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Wurzen Radweg und Brücke in Deuben in Sicht
Region Wurzen Radweg und Brücke in Deuben in Sicht
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11:12 05.11.2018
Diese Absperrung ist bald überflüssig. Der Radweg an der B6 in Deuben wird nächstes Jahr weitergeführt. Quelle: Ines Alekowa
Bennewitz

Der Vertrag mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) ist unterschrieben. Die Brücke über den Saubach in Deuben kann gebaut und damit der Geh- und Radweg in Richtung Altenbach weitergeführt werden.

Bebauungsplan musste wegen Naturschutzgebiet geändert werden

Bis jetzt ist der parallel zur Bundesstraße 6 verlaufende neue Radweg nur ein Torso. Er endet am Verwaltungsgebäude von Regionalbus Leipzig und ist damit eigentlich nicht befahrbar. Radfahrer, eingezwängt zwischen LKW und Straßengraben, brauchen weiter starke Nerven. Das Ziel der Gemeinde Bennewitz ist es, den Weg bis zur Altenbacher Straße zu führen. Aber auch das wird nur eine Zwischenlösung sein, denn der endgültige Radweg wird erst mit dem zweiten Bauabschnitt der B6 von Deuben nach Machern errichtet. „Doch das kann noch zehn Jahre dauern“, begründet der Bennewitzer Bürgermeister Bernd Laqua (parteilos) das Bestreben, für Pedalritter jetzt eine sichere Trasse zu schaffen.

Von dem Gedanken, einfach eine Holzkonstruktion über den Saubach zu setzen, musste sich der Rathauschef allerdings schnell verabschieden. Da das Bauvorhaben in einem Flora-Fauna-Habitat-Schutzgebiet geplant ist, bedurfte es einer Änderung des Bebauungsplanes inclusive einer FFH- Erheblichkeitsabschätzung, einer Artenschutzfachlichen Untersuchung und eines Grünordnungsplanes. „In dem Gebiet mit den zahlreichen Tonteichen ist zum Beispiel auch der Otter beheimatet“, erklärt Laqua. „Deshalb muss in die Brücke eine Otterberme integriert werden.“ Das ist ein Pfad unter Brücken, die es dem Otter ermöglichen sollen, diese auf dem Landwege zu unterqueren. Die Untere Wasserbehörde habe daraufhin Bedenken geäußert, die Berme könnte den Wasserdurchfluss verringern. „Aber die konnten wir mit unserem Hochwasserschutzkonzept entkräften“, zeigte sich Laqua froh, das Zahlenwerk seit zwei Jahren in der Schublade zu haben. Ein Jahr nahm die Abstimmung in Anspruch. „Es war eine Herausforderung, die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bringen“, blickte Laqua zurück und ist froh, den Brückenbau von der Anbindung des Gewerbegebietes getrennt zu haben. „Sonst hätten wir das bis jetzt nicht geschafft.“ Am 6. November 2017 war der Knoten von B6 und Gewerbegebiet nach einem halben Jahr Bauzeit und drei Jahren Vorbereitung für den Verkehr freigegeben worden.

Fertigstellung Ende 2019 geplant

Als Baubeginn für die Brücke peilt Laqua das Frühjahr 2019 an, Ende 2019 sollen Brücke und Weg fertig sein. Zuerst gilt es, den bestehenden aber maroden Durchlass unter der B6 zu stabilisieren, erklärt Bauamtsleiterin Birgit Hardegen. Dafür wird in die alte eine neue Röhre hineingetrieben. Danach wird neben den Durchlass die neue, 2,50 Meter breite Stahlbetonbrücke für den Radweg gesetzt. Die Bauarbeiten sollen bei fließendem Verkehr auf der B6 erfolgen. Die Brücke wird etwa 90000 Euro, der Radweg noch einmal 50000 Euro kosten, wobei die Gemeinde plant und baut und das Lasuv bezahlt.

Von Ines Alekowa

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