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Wurzen Ringelnatzlauf führt 516 Freizeitsportler laufend oder walkend durch Wurzen
Region Wurzen Ringelnatzlauf führt 516 Freizeitsportler laufend oder walkend durch Wurzen
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05:00 15.08.2016
Lilly Richter war mit 86 Jahren die älteste Teilnehmerin am Wurzener Ringelnatzlauf. Sie nahmen die Fünf-Kilometer-Nordic-Walking-Strecke unter die Füße. Quelle: Bert Endruszeit
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Wurzen

Neuer Rekord für den Wurzener Ringelnatzlauf: Bei der sechsten Auflage konnten die Veranstalter gestern insgesamt 516 Anmeldungen verzeichnen, im vergangenen Jahr waren es gerade mal 351. Der gute Zuspruch wird keinesfalls nur am perfekten Wetter gelegen haben, schließlich meldeten sich etliche Läufer schon lange vor dem Start an. Aus diesem Grund war sicher auch die immer professionellere Vorbereitung ein entscheidender Pluspunkt.

Der Wurzener Ringelnatzlauf ging am Sonntag über die Bühne. Mit 516 Startern knackten die Organisatoren den Teilnehmerrekord.

Wer nicht als Läufer mitmachen wollte, kam beim Walking zum Zuge. So auch die Wurzenerin Lilli Richter. Sie war mit 86 Jahren die älteste Teilnehmerin und bezwang die Fünf-Kilometer-Walking-Distanz. „Einmal pro Woche trainiere ich, entweder Laufen oder Radfahren“, verriet sie. Wie bleibt man so mobil? „Ein richtiges Geheimrezept habe ich nicht, einfach immer bewegen, weder zu viel noch zu wenig.“ Immerhin kann sie auf eine sportliche Vergangenheit blicken, vor rund 50 Jahren wurde sie Kreismeisterin im 800-Meter-Lauf. Der Erfolg blieb auch gestern nicht aus, sie ließ unter anderem eine Dame vom Jahrgang 1983 locker hinter sich.

Gleich mit zwei Staffeln ging das Pflegezentrum am Steinhof aus Wurzen an den Start. Lauter Damen, Chef Thommy Friese war der einzige Mann. „Wir wollten eigentlich ein Sportfest für alle Mitarbeiter machen, aber nicht alle sind sportlich aktiv“, sagte Simone Friese. „So haben wir uns einfach beim Ringelnatzlauf eingeklinkt. Und im nächsten Jahr machen wir natürlich wieder mit.“

Eine Klasse für sich waren natürlich wieder die Kinder, unter ihnen auch Ada Giovanna (10) und Mina Carmelita Riva (8). Die beiden Lossatalerinnen laufen zweimal pro Woche. „Entweder einen oder zwei Kilometer oder einfach nur eine Runde um den Sportplatz“, sagten die beiden Mädels. Der Ringelnatzlauf war für sie eine Premiere, Mina Carmelita stand schließlich sogar als Beste ihrer Altersklasse auf dem Siegertreppchen.

Für so manchen „Großen“ war der Ringelnatzlauf ein guter Grund, überhaupt mal wieder ein Läufchen zu wagen. Christian Hannemann (44) aus Waldsteinberg war mit seinen lauferfahrenen Söhnen Sebastian (9) und Jonathan (12) vor Ort, er selbst hatte jedoch seit rund 25 Jahren überhaupt keinen Sport getrieben. „Die Stimmung hier ist auf jeden Fall motivierend, es lief sich sehr gut. Selbst das Kopfsteinpflaster war nicht so schlecht wie eigentlich von mir erwartet.“

Ehrungen gab es zum Abschluss wieder reichlich, eine ganz besondere war die für die weiteste Anreise. Den Titel holte sich Anja Meißner, die seit vielen Jahren im amerikanischen Boston lebt und gerade einen Heimaturlaub macht. Und den nutzte sie gleich für ein zünftiges Läufchen.

Von Bert Endruszeit

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