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Wurzen Preis der Sächsischen Jugendstiftung für Grimmaer Gymnasiasten
Region Wurzen Preis der Sächsischen Jugendstiftung für Grimmaer Gymnasiasten
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18:00 04.12.2015
Ausgezeichnet wurden auch Schüler des Grimmaer St.-Augustin-Gymnasiums. Quelle: Andreas Döring
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Wurzen

Beim Netzwerk für Demokratische Kultur am Domplatz in Wurzen wurden Freitagabend Abend Gruppen und Initiativen aus den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen sowie der Stadt Leipzig mit dem Preis „Selbstverständlich menschlich“ ausgezeichnet. Es handelt sich um eine Auszeichnung, mit der die Sächsische Jugendstiftung das Engagement junger Leute zwischen zwölf und 27 Jahren für Flüchtlinge würdigt. „Es ist ein Preis für junge Menschen, die uneigennützig versuchen, Geflüchteten die Ankunft und den Aufenthalt in Sachsen zu erleichtern“, sagt Tobias Heinemann, der Geschäftsführer der Sächsischen Jugendstiftung.

Ausgezeichnet wurde am Abend auch die Schülerinitiative „St. Augustin denkt bunt“ vom Grimmaer St.-Augustin-Gymnasium, die im August zu einem Projekttag mit einem Fußballturnier und einem Konzert eingeladen hatte. Zu der Veranstaltung, bei der es rund um den Fußballplatz einen Siebdruckstand und eine Graffitiwand sowie Informations- und Essensstände gab, hatten die Schüler auch Asylbewerber eingeladen, für die zudem ein Fahrservice organisiert war. Die Grimmaer Schüler erhielten wie alle anderen Preisträger auch 500 Euro.

Zu den Preisträgern gehören auch die Initiative Peperonici aus Leipzig, drei Leipziger Studentinnen, die sich ehrenamtlich als Asylrechtsberaterinnen engagieren, die Neuntklässler der Leipziger Lene-Voigt-Oberschule Leipzig, die sich um junge Asylbewerber in einem ehemaligen Jugendklub kümmern sowie die Kampagne zur Flüchtlingshilfe des Schülerrats der Leipziger Max-Klinger-Schule. Zudem wurde die Initiatoren eines Deutschkurses in einem Stadtteilladen in Leipzig ausgezeichnet.

Insgesamt wurden in Sachsen in diesem Jahr etwa 40 Preise zu jeweils 500 Euro vergeben, teilte Jugendstiftungsgeschäftsführer Heinemann weiter mit. So fanden beziehungsweise finden Auszeichnungsveranstaltungen in Freiberg, Zwickau, Pirna und Bautzen statt. Dabei, so heißt es in der Ausschreibung des Preises, spiele es bei den Auszeichnungen keine Rolle, ob es sich um lose Gruppen, Initiativen, Vereinsmitglieder oder Schulklassen handle. Ausgezeichnet würden Aktionen in Sachsen, „die sich wohlwollend und direkt unterstützend an geflüchtete Menschen“ wenden. Dabei es von Bedeutung, dass auch „die ganz kleinen, eher selbstverständlichen Aktivitäten“ gewürdigt werden.

Die Sächsische Jugendstiftung wurde im Jahr 1997 nach einem Beschluss des Landtages gegründet. Sie initiiert eigene Programme und unterstützt sächsische Initiativen. Um den Preis „Selbstverständlich menschlich“ hatten sich nach Angaben von Geschäftsführer Heinemann in diesem Jahr mehr als 700 junge Leute beworben.

Von Nikos Natsidis

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