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Rückbau, Verkauf, Sanierung: Wurzener WGW investiert in moderne Wohnungen

Wohnungsbau Rückbau, Verkauf, Sanierung: Wurzener WGW investiert in moderne Wohnungen

Die Wurzener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft hat ehrgeizige Investitionspläne. Nach der Sanierung des letzten Wohnblockes in der Richard-Wagner-Straße sollen in der früheren Obdachlosenunterkunft in der Marienstraße Wohnungen entstehen. Das Unternehmen will sich aber auch von leerstehenden Immobilien in der Ostvorstadt trennen.

Die Wurzener Wohnungsgesellschaft will das Haus in der Marienstraße ab 2017 sanieren.

Quelle: Kai-Uwe Brandt

Wurzen. Mitte November ist es so weit. Dann will die Wurzener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft mbH (WGW) den letzten Block in der Richard-Wagner-Straße schlüsselfertig übergeben. Wie WGW-Geschäftsführer Peter Sauer informiert, lässt das kommunale Unternehmen hier seit Frühjahr acht Wohneinheiten modernisieren und die Immobilie vom Keller bis hinauf zum Dach auf Hochglanz bringen.

Doch nicht nur aktuelle Vorhaben des Großvermieters gebe es zu vermelden, fügt der 53-Jährige an, der am 30. Juni die Geschäfte von Vorgängerin Heike Pönicke übernahm. Demnach plant die WGW zurzeit gleich mehrere Projekte. Zum Beispiel in der Marienstraße 2, der früheren städtischen Obdachlosenunterkunft. Peu à peu sollen in dem Backsteinhaus 18 Wohnungen auf Vordermann gebracht werden – zunächst neun auf der linken Hauseingangsseite und danach neun mit Zugang von rechts. „Baustart ist voraussichtlich im Frühsommer 2017, mit dem Ende der Arbeiten rechnen wir im Dezember des Jahres.“ Neben neuen Fenstern und neuer Heizung erhalten die Wohnungen auch Balkone. Aus Sicht von Sauer seien Lage und künftige Ausstattung des Objektes insbesondere für ältere Mieter geeignet, da die Wohnungen zentral und ruhig liegen – „mit kurzen Wegen zum Einkaufen und zum Arzt“.

Das Investitionsprogramm der WGW sieht allerdings nicht allein nur die Rekonstruktion des Bestandes vor. Denn im Januar/Februar rücken in der Friedrich-Ebert-Straße die Abrissbagger an. Der WBS 70-Block in DDR-Plattenbauweise mit den Hausnummern 67 – 81 verliert dann zwei der bislang fünf Etagen und 34 der aktuell 80 Wohnungen. Die 46 verbleibenden aber will die WGW ab März in Schmuckstücke von 30 bis 85 Quadratmeter verwandeln. Zuletzt erwähnt Sauer noch das Eckhaus Jacobsplatz 1 / Badergraben 26. „Bei diesem Grundstück befinden wir uns mit der Unteren Denkmalschutzbehörde in der finalen Phase der Abstimmung. Wenn alles in trockenen Tüchern ist, beginnt die Sanierung ebenfalls 2017.“

Und wie soll es mit der Friedrich-Ebert-Straße 11 weitergehen? Jenem Haus, das durch eine Gasexplosion am 25. Juni schwer beschädigt wurde und danach abgerissen werden musste. „Vor dem Wiederaufbau erfolgt zunächst die Giebelsicherung zu den beiden Nachbarhäusern sowie die Isolierung der Kellerdecke.“ Vermutlich im Dezember erwartet der WGW-Geschäftsführer die Baugenehmigung. „Dann könnte es im Frühjahr losgehen.“ Statt vormals neun Wohnungen soll die Friedrich-Ebert-Straße 11 künftig sechs Zwei- bis Vier-Raum-Wohnungen beherbergen.

Übrigens entschloss sich Sauer in Absprache mit dem Aufsichtsrat zu einer Strategieänderung beim Wurzener Gründerzeitviertel Ostvorstadt. Hier besitze die WGW einige leerstehende Immobilien, die mittlerweile zum Verkauf angeboten werden. Darunter in der August-Bebel-, der Karl-Liebknecht-, Schiller- und Goethestraße. „Ziel ist es ja schon seit Jahren, das Gebiet aufzuwerten. Deshalb verbinden wir grundsätzlich mit der Veräußerung an Private eine Investitionsverpflichtung.“

Die WGW GmbH mit Sitz in der Lichtwerstraße 2 ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadt Wurzen und wurde 1994 gegründet. Sie beschäftigt 13 Mitarbeiter, bewirtschaftet 1550 Wohnungen und verwaltet außerdem circa 500 Wohneinheiten für Dritte.

Von Kai-Uwe Brandt

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