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Wurzen Reisebüro Partheland soll 2018 auf Tour gehen
Region Wurzen Reisebüro Partheland soll 2018 auf Tour gehen
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17:12 16.05.2017
Mit Postkarten wie dieser wird bereits auf die Reize des Parthelandes aufmerksam gemacht.   Quelle: Verlag
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Landkreis Leipzig

 Ein Forschungsprojekt soll helfen, die Kulturlandschaft der Parthenaue zu erhalten. Nachdem 2015 der Startschuss für das mehrjährige Vorhaben fiel, wollen die Akteure in diesem Jahr auch die Öffentlichkeit stärker einbinden. Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich vom dicht bebauten Leipziger Zentrum entlang der Parthe über Taucha und Borsdorf bis nach Brandis. Als neuer Projektpartner außerhalb des ursprünglich definierten Areals konnte zudem das Wassergut Canitz, eine hundertprozentige Tochter der Stadt Leipzig, gewonnen werden.

Zu den Ergebnissen, die bereits vorliegen, zählt ein Exkursionsführer. Dieser entstand bei einer Sommerschule, an der 20 Studenten der Landschaftsarchitektur der TU Dresden sowie der Hochschule Osnabrück im Vorjahr teilnahmen. Unter dem Titel „Sich wundern im Partheland“ wird das Werk bei der 4. Parthelandküche nächsten Donnerstag vorgestellt. „An diesem Tag wollen wir das Partheland aus einer anderen Perspektive erkunden“, erläutert Heike König, Leiterin der Geschäftsstelle des Grünen Ringes in Borsdorf, der sich als einer der Projektpartner engagiert. „Gemeinsam wollen wir uns auf die Suche nach landschaftlichen Besonderheiten, nach Artefakten und Brüchen, nach Lieblingsorten im Partheland begeben.“ Auf der acht Kilometer langen Strecke, die in Thekla beginnt, soll der Exkursionsführer ein ständiger Begleiter sein.

Um die öffentliche Debatte über die Perspektiven des Parthelandes mit seinen rund 260 000 Bewohnern anzuregen, sind weitere Ideen in der Pipeline. Projektkoordinator Florian Etterer, Experte der Technischen Universität Dresden, knüpft seine Hoffnungen unter anderem an ein „Reisebüro“. Per Bühnenbild soll das Partheland dabei mit seinen vielfältigen Facetten szenisch dargestellt werden. „Das Büro soll ab 2018 auf Tour durchs Partheland gehen“, so Etterer. Das Bühnenbild soll dabei nicht nur Schönheit und Reize des Parthelandes transportieren, sondern auch Bedrohungen aufzeigen.

Die Parthelandküchen als Veranstaltungsformat waren etabliert worden, um Rezepte für die Region zu finden – zum Kochen regionaler Gerichte, aber vor allem auch zum Handeln. Nach dem Wander-Auftakt soll es am 1. Juni als nächstes um Landschaftskunst fürs Partheland gehen. Gemeinsam mit Pferdehöfen ist eine weitere Veranstaltung im Oktober geplant. Unter dem Motto „Auf dem Rücken der Pferde“ steht dann die Landnutzung durch Reiter im Fokus. „In der Parthenaue werden die vorhandenen Grünflächen aktuell fast ausschließlich durch Pferdehöfe bewirtschaftet“, begründet Etterer den Ansatz. Naturschützer sehen die Beweidung mit Pferden oft kritisch. Im Partheland sei diese jedoch überproportional vertreten und ein wichtiger Garant für die weitere Nutzung und Erhaltung des Grünlandes. Klassische Nutzungen hingegen durch Milch- und Mutterkuhhaltung oder Schafzucht seien immer mehr in den Hintergrund getreten. Generell gehe es darum, im Rahmen des Forschungsprojektes neue Bewirtschaftungsformen zu finden. Und das, obwohl die Pacht- und Eigentumsverhältnisse in der Parthenaue kompliziert und die Flächenzuschnitte kleinteilig seien.

Von Simone Prenzel

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