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Ringelnatzverein findet in Macherner Theaterleuten Förderer

Ringelnatz Ringelnatzverein findet in Macherner Theaterleuten Förderer

Ein Geschenk voller Spielfreude: Der Theaterverein „Die TheaterMacher(n)“ gastierte am Sonnabend im Arkadenhof des Wurzener Kulturhistorischen Museums. Die beiden Auftritte waren eine Gabe an den örtlichen Joachim-Ringelnatz-Verein, der um Spenden für die Sanierung des Ringelnatz-Geburtshauses warb.

Mit großer Spielfreude brachte der Macherner Theaterverein sein Ringelnatz-Programm in Wurzen auf die Bühne.

Quelle: Bert Endruszeit

Wurzen. Ein Geschenk voller Spielfreude: Der Theaterverein „Die TheaterMacher(n)“ gastierte am Sonnabend im Arkadenhof des Wurzener Kulturhistorischen Museums. Die beiden Auftritte waren eine Gabe an den örtlichen Joachim-Ringelnatz-Verein, der um Spenden für die Sanierung des Ringelnatz-Geburtshauses am Crostigall warb. So konnte der Erlös der beiden Theateraufführungen gleich in den Spendentopf fließen.

Gastgeberin Viola Heß hatte als Vorsitzende des Ringelnatz-Vereins gleich zu Beginn der Veranstaltung eine freudige Nachricht zu verkünden: „Am Freitag haben wir den Mietvertrag für das Ringelnatz-Haus unterzeichnet, vorerst bis Ende des Jahres.“ Damit sei ein wichtiger Schritt geschafft. „Nun geht es darum, das Haus weiter vorzurichten, die Toiletten müssen beispielsweise auf einen halbwegs benutzbaren Zustand gebracht werden. Und wir haben im Haus noch nicht einen einzigen Stuhl.“

Mit großer Spielfreude brachte der Macherner Theaterverein sein Ringelnatz-Programm in Wurzen auf die Bühne

Mit großer Spielfreude brachte der Macherner Theaterverein sein Ringelnatz-Programm in Wurzen auf die Bühne.

Quelle: Bert Endruszeit

Der Verein rechne nun damit, im Januar einen Betreibervertrag zu erhalten. Das entsprechende Papier sei bereits ausgearbeitet. Die Stadt Wurzen prüfe derzeit, ob sie Mittel für eine Sanierung im Bestand bereitstellen könne. „Wir versprechen uns zudem gute Chancen auf Fördermittel“, so Viola Heß. Das gelte für Gelder aus der Kulturraum-Förderung ebenso wie für eine Unterstützung aus den Händen der Sächsischen Aufbaubank. „Die Anträge dafür sind alle schon fertig, das war ein großes Stück Arbeit.“

Jeder Spendeneuro sei wichtig, denn ihr Verein müsse immer Eigenmittel vorweisen können, um eine Chance auf Fördergelder zu erhalten. Gewissermaßen ein Unterstützer der ersten Stunde ist der Verein „Die TheaterMacher(n)“. „Wir haben hier schon vor elf Jahren unser Ringelnatzprogramm aufgeführt“, erinnert sich Vereinschef Wolfgang Gloger. „Damals hatten wir uns schwer damit getan, die Gedichte auf die Bühne zu bringen. Doch dann entschieden wir uns für eine Mischung aus Gedichten und biografischen Daten.“

Ringelnatz reiste um die Welt und war knapp bei Kasse

Vor allem letztere haben es in sich, verlief doch Ringelnatz’ Leben alles andere als geradlinig. Der Dichter versuchte sich in zahlreichen Berufen, reiste um die Welt und war immer knapp bei Kasse. Zweimal blieb er im Gymnasium sitzen, seine Lehrer nannten ihn einen „Schulrüpel ersten Ranges“ und warfen ihn schließlich wegen einer Tätowierung raus. Seine markante Erscheinung machte ihn zum Ziel von Spöttern, heute würde man das wohl Mobbing nennen. Doch Ringelnatz konnte damit umgehen. „Hätte ich ein anderes Gesicht, wäre mein Leben ganz anders, jedenfalls ruhiger verlaufen“, sagte er einmal.

Vieles aus dem Leben des berühmten Wurzeners ist längst erforscht, doch woher er eigentlich sein Pseudonym „Ringelnatz“ hatte, weiß bis heute niemand so richtig. „Da gibt es nur Mutmaßungen“, so Gloger. Klar sei jedoch, dass der Autor bis heute großen und kleinen Leuten etwas zu sagen habe. Aus diesem Grund soll das Ringelnatz-Geburtshaus nach seiner Sanierung gerade auch für Kinder ein Anziehungspunkt werden. „Es ist ja schließlich das Kinderhaus von Ringelnatz“, so Heß.

„Es soll ein lebendiges Haus werden, mit Kabarett, Puppenspiel und Kreativprojekten. Wir hoffen, dass die Sanierung im Jahr 2018 fertig wird. Denn dann begehen wir den 135. Geburtstag von Joachim Ringelnatz.“

Von Bert Endruszeit

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