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Potz-Blitz-Offensive

Potz-Blitz-Offensive

Der Schuss wäre beinahe nach hinten losgegangen: Mit Mühe und Not überzeugten zu guter Letzt Raymund Töpfer und Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) dann doch die Mitglieder des Kulturausschusses von einem kommunalen Millionenprojekt, das sie ganz unverhofft aufs Sitzungspodest hoben – die Sanierung des Bootshauses in Schmölen und den Teilrückbau des Bootshauses Dehnitz.

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Ausbau in Schmölen: Hier soll das Gebäude umfangreich saniert werden.

Quelle: Andreas Röse

Wurzen. Bevor allerdings Sachgebietsleiter Töpfer per Powerpoint-Präsentation den Stadträten die Potz-Blitz-Offensive der Verwaltung schmackhaft machte, sorgte erst einmal ein Besucheransturm für neugierige Blicke von den Fraktionsbänken. Ruderer und Kanuten drängten auf die wenigen Gästestühle, darunter Wurzens Olympiasieger im Doppelvierer Philipp Wende. Der Goldmedaillen-Gewinner erhielt natürlich sofort die volle Aufmerksamkeit Röglins. Töpfer hingegen schenkte seinen Vortragseifer in Gänze den Abgeordneten. Immerhin sollten sie, wie er mehrfach betonte, das Vorhaben zwar nicht beschließen, bei alledem einen klaren „politischen Willen" bekunden. Aber zu den Fakten: Laut des Sportstättenentwicklungsplanes, den das Stadthaus im Jahre 2010 als Leitfaden erarbeiten ließ, seien zwei Bootshäuser in Wurzen ein Bootshaus zu viel. Deswegen, so Töpfer, dachte die Behörde über eine Neustrukturierung nach. Auch deshalb, weil dem Ruderverein Schwarz Gelb (100 Mitglieder, davon 40 Kinder) als Nutzer beider Objekte die Betriebskosten über den Kopf wachsen. Dabei operierte Töpfer mit zwei Varianten – ein Bootshaus-Neubau auf Wurzener Seite und der Abriss in Schmölen sowie die Sanierung in Schmölen und der Rückbau auf Wurzener Seite in Dehnitz. Knackpunkt hierbei sind die Kosten. Während der Neubau knapp zweieinhalb Millionen Euro kosten würde, liegt die Höhe der Investition für Option zwei bei 1,55 Millionen Euro. In Gesprächen mit den Betroffenen habe sich der Verein angesichts der Zahlen für die zweite Alternative entschieden, berichtete Töpfer weiter. Jedoch wurde eben diese Aussage in der anschließenden Diskussion durchs Publikum kolportiert. Ein Zaungast gab freimütig zu, dass der Vorstand sehr wohl über den Inhalt der Absprachen informierte, eine Abstimmung hierzu habe es indes nie gegeben. Überdies würden viele Ruderer einen Neubau auf Wurzener Seite begrüßen. Genau dieses Veto verunsicherte wiederum die Parlamentarier. Der Wunsch Töpfers, an diesem Abend den politischen Startschuss zu erhalten, um bis zum 30. September das Projekt bei der Sächsischen Aufbaubank anzumelden, schien für den Augenblick in weite Ferne zu rücken. Mit Engelszungen leisteten er und Röglin nochmals Überzeugungsarbeit, die der siebenköpfige Ausschuss mit einem einstimmigen Votum quittierte. Frühestens 2014 könnte es mit dem Spatenstich losgehen – auf dem Gelände des Bootshauses in Schmölen. Der Backsteinbau in Dehnitz bliebe letztlich nur noch Zielstation.

Kai-Uwe Brandt

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