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Wurzen Region Wurzen: Trinkwasser wird teurer
Region Wurzen Region Wurzen: Trinkwasser wird teurer
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05:00 08.12.2009
Trinkwasser wird teurer: Der Versorgungsverband erhöht die Gebühren. Quelle: Ralf Zweynert
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Wurzen

Das teilte Verbandsvorsitzender Kurt Schwuchow gestern mit. Jeder Haushalt muss also rund 28 Euro im Jahr mehr bezahlen. Der Kubikmeter-Mengenpreis bleibt bei 1,87 Euro.

Der Versorgungsverband umfasst 17 Städte und Gemeinden aus den Altkreisen Wurzen und Eilenburg. Er liefert Trinkwasser an etwa 100 000 Einwohner. Die Bürgermeister, die ihre Orte in der Verbandsversammlung vertreten, hätten ein natürliches Interesse daran, dass die Gebühren „so niedrig wie möglich“ sind, sagte Schwuchow, der Gemeindechef von Thallwitz. Im konkreten Fall habe man aber keine andere Wahl gehabt, als der Anhebung zuzustimmen. Vier Punkte seien dafür maßgeblich gewesen: die demografische Entwicklung in der Region, die die Zahl der Kunden schrumpfen lasse; steigende Kosten, die der Verband verkraften müsse; der allgemein stark sinkende Wasserverbrauch auf zuletzt 90 Liter pro Kopf und Tag; schließlich die Notwendigkeit weiterer Investitionen. All das führe dazu, dass die turnusmäßig 2009 neu zu erarbeitende Kostenkalkulation des Verbands nur mit höheren Preisen funktioniert. Bekanntlich soll ein Wasserversorger keine Gewinne machen, aber seine Aufwendungen komplett auf die Gebührenzahler umlegen.

Verbandsgeschäftsführerin Ramona Seifert sagte, schon der Jahresabschluss 2008 sei negativ ausgefallen. Sie verwies auf steigende Material- und Energiepreise. Ab 2010 wollten nun auch die Wasserlieferanten des Verbands – das sind die Wasserwerke Leipzig und die Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz – mehr Geld haben. Aus Verbandssicht spiele außerdem der Aufwand für die Sicherung des Leitungsnetzes und dessen Ausbau eine Rolle. Zwei bis drei Millionen Euro jährlich würden in das Netz gesteckt. Da dürfe man auch keine Abstriche zulassen. Bei Personal- und Sachkosten hingegen habe der Verband Geld eingespart. Dennoch führe kein Weg an der Preiserhöhung vorbei.

Laut Seifert muss ein Ein-Personen-Haushalt mit durchschnittlichem Verbrauch durch die Erhöhung etwa 18,5 Prozent mehr bezahlen. Bei zwei Personen sind es 13,5 Prozent, bei drei Personen 10,3 und bei vier Personen 8,5 Prozent. Die rückwirkende Erhöhung sei zulässig, weil die „Gebührenschuld“ laut Satzung erst am Jahresende entstehe. Bis dahin zahlt jeder nur seine Abschläge auf die Jahresrechnung. Die soll nun im Februar 2010 mit den neuen Grundgebühren versandt werden.

Thomas Müller

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