsführerin. Vor ihrem Engagement in Polenz besaß sie auch schon Pferde. „Diese waren allerdings in anderen Gestüten eingestellt.“

Am Sonnabend machte die Geschäftsführerin Bekanntschaft mit einem ganz anderen Tier: Denn zu Gast war auch Claudia Brommund aus Westensee bei Kiel. Sie hatte Steppenadler Emma mit dabei. Dieser fühlte sich auf der Faust von Almuth-Bianca Schneider-Matson sichtlich wohl – und die Geschäftsführerin war danach erleichtert. „Es war ein sehr erhabenes Gefühl“, sagte sie, nachdem sie zuvor von einer Feder-Phobie gesprochen hatte. Claudia Brommund war das erste Mal in Polenz und setzt sich unter anderem für den Vogelschutz ein. Vor allem bezüglich der Vogelgrippe leistet sie Aufklärungsarbeit und plädiert für kürzere Sperrfristen.

Von Robin Seidler

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