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Wurzen Roitzscher beklagen Raser und Falschparker
Region Wurzen Roitzscher beklagen Raser und Falschparker
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17:27 07.09.2018
Trotz eingeschränkter Sicht wird in der Doppel-S-Kurve der Roitzscher Straße immer wieder gerast. Allerdings wird es deswegen, hier keine Tempo-30-Zone geben. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Wurzen/Roitzsch

Eigentlich wollte Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD) im Gemeindezentrum Roitzsch den städtischen Doppelhaushalt für 2019/2020 vorstellen. Doch ein anderer Termin verhinderte sein pünktliches Erscheinen. Der Stadthauschef kam erst mit dem Schlusswort von Ortschaftsrätin Steffi Ferl. Dafür aber erlebten zumindest die Besucher der Einwohnerversammlung noch pünktlich den Anpfiff des Fußballspiels zwischen Deutschland und Frankreich.

Direkter Dialog mit der Stadtverwaltung

Etwas über zwanzig Anwohner des Ortsteils folgten am Donnerstagabend der Einladung ihres parlamentarischen Gremiums, um Fragen zu stellen und Probleme anzusprechen. Für den direkten Dialog mit der Wurzener Stadtverwaltung standen zwei ausgewiesene Fachleute zur Verfügung – Michael Zerbs, zuständig für Tiefbau im Stadthaus, sowie Manfred Bresk von der Unteren Verkehrsbehörde. Beide blieben den Besuchern keine Antwort schuldig.

Doch zunächst führte Moderatorin Ferl, die die erkrankte Ortschaftsratsvorsitzende Andrea Zimmermann vertrat, mit einer Bildpräsentation ins Thema ein und dokumentierte, was sich in Roitzsch alles zum Positiven verändert hat. So unter anderem der grundhafte Ausbau der einst gepflasterten Roitzscher Hauptstraße im Jahr 2008. Immerhin drehte sich die Tagesordnung vor allem um die aktuelle Verkehrssituation im Ort – „von Parken bis Rasen“, wie Ferl sagte.

Tempo 30 in S-Kurve keine Option

Gerade Gaspedalsünder entlang der Doppel-S-Kurve vorm Gemeindezentrum in Richtung Bundesstraße 6 monierte Carsten Gaumitz und wollte daher wissen, ob hier ein Tempo-30-Limit durchgesetzt werden könnte. Eben diese Option hatte Bresk gemeinsam mit der Polizei schon im Vorfeld geprüft. „Eine Änderung wird es leider nicht geben“, teilte er das Ergebnis mit. Einerseits, weil jener Bereich kein Unfallschwerpunkt ist, und andererseits, weil der Paragraf drei der Straßenverkehrsordnung klar regelt: „Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird.“

Max Meißner hingegen beschäftigte das Parken im Roitzscher Weg. Allzu oft würden Autos auf dem Fußweg abgestellt und somit Passanten behindert. Bresk versprach, seinen Hinweis ans Ordnungsamt weiterzureichen. Darüber hinaus würde er prüfen, ob ein erweitertes Parken mit Ausweichlücken – ähnlich der Zillestraße in Wurzen – möglich sei.

Hundekot und Vandalismus am Schwanenteich

Allerdings beschäftigte die Roitzscher zur Fragestunde nicht nur der Straßenverkehr, sondern auch Ordnung und Sauberkeit. Das Publikum sprach beispielsweise Vandalismus am Schwanenteich an, kritisierte liegengelassenen Hundekot am Einlauf der Rietzschke und wünschte sich eine Bank für die Bushaltestelle.

Zum Schluss der Versammlung zog Ferl ein kurzes Fazit der Diskussion und dankte der Stadtverwaltung für die Zusammenarbeit bei der Durchsetzung des Leitbildes von 2003 im Ortsteil. „Viel gibt es in Roitzsch nicht mehr zu meckern.“

Von Kai-Uwe Brandt

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