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Wurzen Rathaus-Konflikt: Macherner Gemeinderäte wollen "Probleme beheben"
Region Wurzen Rathaus-Konflikt: Macherner Gemeinderäte wollen "Probleme beheben"
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15:01 19.05.2015
Rathaus Machern: Das Klima in der Gemeindeverwaltung gilt als belastet. Quelle: Andreas Röse

Unterzeichner sind die stellvertretenden Bürgermeister Robert Steinbauer und Klaus Zaspel (beide CDU) sowie die Gemeinderäte Andreas Holtz (Linkspartei) und Valentin Theil (SPD).

Bezug nimmt die Erklärung auf eine nichtöffentliche Sondersitzung des Rates, die vier Parlamentarier nach einem LVZ-Bericht über Mobbingvorwürfe gegen Bürgermeisterin Doreen Lieder (parteilos) beantragt hatten.

Weiter heißt es in der Äußerung des Quartetts: "Die Gemeinderäte der Fraktionen CDU, Linke und SPD sind sich einig, dass es jetzt gilt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren, um mit der Bürgermeisterin - Frau Doreen Lieder - die Gemeindeinteressen positiv zu gestalten." Unbestritten sei, wird weiter ausgeführt, "dass die Voraussetzungen für die neu gewählte Bürgermeisterin in diesem Jahr alles andere als optimal waren - unter anderem wurden durch die Hochwasserkatastrophe Personal-Kapazitäten gebunden, die anderweitig fehlten".

Seitdem die Kritik an Lieders Amtsführung öffentlich wurde, herrscht hinter den Kulissen hektische Betriebsamkeit. Die Macherner CDU, die die parteilose Juristin als Bürgermeisterkandidatin nominiert hatte, tagte mehrfach. Auch die Kommunalaufsicht des Landkreises war wiederholt vor Ort und führte Gespräche. Zusätzlich zu den drei erkrankten Mitarbeitern sind aktuell zwei weitere Rathaus-Bedienstete ausgefallen. Auslöser sollen psychische Belastungen am Arbeitsplatz sein.

Auf die Mobbingvorwürfe geht die gestrige Presseerklärung der vier Gemeinderäte nicht ein. Dass es Probleme gibt, wird allerdings bestätigt. "Aus den Reihen der Mitglieder aller demokratischen Fraktionen (CDU, Linke, SPD) und der UWG werden Gremien gebildet, die sich unter anderem in die Gespräche mit dem Personalrat einbringen, um bestehende Probleme zu beheben und künftige Dissonanzen zu vermeiden. Auch an Einzelgesprächen mit Mitarbeitern sollen Teile des Gemeinderates (insbesondere die stellvertretenden Bürgermeister) begleitend teilnehmen."

Eine überwältigende Mehrheit der am 4. Dezember anwesenden Gemeinderäte, betonen Steinbauer, Holtz, Theil und Zaspel in ihrer gemeinsamen Stellungnahme, "wolle künftig die Bürgermeisterin in ihrem Bemühen unterstützen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung sich in Machern und deren Einrichtungen fair behandelt fühlen, und die Bürger der Verwaltung und dem Gemeinderat weiterhin ihr Vertrauen schenken". Lieder selbst hat sich nach wie vor nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.12.2013
Simone Prenzel

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