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Wurzen Rasenteppich für Kita-Spielplatz in Bennewitz
Region Wurzen Rasenteppich für Kita-Spielplatz in Bennewitz
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00:20 07.07.2018
Die Kinder der Bennewitzer Kindertagesstätte, die vorübergehend im Jugendhaus untergebracht sind, können sich über eine neue Spielanlage freuen. Derzeit sind Mitarbeiter vom Bauhof der Gemeinde mit den Abschlussarbeiten beschäftigt. Quelle: Thomas Kube
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Bennewitz

Die Spielfläche vor dem Jugendhaus in Bennewitz, in dem seit Herbst 2017 rund 50 Kinder aus der Kindertagesstätte Deuben untergebracht sind, erhält einen Rasenteppich. Mitarbeiter des örtlichen Bauhofes begannen am Montag mit den Verlegearbeiten. Die Gemeinde reagiert damit auch auf Beschwerden von Eltern, die in dem rauen Pflaster eine Unfallquelle sahen.

Grund für die Interimslösung in Bennewitz sind Umbau und Sanierung der Deubener Einrichtung. Allerdings werden diese nicht nur bis Herbst 2018 andauern, sondern bis 2020. Die Gemeinde hatte sich im April dieses Jahres zur Aufstockung von Haus 2 entschlossen, nachdem nach Beginn der Bauarbeiten die Kinderzahl in der Gemeinde deutlich angestiegen war.

Eltern sehen Unfallgefahr

Um den Kindern das Spielen im Freien zu ermöglichen, hatte die Gemeinde den Dorfplatz vorm Jugendhaus umzäunt und extra Spielgeräte, zum Beispiel ein Holzschiff, angeschafft. Kita-Leiterin Janine Grosche weist darauf hin, dass der Platz von TÜV, Jugendamt und Unfallkasse geprüft wurde, „bevor die Kinder überhaupt drauf durften“. Trotzdem mahnte Elternsprecher Thomas Gulder zur jüngsten Gemeinderatssitzung eine „kindgerechte Gestaltung“ der Freifläche an. Die Betonplatten hitzten sich auf, die vielen Stufen – der Platz ist in mehrere Ebenen gegliedert – bildeten eine Unfallgefahr für rennende Kinder.

Fläche erhält Belag

„Vielleicht könnte man die Fläche mit Schutzvlies auslegen, mit Erde auffüllen und Rollrasen drauflegen“, schlug er vor. Von der knappen Antwort des Bürgermeisters, der im Gemeinderat stattdessen Kunstrasen versprach und ansonsten eine schriftliche Antwort ankündigt hatte, zeigte er sich enttäuscht. „Kunstrasen ändert das Klima nicht.“

Für Bauamtsleiterin Birgit Hardegen ist er indes die einzig praktikable Lösung. „Wir hatten schon vorher recherchiert, was wir machen können“, sagt sie. Aber bei der von den Eltern ins Spiel gebrachten Variante wären zum einen die Stufenkanten noch immer vorhanden, aber nicht mehr sichtbar, zum anderen habe der Platz in Richtung Feuerwehr keine Fassung.„Ich denke, wir haben eine gute Lösung gefunden“, meint sie.

Verkehrsschilder weisen auf Kita

Auch der Bitte der Eltern, über Verkehrsschilder auf die Kita aufmerksam zu machen, wird entsprochen. „Wir werden zur Verkehrsberuhigung eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 kmh ausschildern“, sagt Patrick Graf, Sachbearbeiter für Ordnung und Sicherheit. „Das Polizeirevier in Grimma hat bereits zugestimmt, die Schilder sind bestellt und werden spätestens Mitte August aufgestellt.“

Nachdenken über Querungshilfe

Nachgedacht werde außerdem über eine Verkehrsinsel als Querungshilfe. „Aber da muss erst geprüft werden, ob die Fahrbahnbreite das hergibt.“ Sie mit Zebrastreifen zu kombinieren, erteilte Graf aber schon jetzt eine Absage. Gulder hatte das angeregt, weil die Kinder auch den Spielplatz im Wohngebiet hinter der Tankstelle besuchen und dazu über die Leipziger Straße müssen. „Das ist Verkehrserziehung auf höchstem Niveau“, hatte Christin Haufe, die auch ein Kind in der Einrichtung hat, hinzugefügt. „Aber für Zebrastreifen gibt es Richtlinien“, erklärte Graf, „und die Anzahl der Fahrzeuge pro Stunde und die Anzahl der querenden Personen reicht demnach dafür nicht aus.“

Von Ines Alekowa

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