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Roitzscher Weg-Kur in der Schwebe

Roitzscher Weg-Kur in der Schwebe

Das dürfte dem Kreis nicht gefallen. Der steht seit 2007 in den Startlöchern, will die Kreisstraße 8314 endlich auffrischen. Braucht aber, um es richtig schön zu machen, die Stadt als Co-Finanzierer.

Wurzen. Ob der Kreis das Projekt alleine anpackt, ist gegenwärtig offen, hängt davon ab, wie der Kreistag heute im Zusammenhang mit der Haushaltsdiskussion entscheidet. Rund 1,1 Million Euro kostet die Sanierung des knapp 670 Meter langen Teilstücks von der Einmündung Torgauer Straße bis zum „Heidenberg“. Sechs Meter breit soll sie werden die Asphaltpiste, ein zwei Meter breiter Gehweg sich südlich anschließen. Dazu neue Beleuchtung und neue Entwässerung. Kreis-Hochbauamtschef Rolf Löcher: „Die Unterhaltung kostet uns jährlich viel Geld, ein Sanierung ist längst überfällig. An einigen Stellen fehlt die Entwässerung gänzlich. Nach einer Sanierung hätten wir endlich Ruhe.“ Löcher prophezeit für die demnächst anstehende Winterstraßenbesichtigungstour auch für den Roitzscher Weg echte Hiobsbotschaften was die Pistenqualität angeht. Ob die Trasse in diesem Jahr eine Kur bekommt, ist offen. Dabei schien die Sanierung schon fast beschlossene Sache. Eine Vereinbarung zwischen Kreis als Baulastträger und der Stadt war formuliert, musste nur noch durch einen Wurzener Stadtratsbeschluss untersetzt werden. Doch der Rat sagte einstimmig „Nein“ als es darum ging, rund 200000 Euro als Vorgriff auf den noch nicht beschlossenen Stadt-Haushalt 2010 zu genehmigen. Die Stadträte wollten erst wissen, wie das Wurzener Budget aussieht. Vorher wird kein Geld rausgerückt, hieß es. Rathauschef Jörg Röglin brachte es gestern auf den Punkt: „Da sanieren wir lieber die Kita ,Sonnenschein‘ oder das Gymnasium weiter. Das Geld reicht nicht für alles.“ Seiner Meinung, werde die Stadt, die für Beleuchtung und Gehweg zuständig ist, 2010 kein Geld in den Roitzscher Weg stecken. Und der Kreis? „Wir wollen bauen, ob wir können, könnte sich heute entscheiden“, sagt Rolf Löcher. Die Kreisräte debattieren heute über den Haushalt des Landkreises Leipzig. Geht der Haushalt durch, bestünde auch die Möglichkeit, ohne Stadt mit dem Bau zu beginnen. „Wird der Haushalt nicht beschlossen, könnten wir einen Haushaltsvorgriff beantragen, ähnlich wie es die Wurzener Stadtverwaltung versucht hat. Sollte auch der abgelehnt werden, müssten wir warten, bis der Kreis-Haushalt beschlossen ist. Denn die Sanierung ist Teil des Haushaltplanentwurfs. Dann könnten wir Fördermittel beantragen.“ Nach dem „Nein“ zur Beteiligung am Ausbau in diesem Jahr durch Wurzen bleiben dem Kreis nur zwei Möglichkeiten. Entweder er baut allein – ohne Gehwege und Beleuchtung. Oder das Projekt wird verschoben. Dann bleiben vorerst weiter teure Reparaturen und womöglich noch einmal eine Planüberarbeitung und das Kämpfen um Fördermittel, „deren Ausreichungskriterien sich dann vielleicht schon wieder geändert haben“, so Rolf Löcher.

Drago Bock

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